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Silke Hohmann

Clauert Cup am 22./23.08.26 der BZG Berlin Brandenburg – Berichte der Klassen A, F u. O

By Ost, Workingtestberichte

Clauert Cup 2026 – Anfängerklasse

Der Clauert Cup ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein fester Bestandteil der Workingtest-Saison. Ein Workingtest mit Tradition – und damit sicherlich für viele von uns ein Ort, der nicht nur mit sportlichen Erlebnissen, sondern auch mit ganz persönlichen Erinnerungen an frühere Hunde und Teampartner verbunden ist.

Auch für mich hat der Clauert Cup eine ganz besondere Bedeutung: 2015 besuchte ich hier mit Grille meinen allerersten Workingtest. Damals hätte ich wohl kaum ahnen können, welche Reise damit für mich beginnen würde, wohin sie mich führen und wie sehr der Retrieversport mein Leben in den folgenden Jahren prägen würde.

Umso schöner war es, in diesem Jahr wieder dabei zu sein – diesmal mit Frida, die beim Clauert Cup ihren ersten Workingtest gemeinsam mit mir bestritt.

Uns erwarteten sehr schöne und absolut klassengerechte Aufgaben für die Anfängerklasse. Die Basics wurden gründlich und auf unterschiedliche Weise abgefragt, ohne dabei den Charakter einer Anfängerprüfung aus den Augen zu verlieren. Für mich genau die richtige Mischung: fair, anspruchsvoll und passend zum Ausbildungsstand der Hunde.

Frida und ich hatten vom ersten bis zum letzten Dummy einfach viel Freude miteinander. Sie hat konzentriert gearbeitet, wir haben uns als Team sehr gut angefühlt – und am Ende durften wir uns über den Sieg in der Anfängerklasse mit 98 von 100 Punkten freuen. Ein Ergebnis, über das ich mich natürlich riesig freue, aber fast noch schöner war das Gefühl, wie gut unser erster gemeinsamer Start funktioniert hat.

Und eine kleine Besonderheit am Rande macht diesen Erfolg für mich noch schöner: Frida tritt damit ein wenig in die Fußstapfen ihrer Vorgängerinnen. Bereits 2021 konnte Charlotte die Anfängerklasse beim Clauert Cup gewinnen, 2024 gelang dies Elsi – und nun, 2026, durfte sich auch Frida in die Siegerliste eintragen.

Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Organisationsteam, die Richterinnen und Richter und natürlich an all die vielen Helferinnen und Helfer, ohne die ein solcher Workingtest nicht möglich wäre. Es steckt viel Arbeit, Zeit und Engagement hinter einer solchen Veranstaltung – und genau das verdient große Anerkennung.

Für mich war dieser Clauert Cup damit in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes: ein bisschen Erinnerung an die Anfänge mit Grille, ganz viel Freude über Frida und vielleicht auch der Beginn eines neuen gemeinsamen Kapitels.

Anne-Marie Viereckl mit Sagnlandets Black Velvet Rooster

 

Platzierte Clauert Cup Anfängerklasse – Foto: Franziska Neider

 

 

Clauert Cup 2026 – Fortgeschrittenenklasse 

Berlin ist immer eine Reise wert – ganz besonders, wenn der Clauert Cup stattfindet. So ging es auch in diesem Jahr für mich und meine Labrador Hündin Bonny aus Hamburg Richtung Trebbin.

Morgens noch ein kurzer Regenschauer, dann angenehme 15 Grad und sogar die Sonne zeigte sich gelegentlich. Perfektes Prüfungswetter! Die Richter Maria Crepaz, Anja Möller, Frank Hermansen und Rainer Scesny hatten sich fünf spannende und anspruchsvolle Aufgaben in dem abwechslungsreichen Gelände, das mit Wald, Wiese, Wasser alles bietet, was das Retriever Herz begehrt, überlegt. Es gab zwei Aufgaben am Wasser und zwei Aufgaben, bei denen jeweils mit zwei Teams gearbeitet wurde.

Dank der perfekten Organisation waren die Wartezeiten kurz und schon bald hatten alle Starter die Aufgaben durchlaufen. Schnell stand fest, es gibt ein Stechen. Ich war sehr zufrieden mit unserer Arbeit, aber nachdem drei Hunde fürs Stechen aufgerufen worden waren und wir nicht dazu gehörten, habe ich meinen Hund ins Auto gebracht, um den anderen zuzusehen. Die Markierung wurde von allen drei Hunden gut gearbeitet.

Erst bei der Siegerehrung stellt sich heraus, um welchen Platz gestochen wurde. Der dritte Platz wurde nach Stechen vergeben, der zweite Platz nach Stechen – für mich war klar – es wurde wohl um den ersten Platz gestochen. Aber dann – ich konnte es nicht fassen – 1. Platz mit 93/100 Punkten Young Spirit My Bonny.

Wir hatten den Clauert Cup gewonnen! Ein riesiges Dankeschön an das gesamte Orga-Team, vor allem natürlich an Franziska und Andrea, die Richter, Helfer, Sponsoren und die Reviergeber. Berlin ist immer eine Reise wert – wir freuen uns aufs nächste Jahr.

Barbara Seeland mit Young Spirit My Bonny

 

Platzierte Clauert Cup Fortgeschrittenenklasse – Foto Franziska Neider

 

 

Clauert Cup 2026 – Offene Klasse

Der diesjährige Clauert Cup fand am 23.08.26 im sehr abwechslungsreichem und tollem Gelände in Trebbin statt. Alles war perfekt und liebevoll von Andrea Schreiber und Franziska Neider organisiert – angefangen bei den schönen Startnummern über das Catering und bis hin zu den Sponsoren, die wirklich tolle Geschenke gesponsert hatten. Dankeschön dafür!

Danke auch an die zahlreichen Helfer, an Familie Schneller und an Familie Affeld für das Gelände und an die Richter: Rainer Scesny (Prüfungsleiter) (D), Maria Crepaz (D), Frank Hermansen (NOR), Anja Möller (D) für die schönen Aufgaben.

Aufgabe 1

Walk up mit zwei Hunden auf einer großen Brachwiese mit teilweise hüfthohem Bewuchs. Jeder Hund bekam abwechselnd, je rechts und links, ein kürzeres und ein längeres Mark. Auch wenn die Distanz nicht sehr weit war, kurz ca. 30-40 m, lang ca. 60-70 m, war es durch den hohen Bewuchs und kaum Wind sehr anspruchsvoll.

Aufgabe 2

Es fiel ein Doppelmark, das erste von links nach rechts in ca. 35 – 40 m in dichten, höheren Bewuchs. Das zweite Mark fiel von rechts nach links in ca. 60 – 70 m Entfernung.

Das erste Mark war zu arbeiten, während der Hund auf dem Rückweg war, wurde das hintere linke Mark aufgehoben, was der Hund nicht gesehen hat. Der Hund musste dann ein Blind in gerader Linie, zwischen den beiden Markstellen hindurch, arbeiten. Die hintere Markierungsstelle war ca. 2-3 m neben der Lauflinie zum Blind, welches sich in ca. 90 m Entfernung befand.

Aufgabe 3

Es standen zwei Hunde ca. 10 m von der Uferkante eines Sees entfernt, diese war mit Büschen und Bäumen bewachsen. Es vielen ca. 8 – 9 Schüsse, immer mit ca. 20 Sekunden Pause dazwischen, was den Hunden viel Standruhe abverlangte. In der gesamten Zeit fielen je zwei Dummys ca. 10 m weit und ca. 50-60 m weit ins Wasser. Diese waren für die Hunde sehr schwer bis gar nicht zu sehen. Des Weiteren noch zwei Marks, links von uns an Land. Diese wurden aber nicht gearbeitet.

Im Anschluss an das Treiben, wurde abwechselnd von jedem Hund ein kurzes und ein langes Mark aus dem Wasser gearbeitet.

Aufgabe 4

Doppelmarkierung in einer Linie hangaufwärts im gut bewachsenen Wald in ca. 50-60 m und ca. 90-100 m Entfernung. Für den Hund waren die Markierungen schwer zu sehen, da der Hund vor einem kleinen Hügel saß.

Aufgabe 5

Unbeschossenes Blind in diagonaler Linie im Wasser in ca. 50 m Entfernung. Die Uferkante war gesäumt von Büschen und Bäumen.

 

Es waren schöne Aufgaben in einem kleinen Starterfeld von 23 Startern und die Stimmung untereinander war sehr harmonisch und kameradschaftlich. Bei der Siegerehrung war meine Freude riesig groß als mein vierbeiniger Teampartner Dundee und ich zum 1. Platz mit „vorzüglich“ aufgerufen wurden.

Es flossen meinerseits auch ein paar Freudentränen, weil dies bedeutete, das Dundee nun alle Voraussetzungen für den Titel „DRC-Arbeitschampion“ erreicht hat.

Herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz an Astrid Hillemeier mit Charming Power Duke und zum 3. Platz an Silke Lahme mit Muschelsucher Ginevra.

Marion Thäle mit Summerfields Dust Dundee

 

Platzierte Clauert Cup Offene Klasse – Foto: Andrea Schreiber

 

Wesenstests und Formwertprüfung in der BZG Leipzig

By Ost

Schöne Hülle, toller Kern …

Wesenstests und Formwertprüfung am 13.+14.06.2026 in Güsten

 

Ein zweitägiges Prüfungswochenende liegt hinter uns, wir blicken auf zwei Tage mit tollen Hunden, voller neuer Erfahrungen, Freude und auch Anstrengungen.

 

Am Samstag und Sonntag stellten sich insgesamt 16 Hunde mit ihren Führern dem Wesenstest und am Sonntag ließen sich 9 Hunde beim Formwert prüfen. Die Richterin für den Wesenstest Wibke Gindler und der Richter Nico Kersten für den Formwert sorgten mit ihrer Kompetenz und freundlichen Art für einen reibungslosen Ablauf und etwas Beruhigung bei den Teilnehmern.

 

Beim Wesenstest konnten alle Hunde retrievertypisches Verhalten zeigen. So gab es viele zufriedene Gesichter und vielleicht auch die ein oder andere neue Erkenntnis über den eigenen Hund. Denn so ein fachkundiger Blick und Beurteilung ist immer auch interessant. Besonders auch wenn mehrere Wurfgeschwister Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeigen.

 

Die Teilnehmer fieberten miteinander mit und standen sich gegenseitig als Helfer zur Verfügung. Sogar die geforderte Männerquote (notwendig für den Ablauf) konnte fast durch die Teilnehmer gedeckt werden.  Die Sonderleiterinnen Kristina Höhne und Susanne Wagner wurden tatkräftig durch Jan Höhne und Dr. Bernhard Wagner unterstützt, danke dafür. Auch an Susan Jendrny und unsere V1 Jennifer Elskamp geht ein dickes Danke für alle Hilfe und Unterstützung der „neuen“ Sonderleiterinnen hinter den Kulissen.

 

Meine erste Sonderleitung eines Formwertes hatte so manche Überraschung zum Lernen dabei. Besonders gefiel mir die Vielfalt der vorgestellten Retriever, so konnten wir eine bunte Mischung aus Golden, Labrador, Toller und Curly begrüßen. Von Nico Kersten konnte ich viel lernen und meinen Blick auf das Erscheinungsbild, den Bewegungsablauf und das Wesen der Hunde weiter schärfen. Für die meisten Hunde war das Auslesen des Chips, das Messen mit dem Körmaß , das ruhige Präsentieren und das Laufen im richtigen Tempo kein Problem. Auch hier gilt, Übung macht den Meister.

 

Wir drei Sonderleiterinnen sind mit allem sehr zufrieden, für die Sonderleiter Neulinge Susanne und mich gab es viel zu Lernen und die eine und andere Sonderlocke zu klären. Ich kann nur jeden ermutigen, diese Erfahrung als Sonderleitung oder Helfer mal zu machen, es macht ganz viel Spaß, man schult sein Auge und den Blick auf die Dinge und man kann prima netzwerken.

Katja Waldbauer

 

*Foto Wesenstest von Jennifer Elskamp, Foto Formwert von Katja Waldbauer*

Wasserseminar in Trebbin am18./19.Juli 2026

By Ost

Wassertrainingstage in Trebbin am 18./19. Juli 2026 mit Jens Affeld und Astrid Hillemeier

 

Schon im letzten Jahr hat unsere BZG diese Trainingstage angeboten und die Resonanz war sehr positiv. Umso dankbarer sind wir, dass sich Jens und Astrid auch in diesem Jahr bereit erklärt haben, ihr Wissen und ihre Trainingsideen weiterzugeben.

Die ganze Woche davor zeigte das Wetterradar für das Wochenende stürmisches, regnerisches Wetter voraus. Der Wettergott war gnädig. Es war nur etwas windig und die Temperaturen für den Sommer fast schon zu kühl, aber fürs Training perfekt.

In unseren Trainingsgruppen (jeweils 6 Mensch-Hund-Teams) ging es fröhlich und harmonisch zu. Jens und Astrid hatten sich unterschiedliche Trainingsgebiete gesucht, die Gruppen haben die Trainer jeweils nach 2 Stunden getauscht.

Bevor es richtig losging, wurde kurz der Ausbildungsstand abgefragt, so dass auf jedes Team, wenn nötig, individuell eingegangen werden konnte. Die Hunde hatten zwischen den Aufgaben genug Zeit, sich zu erholen und konnten sich bis zum Schluss in jeder Aufgabe gut konzentrieren.

Am Samstag haben wir uns im Anschluss noch gemütlich zusammengesetzt. Jeder hatte eine Kleinigkeit mitgebracht. Verrückt, aber es gab nichts doppelt und es war ein super leckeres, abwechslungsreiches Buffet. Die Kuchenreste haben dann den Sonntag abgerundet.

Uns haben diese beiden Tage ein ganzes Stück weitergebracht. Nicht Jeder hat die Möglichkeit, seinen Hund eine lange Strecke über Wasser zu schicken und kombinierte Aufgaben am Wasser zu arbeiten. Ein kleinschrittiger Aufbau hat jeden Hund zum Erfolg geführt.

Liebe Astrid, lieber Jens, vielen lieben Dank für eure Zeit und das schöne Training.

Die Bilder sprechen für sich.

Bild 1 Wassertraining, Foto: Kristina Woick

Vielleicht dürfen wir euch nächstes Jahr wieder fragen? Wir würden uns sehr freuen.

Bild 2 Wassertraining, Foto: Doris Thiel

Natürlich möchte ich auch unseren lieben Helfern danken. Ohne sie geht bekanntlich nichts und es ist jedes Mal schön, dass wir in unserer BZG so viele Freiwillige für diesen Job finden!

Eure Kristina mit Wikvaya Elu

Dummyprüfung A/F am 26.04.26 in Trebbin

By Ost

Bericht zur Dummyprüfung (Anfänger) am 26.04.2026 in Trebbin

Früh um 06:30 Uhr ging es los in Richtung Trebbin. Das Wetter meinte es gut mit uns. Eigentlich hatte ich erst zum Ende des Jahres geplant, die Dummy A mit Monty zu laufen. Aber es kam alles anders – und nach ein, zwei Zusprüchen habe ich mich dann doch noch spontan angemeldet und mir gesagt, was kann schon passieren? Ich wusste, dass er es kann – und so haben wir unseren 2. Versuch gestartet.

Die Aufregung stieg nach der Anmeldung extrem an. Nach der Begrüßung ging es los. Wir hatten die Startnummer 2. Die Stimmung unter den Startern war super harmonisch und wir haben uns gegenseitig viel Suchenglück gewünscht.

Es ging los mit der großen Suche. Gleich beim ersten Dummy kam kurz die Gefahr auf, dass er tauschen wollte. Er hat aber – Gott sei Dank – meinen Rückpfiff gut angenommen. Die restlichen Dummies hat er einwandfrei gefunden und zu mir gebracht. Das war eine knappe Kiste, aber die erste Aufgabe war gemeistert!

Dann kamen die Markierung und der Appell. Die Markierung hat er super gearbeitet. Das Herz pochte beim Appell. Hoffentlich läuft er schön bei Fuß und springt nicht ein?! Das Fuß laufen hat er supergut gemeistert. Leider hat er nicht gleich das Dummy gefunden und ich musste ihm etwas helfen. Er hat hier gut meine Hilfe angenommen und so kam er dann zum Dummy. Hat uns leider etwas Punkte gekostet, aber das Dummy war drin.

Dann ging es zur allerletzten Aufgabe, der Wassermarkierung. Der Schuss fiel, das Dummy flog ins Wasser und wir wurden freigegeben. Ich schickte Monty. Leider hatte er etwas Probleme mit dem Einstieg. Dann hatte er es geschafft und schwamm ruhig zum Dummy. Als er es pickte und auf dem Rückweg war, kam das große Herzklopfen. Hoffentlich klappt die saubere Abgabe!? Der Ausstieg fiel ihm leider auch etwas schwer, er hat es aber gemeistert. Ohne sich zu schütteln, kam er zu mir und ich nahm ihm schnell das Dummy ab. Als der Richter uns, nach dem Anleinen, beglückwünschte, brachen vor Freude alle Dämme bei mir.

Wir hatten es geschafft! Ich habe meine allererste Dummyprüfung mit meinem allerersten Retriever geschafft! Ich war so, so stolz auf Monty!

Ich danke Jana Starke für die großartige Organisation, Mario fürs Richten und ein großer Dank geht natürlich auch an die Helfer. So groß, wie meine Freude war, so sehr tat es mir für die anderen Teilnehmer leid, die es leider nicht geschafft hatten. Auf diesem Weg gratuliere ich den anderen drei Teams aus meiner Startgruppe, die mit ihren Hunden die Dummy A bestanden haben. Für uns war es ein superschöner, gelungener Tag und bleibt unvergessen 😊.

 

Franziska Neider

*Foto: Franziska Neider – Monty*

Wesenstest der BZG Berlin-Brandenburg am 23.05.26 in Ahrensdorf

By Alle, Ost

Wesenstest der BZG Berlin-Brandenburg am 23.05.26 in Ahrensdorf – Ein Tag zusammen mit der Wesensrichterin

Völlig unaufgeregt habe ich mich am Pfingstsamstag auf den Weg ins Prüfungsgelände gemacht. Ohne Hund, nur das Wichtigste für mich dabei. Ich habe bei unserer Richterin Wibke Gindler im Rahmen meiner Ausbildung zur Zuchtwartin beim Wesenstest hospitiert und hatte einen wirklich interessanten, abwechslungsreichen Tag.

Schon der Wesenstest mit seinem eigenen Hund ist aus meiner Sicht immer eine Erfahrung, aber wenn man sich mit seinen Augen voll und ganz auf die Mensch-Hund-Teams konzentrieren kann, ist das noch einmal etwas ganz anderes.

Wibke hat mich den ganzen Tag in ihre Beobachtungen mit einbezogen, hat von mir wissen wollen, was ich in den unterschiedlichen Testsituationen gesehen habe, wie ich das Verhalten des Hundes einschätzen würde. Und das fängt schon bei der Befragung des Hundeführers an. Körperhaltung des Hundes insgesamt, die Rutenhaltung, Ohren, Augen, Maul. So viele Dinge können das Verhalten des Hundes beeinflussen – die Aufregung der Hundeführer und damit oft auch ein anderes Verhalten ihrem Hund gegenüber, Wetterbedingungen, das Warten im Auto usw. Es war spannend und lehrreich und auch beruhigend, dass die über 20 Jahre Hundehaltung mich auch schon einiges gelehrt haben und meine Beobachtungen sich oft mit denen von Wibke gedeckt haben.

Ich kann nur Jedem empfehlen, seinen Hund auf einem Wesenstest vorzustellen. Die Hunde finden es meistens toll und als Hundeführer lernt man immer etwas dazu.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Wibke Gindler für die interessanten Einblicke.

Kristina Woick

Seminar am 30./31.05.26 mit Martin Incedi

By Ost

Seminarbericht: Individuelles Hundetraining auf höchstem Niveau

An einem intensiven Trainingswochenende bot der erfahrene Hundetrainer Martin Incedi ein
praxisnahes Seminar für Hundeführer*innen unterschiedlichster Ausbildungsstände an. Wir
trafen uns am 30. – 31.05.2026 in einem Revier nahe Radeberg.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Nancy Wohlrab von der Bezirksgruppe Dresden, die
damit ein rundum gelungenes und professionell begleitetes Seminar ermöglichte.
Im Mittelpunkt stand ein klarer Ansatz: Jeder Hund wird individuell betrachtet und genau dort
abgeholt, wo er in seiner Entwicklung steht – eine „Blaupause“ gibt es bewusst nicht.

Der Vormittag gehörte den Anfängern und am Nachmittag lernten die Fortgeschrittenen.

Der Samstag startete mit einer Bestandsaufnahme. Martin Incedi nahm sich Zeit, jeden Hund
und sein Team kennenzulernen, um den jeweiligen Trainingsstand zu analysieren.

Besonders wertvoll war die strukturierte Einzelarbeit: Während ein Team aktiv mit dem Trainer
arbeitete, warteten die übrigen Hunde ruhig in den Fahrzeugen. So konnte sich Martin Incedi
vollkommen auf das jeweilige Mensch-Hund-Team konzentrieren und gezielt an individuellen
Schwerpunkten arbeiten.

Ein zentrales Element des Trainings war die Steadiness der Hunde – eine essenzielle Grundlage
für die weitere Arbeit mit dem Hund. Auch Übungen zum kontrollierten Laufen wurden
aufgebaut und gefestigt.

Die persönliche Betreuung und die direkte Rückmeldung ermöglichten sichtbare Fortschritte bereits innerhalb kurzer Zeit.

Gerade für die Teilnehmer der Anfängergruppe, die sowohl am Samstag als auch am
Sonntagvormittag trainierten, bot sich eine hervorragende Gelegenheit, grundlegende Signale
unter professioneller Anleitung aufzubauen oder zu festigen.

Zur Mittagszeit kamen beide Gruppen zusammen, tauschten Erfahrungen aus und nutzten die
Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch bei einem Imbiss. Diese entspannte Atmosphäre
rundete das Seminar ab und förderte den Austausch unter den Teilnehmern.

Das Wochenende zeigte eindrucksvoll, wie effektiv individuelles Training sein kann – angepasst
an jedes einzelne Team und mit einem klaren Fokus auf nachhaltigen Lernerfolg.

Lieber Dank geht an Nancy Wohlrab für die Organisation und an Nele Stephan, die wunderbar
als Übersetzungshilfe dafür sorgte, dass jeder alles verstand.

 

Artikel Astrid Pein, Foto Nadja Stephan

Dummyseminar mit Marion Thäle in der BZG Dresden

By Ost

Dummy Seminar (A/F) mit Marion Thäle

Bei schönem Frühlingswetter trafen sich am 11. und 12. April 2026  10 Teams der DRC Bezirksgruppe Dresden zum Seminar der Klassen A und F in Marsdorf bei Dresden. Als Seminarleiterin war Marion Thäle geladen.

Viele abwechslungsreiche Aufgaben warteten auf die Anfänger- und fortgeschrittenen Teams, die mit viel Eifer erarbeitet wurden. Marion unterstützte uns bei der Arbeit, gab viele wichtige Anregungen und Tipps für die weitere Dummyarbeit. Vielen Dank für zwei interessante Seminartage.

Danke auch an unsere Helfer / Dummy-Werfer Nicole, Astrid, Antje und Jörg, sowie der Sonderleiterin Nancy für die Organisation des Seminars. Ebenfalls ein großes Danke an Tino M., dass wir dieses Revier benutzen durften.

Ilona

*Foto: Ilona Schneider*

Osterspaziergang in der BZG Dresden

By Ost

Der Osterspaziergang

Am 28.03.2026 lud die BZG Dresden unter der Sonderleitung Nancy Wohlrab zu einer Osterwanderung ein.

Das Wetter meinte es gut mit uns und bescherte uns ordentlich Frühling. Nancy hatte sich ein paar schöne Aufgaben einfallen lassen, die nicht nur die Vierbeiner erledigen mussten, auch Frau- bzw. Herrchen waren gefragt. So mussten z.B. Slalom-Parcours um unsere Hunde bewältigt, Eierläufe gemeistert und Osternester von jedem Team gesucht und erschnüffelt werden.

Zum Abschluss gab es für jedes Gespann noch einen kleinen Eierlikör und man war sich einig, dass es ein gelungener Palmsamstag war.

Nadja

*Foto: Astrid Pein*

WT Krämerwald am 14./15.03.26

By Alle, Ost, Workingtestberichte

Bericht zum WT Krämerwald 2026 – Open

Teamwork makes the Dream works

Bei uns im schönen Brandenburg begann die WT-Saison zum zweiten Mal mit dem WT im Krämerwald. Die Sonderleiter Anne-Marie Viereckl und Michael Simon haben diesen WT ins Leben gerufen und veranstalteten ihn mit ihrem Helferteam, der Catering Queen Franziska Neider und drei Richtern. Es herrschte wie immer eine sehr familiäre Atmosphäre und nach der langen Winterpause blickte man in viele lächelnde Gesichter und hörte oft ein „Hallo, wie geht’s dir, schön dich zu sehen.“

Wie auch im letzten Jahr durften wir die Waldbegegnungsstätte als zentralen Punkt nutzen. Somit hatten wir wirklich tolle Gegebenheiten: einen warmen Raum, in dem es geschmackvolle Kleinigkeiten und gute Getränke gab, und ein Feuer, das im Ofen knisterte. Das Gelände ist ein Traum: sanft geschwungene Hügel im Wald, Kiefern und Mischwaldbestände mit kleinen Lichtungen und im Unterbewuchs Waldheidelbeeren und Moos. Es gibt sogar einen kleinen Teich.

In diesem Jahr waren die Richter Hatice Celik, Annette Präkelt, Oliver Kiraly und für den Samstag in den Klassen A & F Caroline Koch extra angereist, um sich für uns spannende Aufgaben auszudenken. Am Sonnabend war ich als Helfer in der F unterwegs und hatte schon einen leichten Muskelkater vom Walk-up und Blind-Auslegen in diesem anspruchsvollen Gelände. Nachdem am Samstag die Anfänger und Fortgeschrittenen zeigen konnten, was sie können, waren am Sonntag nur die Teilnehmer der offenen Klasse am Start. Ich freute mich auf unseren ersten Start der Saison und dazu noch in diesem traumhaften Gelände mit dieser Mega-Orga.

Nach den ersten Aufgaben war ich sehr happy mit unserer Leistung. Mein lieber Speed sammelte alle Dummys brav ein, in der richtigen Reihenfolge, ohne Umwege und ohne großes Pfeifen meinerseits – das lief ja richtig gut. Wir sind aber auch Meister darin, mit einer Aufgabe ein doch ganz akzeptables Ergebnis zu versauen, und somit ging ich doch mit einem etwas flauen Gefühl zu unseren letzten Aufgaben bei Oliver Kiraly. Einige Mitstreiter berichteten mir, dass sie leider die Aufgabe nicht lösen konnten, und somit wuchs natürlich auch meine Nervosität. Wie sich herausstellte, war das ganz unbegründet, da mein lieber Speedy durchs Gelände flog und die letzten Dummys einsammelte. Ich war sehr zufrieden mit unserer Teamleistung, und das ist für mich das Wichtigste. Mein Hund soll sich darauf verlassen können, dass ich ihn schnell und effektiv unterstützend zum Dummy bringe, wenn er Hilfe benötigt, und er soll den Job vor Ort gut umsetzen und auf mich hören, wenn es mal brenzlig wird – Teamwork makes the Dream works.

Es ist schön, wenn mal alles glatt läuft. Das Sahnehäubchen kam dann zur Siegerehrung, als wir für den ersten Platz aufgerufen wurden. Mega! Ganz besonders gratuliere ich auch meiner Freundin Jana Starke, die mit ihrem Rüden Glengad Connor den 2.Platz erreicht hat (toll, wir beide auf dem Treppchen), und Andrea Schreiber zum dritten Platz mit Glengad Ecris. Vielen Dank an alle Helfer, Sonderleiter und Richter, die für dieses Wochenende ihre Freizeit geopfert haben.

Ohne euch geht nichts. Ich bedanke mich auch bei Frau Weber für die Bereitstellung der Waldbegegnungsstätte Oberkrämer und Förster Helge Funk für das umliegende Revier sowie bei den Sponsoren für die Bereitstellung der Geschenke für Teilnehmer und Helfer.

Yvonne Schreiber mit Goldspeed vom Mitteldeich

***** BILD 2 WT Krämerwald Open ***** Foto: Kristina Woick

Bericht zum WT Krämerwald 2026 – Anfängerklasse

Welch ein Saisonstart!

Als Neulinge in der Retrieverwelt haben wir im letzten Frühjahr die Dummy A bestanden und dann den einen oder anderen (Trainings-)WT mit mehr oder weniger Erfolg bestritten.

Der 2. WT Am Krämerwald war nun der Start in die neue Saison und ich wollte schauen, ob wir das, was wir im letzten Jahr gelernt hatten, weiterhin abrufen können.

Die Anfänger starteten früh, so dass zeitiges Aufstehen angesagt war, um pünktlich zur Meldezeit da zu sein. Die Anmeldung war schnell erledigt und nach der Vorstellung der Richter, einigen einführenden Worten und Einteilung der Gruppen durch die Sonderleitung ging es auch schon los zu den Aufgaben.

Wir sind in der ersten Gruppe gestartet und hatten bei Hatice Celik unsere erste Aufgabe. Es fiel ein Markierung, von der man sich wegdrehen musste, um zunächst ein Suche in hohem Gras zu arbeiten. Anschließend durfte die Markierung geholt werden.

Dann ging es weiter zur nächsten Aufgabe. Hier wurden bei Oliver Kiraly in der zweiten Aufgabe 2 Markierungen gearbeitet. Die erste fiel von links nach rechts an einen Hügel, sichtig geworfen, allerdings war die Fallstelle nicht sichtig und einiges an Totholz lag im Laufweg des Hundes. Die zweite Markierung fiel in der gleichen Richtung, allerdings einige Meter weiter auf uns zu, also aus unserer Sicht vor der Ersten. Von dieser Markierung aus mussten wir erstmal noch ein paar Schritte zurückgehen, dann durfte ich den Hund schicken. Beide Markierungen wurden nacheinander gearbeitet. Die dritte Aufgabe war ebenfalls bei Oliver Kiraly und hatte es in sich. Es wurde wieder eine Markierung gearbeitet, gefühlt ziemlich weit weg und aus unser Sicht linksseitig von den Fallstellen aus der zweiten Aufgabe. Wir standen auf einem kleinen Hügel und die Markierung wurde gut sichtig geworfen. Das Gelände zwischen uns und dem Dummy war durch unterschiedliche Bodengegebenheiten, Totholz, Heidekraut und vereinzelte Büsche einigermaßen herausfordernd. Außerdem kam der Wind aus Richtung der alten Fallstellen. Diese Tatsache eröffnete sich mir als Neuling jedoch erst, als ich sah wie mein Hund, zunächst auf direktem Weg in Richtung Dummy, nach rechts abdriftete, die Nase im Wind. Da wir mit dem Einweisen noch so unsere Probleme haben, hoffte ich ganz kurz, dass meine Kleine allein den Weg nach hinten findet, gab ihr nach einem kurzen Moment aber doch einen Stopp-Pfiff, den sie gut annahm. Dann konnte ich ihr mit meiner linken Hand zeigen, dass sie weiter nach links/hinten sollte, auch dies nahm sie an und suchte sich dann erfolgreich zum Dummy.

In der vierten Aufgabe von Annette Präkelt gab es wieder 2 Markierungen, diesmal liefen wir hangabwärts über Stock und Stein, in einiger Entfernung vor uns, den Abstand haltend, die Helfer. Nach einigen Metern wurde angehalten, die Markierung fiel rechts in den Wald und durfte nach Aufforderung geholt werden. Dann noch ein paar Meter weiter, wieder anhalten und eine weitere Markierung fiel rechts in den Wald. Nach erneuter Aufforderung durch die Richterin durfte auch diese gearbeitet werden.

Die fünfte Aufgabe hielt Caro Koch bereit. Hier fand ein kleines Treiben von links nach rechts um eine bewaldete Anhöhe in kurzer Entfernung zu uns statt. Von drei dort liegenden Dummys sollte eines geholt werden, dann ging es im Fuß ein paar Meter nach rechts und von hier aus sollte nochmal ins gleiche Suchengebiet geschickt und ein weiteres Dummy geholt werden.

Am Ende hatten wir alle Dummys drin und das Gefühl gute bis sehr gute Leistungen gebracht zu haben.

Dies bestätigte sich bei der Siegerehrung. Ich freue mich riesig über den weltbesten Hund: Greenfallow Asari, 2 Judges Choices (diesmal durfte jeder Richtende einen Judges Choice vergeben) und den 1. Platz.

Glückwunsch an Maileen Hilbert mit Arctic Treasure’s Alluring Birdy zum 2. Platz und Nancy Wohlrab mit Skyhunting Braveheart Freya zum 3. Platz.

Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an die Sonderleitung, Anne-Marie Viereckl und Michael Simon für ihre Mühen, Franziska Neider für’s Catering, an alle Helfenden, ohne die ein solches Event nie stattfinden könnte, an die Richtenden für ihre freundliche und wohlwollende Zugewandheit und spannende Aufgaben und last but not least auch ein Dankeschön an die Teilnehmenden, für freundliche und aufmunternde Worte, nette Gespräche und insgesamt einen fairen Umgang.

Anke Starruske

Nikolaus-Spaß Workingtest der BZG Berlin-Brandenburg

By Ost

Nikolaus-Spaß Workingtest der BZG Berlin-Brandenburg im schönen Trebbiner Revier

Für uns war dieser Tag als Warm-up nach der Welpenpause von Elu gedacht und es war ein ganz toller, entspannter, sehr fröhlicher Tag. Wir alle hatten unsweihnachtlichen Kopfschmuck aufgesetzt – Nikolausmütze, Hirschgeweih,Tannenbaumhut … da ging das große Lachen schon los.

Was wohl unsere Hunde gedacht haben? Unsere Sonderleiterin Franziska Neider verteilte schon während der Begrüßung die Geschenke – während die Teams per Los gezogen wurden, bekam jeder Starter einen Nikolausstiefel, bestickt mit dem Namen seines Hundes oder dem Zwingernamen – was für eine wunderschöne Idee, dazu noch ein kleines Filztäschchen und Beutelchen mit selbstgebackenen Leckerchen für die Hunde und Fuß- und Handwärmer – sie hat wirklich an alles gedacht und so liebevoll. 

Unsere Richterinnen Jana Hildebrandt, Doris Bittkow-Thiel und Katrin Neuhauser hatten sich tolle Aufgaben mit weihnachtlichen Einlagen für Hund und Mensch ausgedacht. Bei Jana musste statt eines Dummies ein Weihnachtsplüschdackel apportiert werden, von dem einige Hunde erstmal überzeugt werden mussten. Statt eines Schusses läutete eine Glocke oder die Hunde mussten bei Katrin aus der Ferne zuschauen, wie die Menschen mit Weihnachtsumhang fotografiert wurden.

Bei Doris wurde es dann so lustig, dass zumindest Elu und ihr Teampartner Apache beschlossen haben, uns doch lieber aus dem Gelände abzuholen. Warum? Sie wurden abgesetzt und mussten zuschauen, wie Wilfried und ich im Weihnachtsmantel Dummies ausgelegt haben und dabei laut “Ihr Kinderlein kommet” gesungen haben. Wir haben echt so gelacht und hatten jede Menge Spaß.  Das hat uns am Ende dann sogar den Preis der “witzigsten Wichtel” eingebracht.  Natürlich durften unsere Hunde auch schöne, anspruchsvolle Aufgaben lösen und alle haben sich am Ende mit den Platzierten gefreut. 

Nach der Arbeit ging dann das Vergnügen weiter – ein super abwechslungsreiches Buffet, zu dem alle Starter beigetragen haben, rundete den Tag ab.

Danke Franziska, du hast mal wieder mit viel Herz organisiert, danke an unsere

Richterinnen und die lieben Helfer. Dieses tolle Für- und Miteinander und die schöne Stimmung nehmen wir mit in die neue Saison.

Kristina Woick mit Wikvaya Elu

***** Bild 1 & 2 Nikolaus WT *****

Foto: Katrin Neuhauser

 

***** Bild 3 & 4 Nikolaus WT *****

Foto: Kristina Woick