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Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever

Einsatz genomischer Werkzeuge – Stellungnahme der FCI

By Alle, Alle Rassen, Chesapeake Bay Retriever, Curly Coated Retriever, Flat-Coated Retriever, Golden Retriever, Labrador Retriever, Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever, Wichtig

Am 3. November 2025 hat die FCI ihre Stellungnahme zum Einsatz genomischer Werkzeuge veröffentlicht.  Sie schreibt in der Einleitung:

„In den letzten 25 Jahren hat die Genomik die Hundezucht revolutioniert und Hundebesitzern, Züchtern und Organisationen eine Vielzahl von Instrumenten zur Zucht und Überwachung ihrer Tiere bereitgestellt. In diesem Dokument wird die Position der FCI zu den Möglichkeiten und Grenzen genomischer Tools für ein nachhaltiges Management von Hunderassen dargelegt.
Die genetische Identifizierung und Abstammungstests gehören zu den am weitesten verbreiteten Instrumenten in der Hundezucht. Ihre Anwendung auf Grundlage internationaler Standards sollte von Zuchtorganisationen und von der FCI gefördert und verallgemeinert werden. […]“

 

Kernaussagen:

  • Die FCI erklärt ihre Position zu Möglichkeiten und Grenzen genomischer Instrumente.
  • Genetische Identifikation und Abstammungstests werden empfohlen
  • Es sollen nur zuverlässige genetische Tests eingesetzt werden, die für die jeweilige Rasse validiert sind – nicht alle Tests sind für jede Population geeignet

Der vollständige Text der Stellungnahme kann als PDF-Datei unter folgendem Link abgerufen werden:

https://www.fci.be/medias/SCI-OUT-GEN-2025-de-22419.pdf

 

Ein aufregendes Prüfungswochenende in Dolldorf 13.09 und 14.09.2025

By Nord, Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever

Frieda und Majvi sind nicht nur zwei fröhliche rote Hunde, sondern auch Wurfgeschwister – und genau mit diesen beiden Nova Scotia Duck Tolling Retrievern machten ich und Mareike uns auf den Weg zur Toller Bronze mit Dummies. Am Freitagabend reisten Frieda und ich an. Die Vorfreude war groß, gleichzeitig aber auch die Nervosität, schließlich stand für uns die Wiederholung der Prüfung an. Mareike mit Majvi startete ihre Anreise mitten in der Nacht, damit sie pünktlich um acht Uhr vor Ort sein konnten.

Insgesamt traten an diesem Samstag neun Teams an. Nach der Erledigung der Formalitäten begrüßten uns pünktlich um 8 Uhr der Sonderleiter Günter Schmieter sowie die drei Richter Dr. Charlotte Kiepker, Elisabeth Wendling und Günter Walkemeyer. Die Prüfung fand bereits zum achten Mal in Dolldorf statt. Nach der Begrüßung wurden wir durch das Gelände geführt. Das Wetter zeigte sich wechselhaft: Sonnenschein, aber immer wieder kurze Schauer.

Kurz nach neun begann das erste Team.

Mit der Zeit wuchs die Spannung. Es war kurz nach 12.00Uhr. Team sechs – also Frieda und ich – waren an der Reihe.

Wir wurden zum Startpunkt geführt. Nun hieß es, schleichen. Frieda hatte die Richter am Netz bereits entdeckt, bleib aber bei mir, war konzentriert und fokussiert. Beim Netz angekommen, kurz durchatmen, Tollingbälle auspacken und los ging es. Frieda war in ihrem Element. Tollen geht immer. Mit ihrer großen Spielfreude sprang sie hinter dem Netz hervor, holte die Tollingbälle und zeigte ihr spielerisches Können. Die beiden Pausen zwischen den Sequenzen schaffte sie beinahe ohne einen Fieper.

Am Netz abgesetzt gab es den Schuss. Wie festgeklebt saß meine kleine Hündin am Ufer, Markierung fällt, Freigabe vom Richter und „apport“. Sie schwamm, griff das Dummy und brachte es brav in die Hand.

Nun noch die Suche. Im Gelände angekommen, startete Frieda mit großer Freude durch und zeigte, mit wie viel Lust und Ausdauer sie suchen kann. Sie fand alle ausgelegten Dummies und brachte sie ohne kleinsten Zweifel zu mir. Das lief wirklich gut.  Meine kleine Hündin war voller Energie und Freude bei der Sache. Erster Teil geschafft.

Danach folgte erst einmal eine lange Mittagspause. Wir wurden bestens versorgt: warme Würstchen, Brötchen, Kuchen, Kaffee und kalte Getränke.

Am Nachmittag ging es mit Team sieben weiter; Mareike mit Majvi.

Mareike: Für meine Hündin Majvi und mich war es die erste Tolling-Prüfung. Wir meisterten die erste Aufgabe, das Schleichen, meine Hündin orientierte sich vorbildlich an mir, drängelte nicht nach vorne und war vor allem durchgehend leise. Beim letzten offenen Stück zum Netz huschte ich vor und holte Majvi dann nach. Das Tolling lief gut, selbst wenn mir der Wurf mal nicht so gelang wie geplant und das Spielzeug gefährlich nah an die Wasserkante gerollt war, brachte meine Hündin es ohne Umschweife zurück. Dann Majvi neben dem Netz abgesetzt, ich dahinter. Ich wusste, wenn der Schuss fällt würde sie zum Schützen blicken, also bereitete ich mich vor. Als der Schuss fiel, schoss gleichzeitig der Hintern meiner Hündin ihn die Höhe und sie blickte zum Schützen. In dieser Richtung saß auch ich und wies in diesem Moment mit der Hand aufs Wasser. Genau im richtigen Moment schaute Majvi aufs Wasser und sah die Markierung. Sie wartete auf die Freigabe, erledigte den Wasserapport in ihrer typischen otterartigen Geschwindigkeit und gab sauber in die Hand ab. Bei der Suche wurde es dann noch mal spannend. Das erste Dummy apportierte Majvi wie es ihre Art ist subito. Dann wieder los in die Suche. Zweites Dummy auch gefunden. Aber dann, sie zögert. Das Dummy liegt genau vor ihr. Sie sieht mich an. Ihr Blick sagt: Oh, must I, Miss Sophie? Hm, wo auch immer das herkommt bei diesem kleinen roten Wirbelwind noch nie ein Dummy verschmäht hat, ich blicke sie mit durchdringendem Blick zurück an der sagt: Please, the same procedure as every day, Miss Majvi! Sie erhört mich gnädigerweise und apportiert das Dummy, wir haben es geschafft!

Auch die restlichen Teams zeigten sehr gute Leistungen. Für Team neun wurde anstelle von Dummies schließlich Wild ausgelegt.

Nach jeder der Neun Teams, gaben die Richter direkt faire Einschätzungen. Sie gingen jedes Prüfungsfach durch und begründeten ihre Punktevergabe.

Im Anschluss stand der Schusstest auf dem Programm. Entspannt und souverän wurde er auf einem frisch umgebrochenen Feld neben dem Prüfungsgelände durchgeführt. Sieben der neun Hunde nahmen teil, alle zeigten sich absolut schussfest. Danach blieb Zeit zum geselligen Beisammensitzen. Wir lachten, tauschten uns aus und diskutierten dabei auch die große Frage, ob wirklich alle Toller so gut riechen. Einstimmiges Fazit: Ja, Toller stinken tatsächlich nicht „nach Hund“. Zum Wort des Tages kürten wir übrigens die „Schnitzelohren“ – die großen, dreieckigen, fleischigen Ohren unserer Rasse, die jeder mit einem Schmunzeln im Gedächtnis behalten wird.

Neben den Teilnehmern und Richtern war die Veranstaltung auch Dank der Helfer ein voller Erfolg: eine Schützin, weitere Helfer zum Verstecken und Werfen der Dummies sowie zahlreiche Zuschauer. Besonders gefreut haben wir uns über zwei Frauen aus Finnland, die extra angereist waren, um zuzuschauen und zu lernen.

Am Ende des Tages bedankten sich alle herzlich bei dem Grundstückseigentümer, der sein Gelände zweimal im Jahr für die Prüfung zur Verfügung stellt und tatkräftig bei der Organisation mithilft. Die Richter betonten, dass die Wetterlage anfangs zwar herausfordernd gewesen sei, doch später hätten wir Glück gehabt und konnten bei fast perfektem Hundewetter weiterprüfen.

Dann folgte der lang ersehnte Moment: Die Verleihung der Urkunden. Jeder Starter war stolz und freute sich über die bestandene Prüfung. Für mich gab es dann eine große Überraschung: Frieda konnte mit der höchsten Punktzahl des Tages als Tagessieger hervorgehen! Ich hatte unsere Leistung gar nicht so stark eingeschätzt, umso größer war die Freude und der Stolz auf meinen kleinen roten Hund.

Zum Abschluss erhielten die Hunde noch großzügige Futterproben– so war sichergestellt, dass auch für das leibliche Wohl unserer Vierbeiner gesorgt war.

Es war ein rundum gelungenes Prüfungswochenende mit einer herzlichen Atmosphäre, fairen Richtern, tollen Leistungen von Hunden und Hundeführern und einer wunderbaren Gemeinschaft. Ein Tag voller Ausdauer, Freude und Stolz – und für uns vor allem geprägt von der engen Verbindung zwischen den beiden Wurfgeschwistern Frieda und Majvi.

Geschrieben von Johanna Lück und Mareike Schneider

Mit Hilfe von „perplexity.ai“

Neuer Gentest für Primäre Ziliendyskenisie (PCD)

By Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever

Mutter Palina mit zwei der betroffenen Welpen Gaius und Gimli

Auf der Züchterversammlung 2024 berichtete Franziska Tauber zum Krankheitsbild der Primären ciliären Dyskinesie (PCD) und der Geschichte ihres betroffen Tollers Gaius (siehe Newsroom). Die PCD ist eine beim Toller bisher unbekannte Erkrankung, bei der die Zilien in den Atemwegen ihre Funktion nicht erfüllen können. Zilien sind feine Härchen in der Lunge, die permanent Schleim mit Staub, Krankheitserregern und anderen Schadstoffen aus der Lunge in Richtung Rachen transportieren. Ist die Funktionsfähigkeit der Zilien eingeschränkt, bleibt der Schleim in der Lunge wodurch die betroffenen Hunde häufig unter wiederkehrenden schweren Atemwegsproblemen leiden.

Auf Initiative von Franziska Tauber konnte in enger Zusammenarbeit der Universität Bern mit Tierärzten, Tollerzüchtern und -besitzern ein Gentest auf PCD entwickelt werden. Es handelt sich dabei um einen rezessiven Erbgang, so dass nur die Hunde erkranken, die das mutierte Gen von beiden Elternteilen geerbt haben. Hunde mit lediglich einer Kopie des mutierten Gens sind somit symptomlose Träger, können die Krankheit aber weitervererben,

Der neue Test ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Zuchtplanung um betroffene Hunde zukünftig sicher vermeiden zu können. Unser Dank gilt Franziska Tauber und allen, die durch die Einsendung von Blutproben zur Entwicklung des Tests beigetragen haben sowie den Wissenschaftlern der Universität Bern für ihre Arbeit.

Der Test ist mittlerweile bei Labogen verfügbar (https://labogen.com/erbkrankheiten-hund/primaere-ciliaere-dyskinesie/). Eine Veröffentlichung durch die Universität Bern ist in Arbeit. Um einen Überblick über die Verbreitung der Mutation innerhalb der Population zu bekommen, sind wir für das Teilen von Ergebnissen an t_schwarzmaier@gmx.de dankbar.

Autor: Teresa Schwarzmaier

Onlineseminar für DRC-Züchter am 10.09.2025 – Schwergeburten

By Alle, Alle Rassen, Chesapeake Bay Retriever, Curly Coated Retriever, Flat-Coated Retriever, Golden Retriever, Labrador Retriever, Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever

Schwergeburten beim Hund und Erstversorgung der Neugeborenen

Am 10.09.2025 findet von 19:30-21:30 ein Online Meeting für DRC Züchter statt. Der Meldestart hat bereits begonnen.

Onlineanmeldung: DRC – Veranstaltung, Detailanzeige | Deutscher Retriever Club e. V.

Inhalte des Seminars:
Im Seminar werden die Ursachen von schweren Geburtsverläufen dargestellt. Nicht immer braucht man einen Kaiserschnitt. Es wird anschaulich erklärt, was der Züchter selbst machen kann und wann es nötig ist, einen Tierarzt zu konsultieren.

Außerdem geht das Seminar auf die Erstversorgung der Neugeborenen ein, die durch eine schwierige Geburt möglicherweise reanimiert werden müssen oder sonstige Unterstützung brauchen.

Referentin: Dr. Theresa Conze, Dinkelsbühl
(Fachtierärztin für Zuchthygiene und Biotechnologie der Fortpflanzung, Diplomate of the European College for animal reproduction, Mitinhaberin der Reprovet Consulting)

KI-generiertes Bild

Online Meeting für DRC-Züchter am 26.11.2025 – Andrologie des Rüden

By Alle Rassen, Chesapeake Bay Retriever, Curly Coated Retriever, Flat-Coated Retriever, Golden Retriever, Labrador Retriever, Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever

Andrologie

Am 26.11.2025 findet von 19:30-21:30 ein Online Meeting für DRC Züchter statt. Der Meldestart hat bereits begonnen.

Onlineanmeldung: Zur Ausschreibung in der Veranstaltungsdatenbank

Inhalte des Seminars:

In diesem Seminar für Züchter und Deckrüdenbesitzer widmen wir uns der Andrologie. Im Mittelpunkt stehen praxisrelevante Themen wie Hodentumore, Kryptorchismus, altersbedingte Prostatahyperplasie sowie deren Diagnose, klinische Symptome und therapeutische Möglichkeiten. Die Teilnehmenden erfahren, wie sich krankhafte Veränderungen frühzeitig erkennen lassen, welche Bedeutung sie für die Fruchtbarkeit und das Wohlbefinden des Rüden haben und welche tierärztlichen Maßnahmen sinnvoll sind. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für die andrologische Gesundheit des Rüden zu vermitteln, um Krankheiten vorzubeugen und einen verantwortungsvollen Zuchteinsatz zu ermöglichen. Das Online-Seminar bietet Raum für Fragen. Es richtet sich an all Jene, die ihr Wissen über die männliche Fortpflanzungsmedizin vertiefen und die Gesundheit ihrer Deckrüden bestmöglich erhalten möchten. Dr. med. vet. Johannes Herbel ist Tierarzt mit Spezialisierung auf Kleintierreproduktion. Nach dem Studium in Gießen (2011–2017) arbeitete er an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und promovierte über Stress und Fruchtbarkeit bei Hündinnen. Seit 2022 ist er Oberarzt am Tierspital Zürich und Diplomate des European College of Animal Reproduction (ECAR).