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Workingtestberichte

Tanz auf dem Vulkan- Bericht offene Klasse

By Alle, West, Workingtestberichte

Am 15.03.2026 kamen wir nach einer Stunde Fahrt im Park Hotel am Schloss an. Auf der Terrasse meldete ich mich bei meiner Bezirksgruppe Köln-Bonn als Helfer für die Anfängerklasse an. Es begeistert mich immer wieder, als Helfer mitten im Geschehen der Arbeit von Retrievern zusehen zu können. Die Zeit verflog wie im Fluge. Nach einigen Stunden hatten alle Anfänger-Teams an unserer Station gearbeitet.

Im Anschluss daran habe ich mich mit meiner Jana aufgewärmt. Nach der Begrüßung durch die Sonderleitung und der Vorstellung der fünf Richter aus verschiedenen Ländern sind wir in der Open Klasse gestartet. Gleich in der ersten Aufgabe waren wir bei der neuen Richterin Maria Crepaz im Einsatz – ein guter Start in den WT für uns mit einem Blind und einer Markierung. Mit überschaubaren Wartezeiten zogen wir bei tollem Wetter von Aufgabe zu Aufgabe. In unterschiedlichen Geländen im Wald und auf Wiesen wurden uns spannende Aufgaben von den Richtern gestellt. Abwechslungsreich waren gerade Linien und eine gute Markierleistung von Jana und mir gefordert. Jede Aufgabe hatte ihren Kniff.

 

In den Wartezonen führten wir schöne Gespräche auch über Zeiten des Motoradfahrens in der Eifel, bevor Retriever bei Mitstartern und mir zu unserem tollen Hobby der Retriever-Arbeit führten.

Nachdem wir alle Aufgaben gelöst hatten, war ich sehr zufrieden. Jana und mir war eine tolle Teamarbeit über den gesamten WT gelungen. Im Park Hotel am Schloss war bestens für Sitzmöglichkeiten, Kaffee und Kuchen sowie Getränke gesorgt. Mit anderen Startern verbrachten wir eine schöne Zeit, bis wir bei einem spannenden Stechen zuschauen konnten. Dessen Wettstreiter waren ebenfalls sehr zufrieden. Niemand wusste, um welchen Platz gestochen wurde. Es blieb spannend bis zur Siegerehrung. Nach dem Dank an die Beteiligten erklärte Benno, dass mehrere ein Vorzüglich erreicht hatte. Bald war bekannt, dass um Platz zwei gestochen worden war. So blieb Platz eins bis zum Schluss ein Geheimnis.

 

Mit unglaublichen 97 Punkten wurden dann Jana und ich zum Sieger erklärt. Unter Applaus durfte ich die Trophäe für den 1. Platz abholen und mich bei Sonderleitung und Richtern bedanken. Meine Ansprache war sehr kurz, da mir vor Rührung die Worte fehlten. Was für ein Tag – meine Bezirksgruppe hatte jedem, der gemeldet hatte, einen Startplatz gegeben und bei rund 50 Open Startern waren Jana und ich heute das beste Team.

Auf diesem Weg bedankte ich mich nochmals ganz herzlich beim Reviergeber, beim engagierten Team des Park Hotel am Schloss, bei den Sponsoren, bei den Richtern, bei den Helfern, bei den fairen Mitstartern und den Sonderleitern Ute und Benno, die mit ihrem Team zum 15. Mal einen tollen Tanz auf dem Vulkan ermöglicht haben. Vielen Dank, dass wir dabei sein durften.

Volker Herrmann mit Chestnut Hunters Chip

 

WT Krämerwald am 14./15.03.26

By Alle, Ost, Workingtestberichte

Bericht zum WT Krämerwald 2026 – Open

Teamwork makes the Dream works

Bei uns im schönen Brandenburg begann die WT-Saison zum zweiten Mal mit dem WT im Krämerwald. Die Sonderleiter Anne-Marie Viereckl und Michael Simon haben diesen WT ins Leben gerufen und veranstalteten ihn mit ihrem Helferteam, der Catering Queen Franziska Neider und drei Richtern. Es herrschte wie immer eine sehr familiäre Atmosphäre und nach der langen Winterpause blickte man in viele lächelnde Gesichter und hörte oft ein „Hallo, wie geht’s dir, schön dich zu sehen.“

Wie auch im letzten Jahr durften wir die Waldbegegnungsstätte als zentralen Punkt nutzen. Somit hatten wir wirklich tolle Gegebenheiten: einen warmen Raum, in dem es geschmackvolle Kleinigkeiten und gute Getränke gab, und ein Feuer, das im Ofen knisterte. Das Gelände ist ein Traum: sanft geschwungene Hügel im Wald, Kiefern und Mischwaldbestände mit kleinen Lichtungen und im Unterbewuchs Waldheidelbeeren und Moos. Es gibt sogar einen kleinen Teich.

In diesem Jahr waren die Richter Hatice Celik, Annette Präkelt, Oliver Kiraly und für den Samstag in den Klassen A & F Caroline Koch extra angereist, um sich für uns spannende Aufgaben auszudenken. Am Sonnabend war ich als Helfer in der F unterwegs und hatte schon einen leichten Muskelkater vom Walk-up und Blind-Auslegen in diesem anspruchsvollen Gelände. Nachdem am Samstag die Anfänger und Fortgeschrittenen zeigen konnten, was sie können, waren am Sonntag nur die Teilnehmer der offenen Klasse am Start. Ich freute mich auf unseren ersten Start der Saison und dazu noch in diesem traumhaften Gelände mit dieser Mega-Orga.

Nach den ersten Aufgaben war ich sehr happy mit unserer Leistung. Mein lieber Speed sammelte alle Dummys brav ein, in der richtigen Reihenfolge, ohne Umwege und ohne großes Pfeifen meinerseits – das lief ja richtig gut. Wir sind aber auch Meister darin, mit einer Aufgabe ein doch ganz akzeptables Ergebnis zu versauen, und somit ging ich doch mit einem etwas flauen Gefühl zu unseren letzten Aufgaben bei Oliver Kiraly. Einige Mitstreiter berichteten mir, dass sie leider die Aufgabe nicht lösen konnten, und somit wuchs natürlich auch meine Nervosität. Wie sich herausstellte, war das ganz unbegründet, da mein lieber Speedy durchs Gelände flog und die letzten Dummys einsammelte. Ich war sehr zufrieden mit unserer Teamleistung, und das ist für mich das Wichtigste. Mein Hund soll sich darauf verlassen können, dass ich ihn schnell und effektiv unterstützend zum Dummy bringe, wenn er Hilfe benötigt, und er soll den Job vor Ort gut umsetzen und auf mich hören, wenn es mal brenzlig wird – Teamwork makes the Dream works.

Es ist schön, wenn mal alles glatt läuft. Das Sahnehäubchen kam dann zur Siegerehrung, als wir für den ersten Platz aufgerufen wurden. Mega! Ganz besonders gratuliere ich auch meiner Freundin Jana Starke, die mit ihrem Rüden Glengad Connor den 2.Platz erreicht hat (toll, wir beide auf dem Treppchen), und Andrea Schreiber zum dritten Platz mit Glengad Ecris. Vielen Dank an alle Helfer, Sonderleiter und Richter, die für dieses Wochenende ihre Freizeit geopfert haben.

Ohne euch geht nichts. Ich bedanke mich auch bei Frau Weber für die Bereitstellung der Waldbegegnungsstätte Oberkrämer und Förster Helge Funk für das umliegende Revier sowie bei den Sponsoren für die Bereitstellung der Geschenke für Teilnehmer und Helfer.

Yvonne Schreiber mit Goldspeed vom Mitteldeich

***** BILD 2 WT Krämerwald Open ***** Foto: Kristina Woick

Bericht zum WT Krämerwald 2026 – Anfängerklasse

Welch ein Saisonstart!

Als Neulinge in der Retrieverwelt haben wir im letzten Frühjahr die Dummy A bestanden und dann den einen oder anderen (Trainings-)WT mit mehr oder weniger Erfolg bestritten.

Der 2. WT Am Krämerwald war nun der Start in die neue Saison und ich wollte schauen, ob wir das, was wir im letzten Jahr gelernt hatten, weiterhin abrufen können.

Die Anfänger starteten früh, so dass zeitiges Aufstehen angesagt war, um pünktlich zur Meldezeit da zu sein. Die Anmeldung war schnell erledigt und nach der Vorstellung der Richter, einigen einführenden Worten und Einteilung der Gruppen durch die Sonderleitung ging es auch schon los zu den Aufgaben.

Wir sind in der ersten Gruppe gestartet und hatten bei Hatice Celik unsere erste Aufgabe. Es fiel ein Markierung, von der man sich wegdrehen musste, um zunächst ein Suche in hohem Gras zu arbeiten. Anschließend durfte die Markierung geholt werden.

Dann ging es weiter zur nächsten Aufgabe. Hier wurden bei Oliver Kiraly in der zweiten Aufgabe 2 Markierungen gearbeitet. Die erste fiel von links nach rechts an einen Hügel, sichtig geworfen, allerdings war die Fallstelle nicht sichtig und einiges an Totholz lag im Laufweg des Hundes. Die zweite Markierung fiel in der gleichen Richtung, allerdings einige Meter weiter auf uns zu, also aus unserer Sicht vor der Ersten. Von dieser Markierung aus mussten wir erstmal noch ein paar Schritte zurückgehen, dann durfte ich den Hund schicken. Beide Markierungen wurden nacheinander gearbeitet. Die dritte Aufgabe war ebenfalls bei Oliver Kiraly und hatte es in sich. Es wurde wieder eine Markierung gearbeitet, gefühlt ziemlich weit weg und aus unser Sicht linksseitig von den Fallstellen aus der zweiten Aufgabe. Wir standen auf einem kleinen Hügel und die Markierung wurde gut sichtig geworfen. Das Gelände zwischen uns und dem Dummy war durch unterschiedliche Bodengegebenheiten, Totholz, Heidekraut und vereinzelte Büsche einigermaßen herausfordernd. Außerdem kam der Wind aus Richtung der alten Fallstellen. Diese Tatsache eröffnete sich mir als Neuling jedoch erst, als ich sah wie mein Hund, zunächst auf direktem Weg in Richtung Dummy, nach rechts abdriftete, die Nase im Wind. Da wir mit dem Einweisen noch so unsere Probleme haben, hoffte ich ganz kurz, dass meine Kleine allein den Weg nach hinten findet, gab ihr nach einem kurzen Moment aber doch einen Stopp-Pfiff, den sie gut annahm. Dann konnte ich ihr mit meiner linken Hand zeigen, dass sie weiter nach links/hinten sollte, auch dies nahm sie an und suchte sich dann erfolgreich zum Dummy.

In der vierten Aufgabe von Annette Präkelt gab es wieder 2 Markierungen, diesmal liefen wir hangabwärts über Stock und Stein, in einiger Entfernung vor uns, den Abstand haltend, die Helfer. Nach einigen Metern wurde angehalten, die Markierung fiel rechts in den Wald und durfte nach Aufforderung geholt werden. Dann noch ein paar Meter weiter, wieder anhalten und eine weitere Markierung fiel rechts in den Wald. Nach erneuter Aufforderung durch die Richterin durfte auch diese gearbeitet werden.

Die fünfte Aufgabe hielt Caro Koch bereit. Hier fand ein kleines Treiben von links nach rechts um eine bewaldete Anhöhe in kurzer Entfernung zu uns statt. Von drei dort liegenden Dummys sollte eines geholt werden, dann ging es im Fuß ein paar Meter nach rechts und von hier aus sollte nochmal ins gleiche Suchengebiet geschickt und ein weiteres Dummy geholt werden.

Am Ende hatten wir alle Dummys drin und das Gefühl gute bis sehr gute Leistungen gebracht zu haben.

Dies bestätigte sich bei der Siegerehrung. Ich freue mich riesig über den weltbesten Hund: Greenfallow Asari, 2 Judges Choices (diesmal durfte jeder Richtende einen Judges Choice vergeben) und den 1. Platz.

Glückwunsch an Maileen Hilbert mit Arctic Treasure’s Alluring Birdy zum 2. Platz und Nancy Wohlrab mit Skyhunting Braveheart Freya zum 3. Platz.

Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an die Sonderleitung, Anne-Marie Viereckl und Michael Simon für ihre Mühen, Franziska Neider für’s Catering, an alle Helfenden, ohne die ein solches Event nie stattfinden könnte, an die Richtenden für ihre freundliche und wohlwollende Zugewandheit und spannende Aufgaben und last but not least auch ein Dankeschön an die Teilnehmenden, für freundliche und aufmunternde Worte, nette Gespräche und insgesamt einen fairen Umgang.

Anke Starruske

Ein unvergesslicher Triumph: Team M&M holt den Sieg beim Stöffel-Cup der BZG Main-Taunus!

By Alle, Mitte, Workingtestberichte

Ein unvergesslicher Triumph: Team M&M holt den Sieg beim Stöffel-Cup!

Im malerischen Nistertal, umgeben von dichten Wäldern, sanften Wiesen und glitzernden Seen, fand der erste Stöffel-Cup – Team-Day statt – und für Team M&M wurde dieser Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Marion Pödke mit ihrem treuen Oakley of Hunterstone und Mario Utz mit dem talentierten Gundog’s Joice Levian starteten gemeinsam in der Klasse F. Beide hatten bereits in Working-Tests Erfolge gefeiert, doch dieser Tag war etwas Besonderes: ihr erstes gemeinsames Abenteuer als Team.

Die Aufgaben waren anspruchsvoll und vielseitig: Von präzisen Markierungen über Standtreiben, knifflige Blinds bis hin zu spektakulären Wasserquerungen über die Nister. Doch Team M&M bewies Teamgeist, Präzision und Vertrauen. Marion und Oakley meisterten die Blinds mit beeindruckender Führung, während Mario und Levian die Markierungen sicher und punktgenau abarbeiteten. Die Absprachen zwischen den beiden waren von Respekt, Vertrauen und einer gesunden Portion Aufregung geprägt – schließlich war es ihr erster gemeinsamer Start!

Am Ende des Tages war die Freude groß: Alle Dummies waren drin! Doch die größte Überraschung kam mit der Siegerehrung: Team M&M erreichte den 1. Platz mit 146 von 160 Punkten! Die Freude war überwältigend.

Ein besonderer Dank gilt den Richtern Iris Renner, Michael Renner, Ralf Ohletz und Daniel Perick, deren Fachwissen und Engagement den Stöffel-Cup zu einem hochkarätigen und spannenden Event machten. Auch die Sonderleiter Doris Wirth und Stephan Steidl, die vielen Helferinnen und Helfer sowie das traumhafte Frühlingswetter trugen dazu bei, diesen Tag unvergesslich zu machen.

Danke an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben – wir sind immer noch sprachlos vor Glück und Stolz!

                                                           Mario Utz mit Gundog’s Joice Levian

& Teampartnerin Marion Pödke mit Oakley of Hunterstone

Ein unvergessliches Wochenende beim 1.WT Stöffel-Cup der BZG 5 Main-Taunus

By Alle, Mitte, Workingtestberichte

Ein unvergessliches Wochenende beim 1.WT Stöffel-Cup
Nach der wohlverdienten Winterpause ging es für uns gleich mit einem echten Highlight ins neue Jahr: dem Stöffel-Cup am 21. und 22. März 2026 in Nistertal – und was für einem!
Am Samstag durfte ich mit meiner Alva vom Sagberg in der Fortgeschrittenenklasse starten – ihr allererster Start in dieser Klasse. Wer von uns beiden nervöser war? Definitiv ich. Alva hat das, wie so oft, deutlich cooler gesehen als ihr Frauchen.
Dass aus dem Wochenende dann noch mehr werden würde, hatte ich nicht erwartet. Dank des unglaublichen Engagements der Sonderleitung um Doris Wirth, Stephan Steidl und dem ganzen Team ergab sich kurzfristig die Möglichkeit, auch am Sonntag im Team FF zu starten. Vor Ort lernte ich Steffi mit ihrem Rüden FirGreen Dexter „Bond“ kennen – zwei völlig Fremde, kein gemeinsames Training, null Vorbereitung. Und trotzdem: Es hat einfach gepasst. Menschlich wie auch bei den Hunden. Manchmal ist das eben so.
Das Wetter spielte mit, die Stimmung war wunderbar, und das Gelände hätte schöner kaum sein können. Die Richter Detlef Henrich, Iris Renner, Michael Renner, Ralf Ohletz und Daniel Perick sorgten mit abwechslungsreichen, anspruchsvollen und fairen Aufgaben für einen tollen Workingtest. Die zwei Wasseraufgaben waren für mich persönlich das absolute Highlight – so etwas macht einfach Spaß!
Alvas Leistung am Samstag hat mich wirklich stolz gemacht. Mit 20, 8, 15, 19 und 18 Punkten hat sie konzentriert gearbeitet – und beim allerersten Start in der Fortgeschrittenenklasse gleich unter den Top Ten von 45 -Startern zu landen, kann sich mehr als sehen lassen.
Der Sonntag im Team war dann noch einmal etwas ganz Besonderes. Alva und Bond haben zusammengefunden, als hätten sie schon ewig miteinander gearbeitet. Dass uns in einer Aufgabe ein Dummy verwehrt blieb, hat ein bisschen geschmerzt – aber als wir am Ende auf den 3. Platz aufgerufen wurden, war das einfach nur noch pures Glück und große Freude.
Was ich aus diesem Wochenende mitnehme? Die Freude daran, sich auf Neues einzulassen, neue Menschen, neue Aufgaben. Dass Hundesport verbindet.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diesen Workingtest möglich gemacht haben – der Sonderleitung, den Richtern und den fleißigen Helfern im Hintergrund. Wir haben uns das ganze Wochenende ausgesprochen wohlgefühlt.
Und meine Alva? Die bekommt den allergrößten Kuss. Ich bin so unglaublich stolz auf dich, mein Mädchen.

Diana Ripp mit Alva vom Sagberg

Diana Ripp mit Alva vom Sagberg
+ Stefanie Müller-Bender

Warum heißt der Workingtest „Stöffel Cup“?

By Alle, Mitte, Workingtestberichte

Warum heißt der Workingtest „Stöffel Cup“?
Wir lernen es bei der Begrüßung. Der Stöffel ist die Basalt-Kuppe in der Nähe, der durch seinen intensiven Abbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts von seinen ursprünglich 500 m etliche Meter verloren hat, aber dadurch den Bewohnern dieser eher armen Gegend zu einem gewissen Wohlstand verhalf.

Unterhalb des Berges fließt die Nister über Kilometer mäandernd durch die Landschaft flankiert von Wiesen, kleinen Baumgruppen, Büschen. Mit anderen Worten: ein ideales Gelände für einen Workingtest. Am Samstag, 21.3.2026 durften hier die Anfänger und Fortgeschrittenen an den Start gehen. Am Sonntag waren dann die Teams A, F und O dran. Für das leibliche Wohl war gut gesorgt, auch nützliche Dinge und Andenken konnten erworben werden. Sogar ein Fotograf hielt jeden Teilnehmer fest. 47!!! Helfer sorgten mit den Richtern Iris und Michael Renner, Daniel Perick und Ralf Ohletz (und am Samstag auch Detlef Henrich) für die Aufstellung der Arbeitsaufgaben. Schnell waren die Gruppen an den Startpunkten angekommen und los ging es.
Die Aufgaben waren, ich spreche für die O Teams, nicht leicht. Aber wir haben unser Bestes an diesem Tag gegeben. Und wir hatten vor allem das, worauf es ankommt: einen wunderschönen Tag mit unserem Hund.
Teilnehmer können nicht wissen, welche Arbeit, wochenlang, monatelang, hinter einem solchen Ereignis steht. Aber durch das ambitionierte Orga-Team mit Doris Wirth & Stephan Steidl als SL, Wolfgang Müller als Reviergeber, Claudia Steidl, Sabine Müller & Tanja Helsper war es eine gelungene Veranstaltung.
Ich danke, und ich bin mir sicher, dies im Namen aller Teilnehmer sagen zu können, für ihre Arbeit und Engagement.
                            

O-Team Nr. 3 – Ingeborg Völker-Engler mit Carlings Dag vom Uthleder Berg,

Nicole Lixfeld und Claudia Nachtwey

 

Hopfencup

2. Holledauer Hopfencup in Pförring am 15./16. November 2025 (Bezirksgruppe Oberbayern)

By Süd, Workingtestberichte

Der Holledauer Hopfencup geriet schon bei der Premiere 2024 so fröhlich wie sein Name und machte Lust auf mehr. Für den zweiten seiner Art feilten die beiden Sonderleiterinnen Anja Jänicke und Katharina Blum noch an der Rezeptur: Zum Einzel-Workingtest am Samstag kam 2025 ein Teamtag mit gemischten Klassen am Sonntag.

„Wir wollten möglichst vielen Leuten die Gelegenheit zum Start geben“, meint Anja. Also zwei Tage statt einer – und zwei verschiedene Formen von Wettbewerb. Das besondere Erlebnis, im Dreierteam gemeinsam Aufgaben zu lösen, wollten die Sonderleiterinnen gerne bieten, aber ebenso die Möglichkeit für einen Einzel-Start.

Den Geschmack der WT-Freunde haben die Organisatorinnen mit ihrem Konzept getroffen. Es gingen reichlich Meldungen ein, die Klassen waren fix allesamt ge- bzw überfüllt. Je 20 Starter waren es im Einzel am Samstag, am Sonntag stellten sich elf Teams den Aufgaben.

Um das allgegenwärtige Helferproblem gar nicht erst aufkommen zu lassen, setzten die Sonderleiterinnen beim Einzel-WT aufs Schweizer Rezept: Alle Starter helfen in einer anderen Klasse, ohne Wenn und Aber. Auch das klappte am Ende reibungslos, wie der gesamte Ablauf. Das kam nicht von ungefähr: Hinter dem Cup in den Pförringer Hopfenfeldern steht ein sechsköpfiges Orga-Team, das von A wie Aggregat bis Z wie Zelt gemeinschaftlich alles zusammengetragen hat, was es braucht, um ein Event mit Wohlfühlcharakter auszurichten.

Die Richter Simone Hahn (Prüfungsleiterin), Francesca Lastrucci (IT), Mario Hickethier, Michael Brühl und Thano Keller gestalteten spannende Aufgaben im vielfältigen Gelände. Wie’s gelaufen ist, konnten die Starter am wärmenden Feuerkorb bei Suppe, Punsch und Kuchen diskutieren. Die Verpflegungsstation war dank vieler helfender Hände gut bestückt.

Die Siegerehrung fand am Samstagabend im Gasthof statt, wo’s dann auch mal ein Hopfen im Glas sein durfte. Die Sorge, dass so spät im Herbst das Licht nicht mehr reicht, damit alle WT-Teams ihre Markierungen noch fallen sehen, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet.

Der straffe Zeitplan hielt, auch am Sonntag fiel das letzte Dummy am frühen Nachmittag. Am Montag war noch ein Mocktrialtraining mit Simone Hahn und Mario Hickethier angesagt, das einen hoch spannenden Schlusspunkt setzte.

„Es war so eine schöne Stimmung, wie ich sie mir insgesamt für unseren Verein wünschen würde“, resümiert Anja.

Ergebnisse:

Klasse A: Gaby Vogel mit Wilyworker Amy (1), Ute Schiele mit Bernsteingucker Charlotte Gina (2), Konstanze Bachmaier mit Smilling Fellows Bendetta (3, JC)

Klasse F: Anja Jänicke mit Kornay Hunting Smokey Joker (1.), Robert Oelkers mit Woodrush Parker (2, JC), Cornelia Brinck mit Bouncy Bruno of Golden Cupcakes (3)

Klasse O: Volker Herrmann mit Chestnut Hunters Chip (1), Brigitte Hug mit Gawain von der Klifflinie (2), Kay Thiemig mit Amy vom Gutenbach (3)

Sieger Team:

  1. Verena Kern mit Golden shooting stars Brave Nala (A), Susanne Neuer-Dow mit Haugh of Glass vom Hofesaat (F), Stefan Berlips mit Chestnut Hunters Caya (O)

Auch der zweite Holledauer Hopfencup war ein voller Erfolg.

Hopfencup
Hopfencup

Holledauer Hopfencup: Bericht aus der Anfängerklasse

By Süd, Workingtestberichte

Der Holledauer Hopfencup ging in seine zweite Runde – und wir durften dabei sein.

Da wir eine längere Anfahrt hatten, reisten wir bereits am Freitagabend an und nutzten die Gelegenheit, uns direkt für den WT anzumelden. Das fand ich super, denn so sparte ich mir am nächsten Morgen Zeit und unnötigen Stress. Nach der Anmeldung gönnte ich mir ein Abendessen im Gasthof Paulus – in Neustadt an der Donau – und konnte dabei schon einige Starter sowie das Orga- und Richterteam kennenlernen. Die Stimmung war total entspannt, und ich hatte sofort das Gefühl, dass es ein richtig schönes Wochenende werden würde.

Am Samstag begann der Wettbewerbstag früh mit der Anmeldung der übrigen Starter und der Helferbesprechung. Dank des angebotenen Kaffees vor Ort war die Müdigkeit schnell verflogen. Die gute Organisation und die lockere Atmosphäre, die ich schon am Vorabend wahrgenommen hatte, war auch jetzt deutlich spürbar. Neu für mich war, dass die Klassen A, F und O alle am selben Tag starteten und sich gegenseitig in der jeweils folgenden Klasse als Helfer unterstützten.

Pünktlich um 8 Uhr startete das Richten der Anfängerklasse – und natürlich schossen Amy´s und mein Nervositätslevel sofort nach oben. Die Richter hatten spannende und abwechslungsreiche Aufgaben vorbereitet. Amy und ich arbeiteten uns konzentriert durch die Aufgaben, und trotz der Anspannung funktionierten wir als Team richtig gut. Ob bei der Fußarbeit, beim Markieren oder beim kleinen Treiben – Amy blieb dieses Mal sehr fokussiert und holte ein Dummy nach dem anderen. Am Ende hatten wir alle Dummies sicher in der Tasche, und ich war einfach glücklich, keine 0 bekommen zu haben.

Zum Entspannen blieb trotzdem keine Zeit, denn direkt im Anschluss war ich in der Klasse F als Helfer eingesetzt. Also schnell eine Runde mit Amy in die Felder, dann konnte sie im Auto etwas zur Ruhe kommen. Dank der durchgehenden Versorgung mit Essen und Getränken konnte ich mir schnell einen Kaffee holen und mich auf die Helferaufgaben vorbereiten, bevor es mit dem Richten der Klasse F weiterging.

Die Siegerehrung aller drei Klassen fand gegen 18:00 Uhr im Gasthof Braun in Mindelstetten statt. Die Atmosphäre war großartig und die Stimmung locker. Nach einer kleinen Rede durch die Sonderleiterin Anja Jänicke und ein paar netten Worten der Prüfungsleiterin Simone Hahn und Richterin Francesca Lastrucci wurde es ernst – und ich konnte es kaum fassen: Amy und ich hatten den 1. Platz gemacht! Meine Freude war riesig, und mir fehlten die Worte, um zu beschreiben, wie glücklich mich dieser Sieg gemacht hat. Es war unsere allererste Platzierung, was diesen WT für mich zu etwas ganz Besonderem machte.

Insgesamt war es für mich ein wunderschöner, emotionaler und perfekt organisierter Wettkampftag, der mir in bester Erinnerung bleiben wird. Auch das neue Helfersystem nach Schweizer Vorbild funktionierte hervorragend: Die Klassen unterstützten sich gegenseitig, wodurch der Ablauf entspannt blieb und das gesamte Event von einem harmonischen Miteinander geprägt war. Trotz drei zu richtender Klassen lief alles zügig und bestens organisiert.

Ich möchte mich beim gesamten Orgateam, bei allen Richtern und natürlich bei allen Teilnehmern bedanken. Eurer Vorbereitung, eurer Arbeit, eurer Freundlichkeit und dem absolut herzlichen Miteinander haben wir es zu verdanken, dass dieser Tag so schön geworden ist.

Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Runde des Holledauer Hopfencups!

Gaby Vogel

Hopfencup

Gaby Vogel holt mit ihrer Amy beim Hopfencup 2025 den Sieg.

Franken Cup 2025 in Mühlhausen

By Süd, Workingtestberichte

Franken-Cup 2025 in Mühlhausen

Bei sehr herbstlichem Wetter fand am 4. und 5. Oktober zum zweiten Mal der Franken-Cup statt.

Unter der Sonderleitung von Christine Müller war alles super organisiert.Trotz der steifen Brise und den immer näher rückenden Regenwolken war die Stimmung gut, und man merkte gleich: Hier kannte man sich.

Ich hatte mich sehr auf unseren „Heim-WT“ gefreut und muss im Nachhinein sagen: Selten haben mir WT-Aufgaben so viel Spaß gemacht, wie in diesem abwechslungsreichen Gelände, das von den Richtern toll genutzt wurde. Günther Kohler, Maarit Saarinen, Maria Kacsalova, Paul David Toal und Ari-Pekka Fontell haben uns sicher nichts geschenkt, aber es wurde sehr fair abgefragt, was ein Hund/Mensch-Team in der Anfänger-, bzw. Fortgeschrittenen-Klasse können sollte (da ich kein Teilnehmer in der Offenen Klasse war, kann ich nur für die A und F sprechen).

Der Samstag fing mit dem Richten der Offenen Klasse an, in der 21 Teilnehmer an den Start gingen und zehn Teams bestehen konnten. Herzlichen Glückwunsch an die Platzierten Christel Meßthaler mit „Bolle vom Rappenhansl“ (3.Platz), Ines Senghaas mit „Phoebe’s Black Dolphins Dazzling Pearl“, Andrea Graf mit „Mountain Sight Beltaines Fenja“ (1.Platz) und Stefan Berlips mit „Chestnut Hunters Caya“ (Judges Choice und 4.Platz).

Am Nachmittag ging es dann für 29 F-Teams ins Feld, bzw. in den Wald. Wir begannen im Sonnenschein unsere Jacken auszuziehen, aber wehe dem, der sie ernsthaft wegpackte! Wir sollten an dem Nachmittag noch einiges an herbstlichem Aprilwetter zu spüren bekommen…

Hut ab an die Richter und Helfer, die am Ende auch bei Starkregen und gleichzeitigem Sturm noch ihre Stellung hielten. Mein Hund wollte in der letzten Aufgabe eigentlich nur noch ins Auto, und ich habe mich gefragt, ob man die Markierung überhaupt noch fliegen sehen kann vor lauter Wasser, das da vom Himmel peitschte.

Aber erst einmal ging es harmlos los. Die Aufgaben in Feld-Wald-Wiese waren anspruchsvoll, aber gut machbar, wenn man einen Hund hatte, der auch in etwas unübersichtlicherem Gelände und höherem Bewuchs gut markieren und selbstständig einen gewissen Suchenbereich halten konnte oder entsprechend führig und gehorsam war.

Büsche, hoher Klee, eintönige Wiese, Totgras, Dornen, Gräben und halt einfach ein sehr schöner, lebendiger Wald …den Hunden und uns wurde sicher nicht langweilig. Bei Günther Kohler in der Teamaufgabe mussten unsere vierbeinigen Partner auch manchmal etwas mehr Geduld beweisen, da mancher Hund des anderen Teams durchaus etwas länger brauchte, bis er eines der vier Dummys aus dem Treiben wiederfand.

In allen Aufgaben gab es beschossene Blinds und/oder Markierungen, aber durch die sehr unterschiedliche Nutzung des Geländes blieb es immer interessant und abwechslungsreich. Letztendlich konnten sieben Teams alle fünf Aufgaben erfolgreich bestehen.

Über den 3. Platz freute sich Grit Zimmermann mit „Kamala’s Kona von Bauernhirschtal“, der 2. Platz ging an Nicola Jaschik mit „Gryma aus dem Habichtsreich“ und „Akira vom Salgenholz“ und ich durften den Judges Choice und Siegerpokal mit nach Hause nehmen.

Der Sonntag galt allein der Anfängerklasse. 31 Teams gingen an den Start, und ich fand es wieder toll, wie die Richter die Dummybasics in unterschiedliche Aufgaben verpackten und Fußarbeit, Steadyness, das Apportieren an sich und Markierfähigkeit auf teilweise einfallsreiche Art abfragten.

Da tat sich bei dem einen oder anderen noch ein bisschen Übungsbedarf auf, denn nur zehn Teams konnten alle Aufgaben bestehen. Auch ich war mit meinem jungen Hund darunter, der gleich in der ersten WT-Aufgabe seines Lebens eines der beiden Dummys leider nicht finden konnte. Dafür habe ich mich bei der Siegerehrung umso mehr gefreut!

Den 3.Platz gönne ich aus ganzem Herzen Silvia Barnickel mit „Kamala’s Izy von Bauernhirschtal“. Der 2.Platz ging an Manuela Steller mit „Keylam-Phillas of XanXenia“, herzlichen Glückwunsch. Und zu ihrer großen Überraschung und meiner großen Freude konnte Katja Bechthold mit „Wildberry Ashes of St. Helens“ die Anfängerklasse gewinnen. Der Judges Choice ging an Sally Geitner mit „Von der Mohnenfluh do it Dash“!

Am Ende dieses Wochenendes hatte sicher jeder Beteiligte, egal ob Helfer, Teilnehmer, Sonderleitung, Orga oder Richter das Gefühl, richtig was geschafft zu haben ….und wir wissen wieder, wie wichtig wetterfeste Kleidung in unserem geliebten Dummysport ist.

Der dritte Franken-Cup ist für nächstes Jahr bereits geplant, und ich bin auf jeden Fall wieder gerne mit dabei!

Anne Bezdicek mit Akira vom Salgenholz und Purplemooors Xsara

Die Sieger der offenen Klasse (oben) der Anfängerklasse (mitte), der Fortgeschrittenenklasse und der Richter (unten)

Fotos: Christine Müller (F und O), Andrea Zeitler (Anfänger), Grit Zimmermann (Richter)

WT Kerkerbach 2025 der LG Mitte

By Mitte, Workingtestberichte

Nachlese WT Kerkerbach 2025

WT Am Kerkerbach der 5. ist Geschichte. Und was für eine, denn diesmal hat es uns so richtig erwischt:
– Wetter Sch…: nass mit 2-3 Regengüssen, wobei die Richter weiterarbeiteten (für viele Hunde ein Novum bei prasselndem Regen das Dummy zu holen).

Eine Teilnehmerin schrieb in ihrer Dankesmail, der Wettergott hätte Tränen gelacht, naja, trotz des positiven Denkens, hätten es ruhig ein paar weniger Tränen seien können aus unserer Sicht

– Parkplatz für Hundebetreuung: durch Holzabraum kaum nutzbar

– Parkplatz allgemein: kurzfristig mit einer riesigen Buche belegt (GsD hat der Besitzer der Wiese es geschafft, zumindest die Baumkrone beiseitezuschaffen)

– Am Freitagabend Hinweis vom Landwirt, dass ggf. der Mais morgen geerntet werden könnte (hat sich auch GsD nicht bestätigt – war wohl zu nass

– Stellplatz der WoMos am Sportplatz waren nicht mehr gratis, aber dank unserer „Ball-Spende“ dann doch noch möglich

– Und: viele Absagen sowohl bei den Startern als auch bei den Helfern, die Grippe hatte voll zugeschlagen.

Aber es war dennoch ein tolles Wochenende. Die Stimmung war trotz aller Widrigkeiten klasse, die Richter hatten sich anspruchsvolle, aber machbare Aufgaben überlegt, die dann nach einer „Schnapp-Atmung“ doch oft einwandfrei erledigt werden konnten.
Und ein Highlight war definitiv das diesjährige Helfer-Geschenk: ein orangefarbenes Halloween-Dummy, das so hervorragend zu unserem Motto passte. Ein großes Dankeschön an Susan von Mario’s Dog Shop. Es gab nur strahlende Gesichter bei der Übergabe an die Helfer, seht selbst.
Durch den Helfer-Ausfall waren wir vorne bei der Anmeldung etwas knapp an Manpower – aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und letztendlich kamen noch einige helfende Hände beim Aufräumen am Sonntag hinzu. Ich sage nur danke-danke-danke.

Und nochmals danke für euer „sauberes“ Verhalten. Beim Spaziergang am Montag war aber auch nicht ein Krümelchen Abfall zu entdecken. Alles so, wie wir es vorgefunden hatten. Ihr seid klasse!

Ich glaube, dann steht einem WT Am Kerkerbach 2026 nichts im Wege. Wir freuen uns auf jeden Fall auf ein Wiedersehen mit euch Allen. Herzlichst eure Doris

Hier der Link zu den Fotos. https://photos.app.goo.gl/Vo1tabrNZ7Pn9XpWA

DRC Finale 2025 - Sieger F

DRC-Workingtest-Finale 2025 auf Schloss Wissen

By Workingtestberichte

Das Wochenende 11./12. Oktober war in diesem Jahr für viele Dummysportbegeisterte ein ganz besonderes, denn die erfolgreichsten Teilnehmer der letzten WT-Saison kamen zusammen, um sich an diesen beiden Tagen den Aufgaben des internationalen Richterteams zu stellen.

Der Austragungsort des diesjährigen Finales gab allen das Gefühl, an etwas Bedeutsamen teilzuhaben, denn man stand nicht, wie gewohnt, auf einer Wiese vor mobilen Pavillons, sondern in einem Schlosshof, den man zuvor über eine Schlossbrücke erreicht hat, nachdem man an wunderschönen Gebäuden und einem Teich vorbeigelaufen ist. Am Samstagmorgen, als die meisten von uns zur Anmeldung liefen oder sich als Helfer meldeten, lag alles noch im Dunkeln und man konnte nur erahnen, wo man nun dieses Wochenende, auf das der eine mehr oder weniger lange hingefiebert hatte, verbringen würde. Spätestens bei der Begrüßung fühlte vermutlich jeder ein bisschen mehr Feierlichkeit als üblich.

Ich persönlich hatte mich am meisten auf die vielen bekannten Gesichter gefreut, die man viel zu selten im Jahr sieht und mit denen man eine Leidenschaft teilt, die im normalen Alltag nicht von jedem verstanden wird. Hier war man sich einig, dass wir die besten Hunde, die tollste Hundearbeit und sowieso das schönste Hobby der Welt haben und das wohlwollende Miteinander fand ich schon besonders. In der Anfänger- und in der Offenen Klasse gingen jeweils 51 Teams an den Start, in der Fortgeschrittenen Klasse waren wir 39 Teilnehmer.

Nach der Begrüßung durch Britta Stempniewicz und Vorstellung des Richterteams, das aus Heike Reichelt (PL), Rainer Scesny, Herman Jeske, Caroline Koch, Francesca Lastrucci, Werner Haag, Paul O’Brien, Miso Sipola und Michael Brühl bestand, konnten wir uns alle erst einmal richtig warmlaufen, denn die landwirtschaftlichen Güter waren so weitläufig, wie es sich für ein richtiges Schloß gehört. Am zweiten Tag überlegte man schon etwas genauer, was man wirklich mitschleppen musste und was vielleicht doch nicht so dringend gebraucht wurde.

Da alle drei Klassen mit jeweils drei Richtern und vier Aufgaben parallel stattfanden (ein Hoch auf die Organisationskunst der Sonderleitung!), war einiges an Gelände von Nöten, um so viele Starts gleichzeitig möglich machen zu können. Auch für die Doppelstarter, die in A und O oder F und O teilnahmen, war es möglich, beide Klassen in einem ähnlichen Zeitrahmen zu schaffen, wie wir, die in „nur“ einer Klasse starteten.

Dank der Niers, die sich irgendwie überall entlangschlängelte und der vielen Streifen mit Brachland, Hecken, Wiesen und Wald hatten wir in den Aufgaben sehr abwechslungsreiches Gelände und die Strömung des Flusses wurde gerne genutzt, um die Aufgabe doch noch ein bisschen anspruchsvoller zu machen.  Insgesamt waren unsere F-Aufgaben, die uns am Samstag von Caro Koch, Werner Haag und Paul O’Brien gestellt wurden, so angelegt, dass der Hund viel selbständig arbeiten durfte und auch seine jagdlichen Fähigkeiten zeigen konnte.

Bei drei Richtern pro Leistungsklasse waren die einzelnen Teilnehmer-Gruppen natürlich recht groß und Geduld vor und zwischen den Aufgaben war eine notwendige Tugend an diesen beiden Tagen. Aber Fachsimpeln (wo liegen die Schwierigkeiten der Aufgabe, wie geht man sie am besten an?) und Gespräche unter Gleichgesinnten verkürzten zumindest uns Menschen die Wartezeit, und da einer der Richter eine Doppelaufgabe hatte, die wir gleich hintereinanderweg arbeiten konnten, waren wir an beiden Tagen doch recht zügig fertig und hatten so die Möglichkeit, noch in der Offenen Klasse etwas zuzuschauen.

Am Abend konnte jeder, der wollte und sich dafür angemeldet hatte, an der Abendveranstaltung teilnehmen. Es gab ein Grillbuffet, bei dem sicher für jeden Geschmack etwas dabei war. Im Anschluss wurden die Top Teams des Tages bekannt gegeben. Jeder Richter durfte ein Team benennen, das ihm in seiner Aufgabe am besten gefallen hat. Das ist natürlich ein sehr begehrter Preis, der bei den jeweiligen Teilnehmern sehr große Freude ausgelöst hat und für den einen oder anderen ein dickes Trostpflaster für eine Null in einer anderen Aufgabe war! Leider sind nicht alle Gewinner eines „Top-Team“-Dummys bei der Abendveranstaltung anwesend gewesen, so dass wir dann bei der Begrüßung am Sonntag noch einmal gespannt sein konnten, wer z.B. von Rainer Scesny oder Paul O’Brien ausgewählt wurde. Da das WT-Finale sehr viele und sehr großzügige Sponsoren hatte, konnten alle Anwesenden zwei Lose für eine Tombola kaufen, bei der wirklich tolle und gut zu gebrauchende Preise zu gewinnen waren. Und auch, wenn man nicht zu den Glücklichen gehörte, deren Nummer gezogen wurde, der Unterhaltungsfaktor dieser Auslosung war auf jeden Fall sehr hoch! 🙂

Am Sonntagmorgen standen wir dann wieder hoch motiviert in den Startlöchern und waren gespannt, welche Richter wir an diesem Tag in welchem Gelände haben würden. Die Fortgeschrittenen waren nun bei Heike Reichelt, Miso Sipola und Francesca Lastrucci im gestrigen Gelände der Offenen Klasse, was uns schon ein bisschen mit Ehrfurcht erfüllte, denn das bedeutete viel hohe und weite Wiese…und vor allem Miso Sipola hatte gestern in der O dafür gesorgt, dass wir heute etwas „Angst“ vor seiner Aufgabe hatten. Aber die Aufgabe war dann wirklich schön. Schön anspruchsvoll, schön anders und der Hund durfte schön selbst hunten, da die Markierung so fiel, dass der Hund außer Sicht war, wenn er seinen Job richtig machte. Es war unsere letzte Aufgabe des gesamten WTs und mir fiel ein ganzer Felsbrocken vom Herzen, als mein Hund mir das letzte Dummy in die Hand gab! Am Morgen bei Francesca Lastrucci in der Doppelaufgabe lief alles gut, bei Heike, die eine tolle Mocktrial-ähnliche Teamaufgabe kreiert hatte, holte Akira die beiden Dummys sehr sicher rein und nun hätten wir es nur noch in der letzten Aufgabe verbocken können. Ich war meiner Hündin so dankbar, dass sie bis zum Schluss ihre volle Konzentrationsfähigkeit aufrecht erhalten hatte und wir auch aus der letzten Aufgabe noch mit einem guten Gefühl herausgehen konnten.

Und nun hieß es warten. Da die F deutlich weniger Starter hatte als A und O, konnte man noch ein bisschen bei deren Aufgaben zuschauen oder im Schlosshof  bei Bockwurst oder Kuchen und Kaffee zusammensitzen oder an den aufgebauten Ständen von Dog & Field und einiger Leinen-Manufakturen sein Geld in neuem Equipment anlegen. Die beiden Fotografinnen Ruth Benger und Anja Michels, die auch in den Aufgaben tolle Erinnerungen festhielten, erfüllten noch ein paar fotografische Wünsche, wofür die Schlossbrücke eine beliebte Location war.

Als der Schlosshof sich dann immer mehr füllte und offensichtlich Starter, Helfer und Richter allesamt wieder aus dem Gelände zurückgekehrt waren, merkte man, wie die Spannung so langsam stieg. Müde und mehr oder weniger zufrieden über die eigene Leistung warteten alle auf die große Auflösung, wer mit den bereits aufgebauten Pokalen und zahlreichen Preisen letztendlich nach Hause gehen durfte. Mit Sicherheit hatte die Sonderleitung nun mächtig Stress und die Zeit verging für sie viel zu schnell …während sie für uns stehengeblieben zu sein schien.

Und dann, wenn man es schon nicht mehr glauben kann, geht es natürlich doch noch los. Heike richtete noch ein paar bewegende Worte an uns als Gemeinschaft, die doch als oberstes Ziel hat, ein wunderschönes Hobby mit unseren Retrievern ausüben zu können. Den Helfern wurde mit einer eigens und namentlich für sie gepackten Geschenktüte gedankt! Da wurde einem nochmal so richtig bewusst, wie viele Menschen dazu beigetragen haben, dass wir an diesem Wochenende in diesen insgesamt 24 Aufgaben stehen konnten.

Dann wurde es für die Teilnehmer der Anfängerklasse spannend! 29 Teams hatten alle Aufgaben erfolgreich gelöst. Die Top 10 wurde von Platz 10 aufwärts nach vorne gebeten, um sich ihre wohlverdiente Urkunde und ihren Applaus abzuholen, was immer ein sehr bewegender Moment ist und man sich einfach nur mitfreuen kann. Ein riesen Applaus ging natürlich an die Top 3: Regina van der Linde mit „Jinkster Albus“ (3.Platz), Thorsten Helmrath mit „Rebel Blend Jambo“ (2.Platz) und  Siegerin Anja Jänicke mit „Kornay Hunting Smokey Joker“!

Jetzt war es für uns F-Starter soweit, und die Spannung stieg bei jedem der 15 Teilnehmer, die ohne Null durch die Aufgaben gekommen sind. Man hatte in den zwei Tagen viel Zeit miteinander verbracht und auch manchen Hundeführer neu kennengelernt, so dass man sich für jeden, der innerhalb der ersten 10 Plätze aufgerufen wurde, sehr freute. Die Tatsache, dass ich hier nun diesen Bericht schreiben darf, liegt natürlich darin begründet, dass wir in dieser Top 10 weit vorne mit dabei sein konnten. Man kennt seine Punkte nicht, man schätzt sich selbst natürlich ein und weiß, dass sein Hund doch meist einen guten Job gemacht hat, aber wenn Name für Name vorgelesen wird und man einfach nicht dabei ist, dann wird man doch ziemlich unruhig. Und wenn der erhoffte 3. Platz an Doris Albrecht mit „Silva Nigra Labrador Byleist“ geht und für den 2. Platz die persönliche Favoritin Anne-Marie Viereckl mit „Glengad Elsi“ aufgerufen wird (Herzlichen Glückwunsch, Euch beiden!!!), dann muss man doch realisieren, was man am Samstagmorgen nicht zu hoffen gewagt hatte: Akira hatte doch tatsächlich die meisten Punkte gesammelt, bzw. die wenigsten verloren. Leider sitzen bei mir die Tränen der Überwältigung immer ziemlich locker und ich war wirklich sehr überwältigt…  Vielen Dank für Eure Glückwünsche und die zahlreichen Preise und überhaupt, dass wir so etwas miterleben durften. Es war wirklich toll in der Fortgeschrittenen-Klasse und ich werde sie vermissen!

Nun aber zu den Gewinnern der Offenen Klasse, die in dieser Veranstaltung ganz besonders anspruchsvoll war! Jeder der 14 erfolgreichen Teilnehmer, die ohne Null durch alle Aufgaben gekommen sind, konnten mächtig stolz sein. Einen tosenden Applaus bekamen letztendlich Sybille Wasmuth mit „Quick Steppers Kalle“ für den 3. Platz, Elisabeth Bölter mit „Graceful Star Aquin“ für den 2. Platz und als Sieger der Offenen Klasse wurde Volker Herrmann mit „Chestnut Hunters Chip“ gefeiert. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!!!

Ich denke, jeder konnte sehen und spüren, wieviel Herzblut das Orga-Team, bestehend aus Britta Stempniewicz, Nicole Lübbering, Yvonne Gaerber und Katrin Bücker in diese Mammut-Veranstaltung gesteckt haben und man kann nur erahnen, wie viel Zeit, Energie und Wissen in die Vorbereitung und Durchführung investiert werden musste. Ich kann nur danke sagen, dafür dass ihr diese Anstrengung auf Euch genommen habt. Denn es war wirklich ein ganz besonderes Wochenende!

Anne Bezdicek mit Akira vom Salgenholz