Skip to main content
Workingtestberichte

WT Anfänger Schloss Buldern

By 3. August 2025No Comments

WT Anfänger Schloss Buldern

Piep, Piep, Piep…. Was ist denn hier los? In aller Herrgottsfrühe? Eine schier unhündische Zeit, so früh aufzustehen. Ich brauche doch meinen Schönheitsschlaf!!
Jetzt bin ich doch mal neugierig, wieso wir so früh raus müssen und checke mal die Lage ab. Mein Frauchen, zwischendurch auch Nici genannt, steht aufgebrezelt in einem schicken Hemd vor mir, mit dem breitesten Grinsen der Welt, und fragt: “ Bist du bereit? Es geht los!“

Von Köln aus fahren wir mit Blitzgeschwindigkeit zum WT Schloss Buldern. Die Tür geht auf und ich springe euphorisch aus dem Auto, die frische Landluft des Hofes umweht meine Nase und ich fühle mich richtig gut. Hammer, wie schön das hier ist: grüne Wiesen, gepflegte Acker, tolle Wälder. Ein richtiges Paradies.

Oh je, wer ist das denn, die da so euphorisch auf mich und meine Nici zukommt und sogar meinen Namen kennt?

Ah, die Erleuchtung folgt auf dem Fuß: Es ist eine der Sonderleiterinnen der BZG Gelsenkirchen, Kathy. Immerhin kennt Nicole sie wohl gut, das ist doch schon viel wert. Die andere Sonderleiterin Denise fanden wir auch schnell, sie mag ich auch. Ich ahne, dass ich heute noch viele solche Begegnungen haben werde.

Leider kann ich mich nicht mehr an alles erinnern, aber irgendwann sind mein Frauchen und ich, inmitten des Pulks, ins traumhafte Gelände gelaufen, die Sonne schien und die Stimmung war bombastisch, insgesamt war die Situation mit den legendären Karnevalszügen in Köln vergleichbar, da kommen wir schließlich her, alle haben gelacht und wir haben einfach den Moment genossen.

Bis einschließlich heute kann ich nicht verstehen, warum wir immer wieder quer durchs Gelände gelaufen sind, zu warten brauchten wir ebenfalls nicht. Ich denke, sie brauchten an jeder Stelle meine Hilfe, um die Dummysäckchen aus dem Bestand zu holen. Allerdings hat das sehr viel Spaß gemacht, weswegen meine Nici und ich das eigentlich jede Woche machen sollten.
Jedesmal war jemand im Bestand, der das Oberkommando geführt und Bedienstete hatte, die meine geliebten Dummies warfen. Natürlich sind Menschen nicht in der Lage, die Säckchen selbst zu finden, weswegen ich jedes Mal raus rennen und sie finden durfte. Das war eine richtige Gaudi für mich und ich habe jeden Moment genossen.

Leider muss ich auch Kritik an meinem Frauchen üben: Ständig muss ich artig bei Fuß laufen, ganz ordentlich und ohne Power. In solchen Situationen nenne ich sie dann heimlich „Den Commander“ oder „Oberfeldwebel Nicole“.
Das macht sie ständig mit mir, jeden Tag, wenn wir in den Park gehen, zum Auto, bei anderen Hunden, einfach immer.
Ich kann da getrost drauf verzichten.
Ich denke manchmal, dass sie einen am Helm hat, wenn sie der Meinung ist, dass ausgerechnet ich ausbüchsen würde.
Als hätte ich es geahnt, nichts blieb mir erspart, denn ich musste hin und her, Drehung, sitzen und warten. Mensch, Frauchen, lass mich doch einfach das Dummy holen, ich weiß doch wo es ist. Aber natürlich muss sie es unnötig spannend machen.
Menschen sind merkwürdig, ich kann echt verstehen, dass sie hier unsere Hilfe benötigen.

Ich mochte den Umstand, dass wir jedes Mal aufgerufen wurden, offenkundig war hier eine Party im Gang und sie wollten, dass ich dazu komme das war für mich jedes Mal die Freigabe die Dummyparty zu starten.

Aufgabe 1
bei Eva Berg im Wald
Das fand ich besonders lustig, hier musste Nici, eine beschossene Markierung, selber aus den Dornen holen. Das habe ich ihr nach der permanenten Fußarbeit richtig gegönnt. Danach durfte ich eine Markierung arbeiten, die Frau die es warf, kannte ich sogar, hatte aber keine Zeit „Hallo“ zu sagen, weil ich so gerne laufe. Da lag so ein toller Baum im Weg, da konnte ich Hin und Zurück in bester Performance drüber springen, genial.

Aufgabe 2 bei Heike Reichelt auf der Wiese
Da gab es Matsch, keine 10 cm Tief, aber egal, Matsch ist Matsch, war nicht mal am Bauch dreckig. Was sonst noch geschah, entzieht sich leider meiner Erinnerung, aber ich glaube eine weitere Markierung, leider ohne Matsch.

Aufgabe 3 bei Nicole Schmidt im Wald

Hier gab’s ein Mark und ich durfte mit Voran und Blitzgeschwindigkeit das Dummy holen. Das Healwork habe ich ausgeblendet.

Aufgabe 4 bei Herman Jeske mit Wiese und angrenzendem Wald
Zwei Einzelmarks (Herman nennt sie süß „Dümmys), die ich natürlich mit Blitzgeschwindigkeit geholt habe.

Aufgabe 5 bei Rainer Scesny in einer Moorlandschaft

Viel Healwork mit mehrfachem stoppen und eine Markierung als Späteres voran. Das lief wie am Schnürchen.

Später auf dem Bauernhof, meinte mein Frauchen, dass ich genug Dummies eingesammelt hätte und ich den anderen wenigstens noch ein paar übriglassen sollte. Menno, nichts darf ich.
Aber müde oder platt war ich noch lange nicht.
Die Gastfreundlichkeit des Hofes war überragend, ebenjener ist seit Generationen im Familienbesitz und die Besitzer hatten alles mit Liebe vorbereitet: es gab Tische, Bänke, ein Riesenbuffet, wo Frauchen ständig hingelaufen ist, allerdings ohne dabei auch nur an mich zu denken. Sakrileg!!

Insgesamt war es eine bombastische Stimmung, ich hörte Lachen und nette Gespräche. Wir Hunde lagen auf der grünen Wiese, machten es uns bequem, ich rollte mich hin und her, und lernte viele nette Hunde kennen, darunter war eine hündische Blondine, glaube sie mochte mich auch.

Die Veranstaltung erinnerte mich daran Freunde zu treffen und eine schöne Zeit zu verbringen.
Toll organisiert, die Sonderleitung und das Backoffice, waren mega herzlich, die Richter haben eine super Arbeit gemacht und Frauchen die Aufregung genommen.

Dann gab’s die Siegerehrung.

Man, war das ein Spaß: Überraschend sind mein Frauchen und ich zum Siegerteam gekürt worden, mit 99/100 Punkten!

Mein Frauchen wirkte perplex und sprang wie von der Biene gestochen auf, ich natürlich mit. Sie hat sich so unfassbar gefreut und hat das Strahlen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Ich glaube sie hätte fast geweint. Allerdings sollte sie eine Rede halten, das ging leider mächtig schief, aber das macht sie so sympathisch.
Mein Frauchen war stolz auf mich. Später wurden wir noch von fremden Menschen fotografiert, mein Frauchen wurde permanent umarmt und geherzt. Ich glaube, wir sind berühmt.

Euer Black Jack mit Nicole Kopp