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OstWorkingtestberichte

Clauert Cup am 22./23.08.26 der BZG Berlin Brandenburg – Berichte der Klassen A, F u. O

By 12. Oktober 2026No Comments

Clauert Cup 2026 – Anfängerklasse

Der Clauert Cup ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein fester Bestandteil der Workingtest-Saison. Ein Workingtest mit Tradition – und damit sicherlich für viele von uns ein Ort, der nicht nur mit sportlichen Erlebnissen, sondern auch mit ganz persönlichen Erinnerungen an frühere Hunde und Teampartner verbunden ist.

Auch für mich hat der Clauert Cup eine ganz besondere Bedeutung: 2015 besuchte ich hier mit Grille meinen allerersten Workingtest. Damals hätte ich wohl kaum ahnen können, welche Reise damit für mich beginnen würde, wohin sie mich führen und wie sehr der Retrieversport mein Leben in den folgenden Jahren prägen würde.

Umso schöner war es, in diesem Jahr wieder dabei zu sein – diesmal mit Frida, die beim Clauert Cup ihren ersten Workingtest gemeinsam mit mir bestritt.

Uns erwarteten sehr schöne und absolut klassengerechte Aufgaben für die Anfängerklasse. Die Basics wurden gründlich und auf unterschiedliche Weise abgefragt, ohne dabei den Charakter einer Anfängerprüfung aus den Augen zu verlieren. Für mich genau die richtige Mischung: fair, anspruchsvoll und passend zum Ausbildungsstand der Hunde.

Frida und ich hatten vom ersten bis zum letzten Dummy einfach viel Freude miteinander. Sie hat konzentriert gearbeitet, wir haben uns als Team sehr gut angefühlt – und am Ende durften wir uns über den Sieg in der Anfängerklasse mit 98 von 100 Punkten freuen. Ein Ergebnis, über das ich mich natürlich riesig freue, aber fast noch schöner war das Gefühl, wie gut unser erster gemeinsamer Start funktioniert hat.

Und eine kleine Besonderheit am Rande macht diesen Erfolg für mich noch schöner: Frida tritt damit ein wenig in die Fußstapfen ihrer Vorgängerinnen. Bereits 2021 konnte Charlotte die Anfängerklasse beim Clauert Cup gewinnen, 2024 gelang dies Elsi – und nun, 2026, durfte sich auch Frida in die Siegerliste eintragen.

Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Organisationsteam, die Richterinnen und Richter und natürlich an all die vielen Helferinnen und Helfer, ohne die ein solcher Workingtest nicht möglich wäre. Es steckt viel Arbeit, Zeit und Engagement hinter einer solchen Veranstaltung – und genau das verdient große Anerkennung.

Für mich war dieser Clauert Cup damit in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes: ein bisschen Erinnerung an die Anfänge mit Grille, ganz viel Freude über Frida und vielleicht auch der Beginn eines neuen gemeinsamen Kapitels.

Anne-Marie Viereckl mit Sagnlandets Black Velvet Rooster

 

Platzierte Clauert Cup Anfängerklasse – Foto: Franziska Neider

 

 

Clauert Cup 2026 – Fortgeschrittenenklasse 

Berlin ist immer eine Reise wert – ganz besonders, wenn der Clauert Cup stattfindet. So ging es auch in diesem Jahr für mich und meine Labrador Hündin Bonny aus Hamburg Richtung Trebbin.

Morgens noch ein kurzer Regenschauer, dann angenehme 15 Grad und sogar die Sonne zeigte sich gelegentlich. Perfektes Prüfungswetter! Die Richter Maria Crepaz, Anja Möller, Frank Hermansen und Rainer Scesny hatten sich fünf spannende und anspruchsvolle Aufgaben in dem abwechslungsreichen Gelände, das mit Wald, Wiese, Wasser alles bietet, was das Retriever Herz begehrt, überlegt. Es gab zwei Aufgaben am Wasser und zwei Aufgaben, bei denen jeweils mit zwei Teams gearbeitet wurde.

Dank der perfekten Organisation waren die Wartezeiten kurz und schon bald hatten alle Starter die Aufgaben durchlaufen. Schnell stand fest, es gibt ein Stechen. Ich war sehr zufrieden mit unserer Arbeit, aber nachdem drei Hunde fürs Stechen aufgerufen worden waren und wir nicht dazu gehörten, habe ich meinen Hund ins Auto gebracht, um den anderen zuzusehen. Die Markierung wurde von allen drei Hunden gut gearbeitet.

Erst bei der Siegerehrung stellt sich heraus, um welchen Platz gestochen wurde. Der dritte Platz wurde nach Stechen vergeben, der zweite Platz nach Stechen – für mich war klar – es wurde wohl um den ersten Platz gestochen. Aber dann – ich konnte es nicht fassen – 1. Platz mit 93/100 Punkten Young Spirit My Bonny.

Wir hatten den Clauert Cup gewonnen! Ein riesiges Dankeschön an das gesamte Orga-Team, vor allem natürlich an Franziska und Andrea, die Richter, Helfer, Sponsoren und die Reviergeber. Berlin ist immer eine Reise wert – wir freuen uns aufs nächste Jahr.

Barbara Seeland mit Young Spirit My Bonny

 

Platzierte Clauert Cup Fortgeschrittenenklasse – Foto Franziska Neider

 

 

Clauert Cup 2026 – Offene Klasse

Der diesjährige Clauert Cup fand am 23.08.26 im sehr abwechslungsreichem und tollem Gelände in Trebbin statt. Alles war perfekt und liebevoll von Andrea Schreiber und Franziska Neider organisiert – angefangen bei den schönen Startnummern über das Catering und bis hin zu den Sponsoren, die wirklich tolle Geschenke gesponsert hatten. Dankeschön dafür!

Danke auch an die zahlreichen Helfer, an Familie Schneller und an Familie Affeld für das Gelände und an die Richter: Rainer Scesny (Prüfungsleiter) (D), Maria Crepaz (D), Frank Hermansen (NOR), Anja Möller (D) für die schönen Aufgaben.

Aufgabe 1

Walk up mit zwei Hunden auf einer großen Brachwiese mit teilweise hüfthohem Bewuchs. Jeder Hund bekam abwechselnd, je rechts und links, ein kürzeres und ein längeres Mark. Auch wenn die Distanz nicht sehr weit war, kurz ca. 30-40 m, lang ca. 60-70 m, war es durch den hohen Bewuchs und kaum Wind sehr anspruchsvoll.

Aufgabe 2

Es fiel ein Doppelmark, das erste von links nach rechts in ca. 35 – 40 m in dichten, höheren Bewuchs. Das zweite Mark fiel von rechts nach links in ca. 60 – 70 m Entfernung.

Das erste Mark war zu arbeiten, während der Hund auf dem Rückweg war, wurde das hintere linke Mark aufgehoben, was der Hund nicht gesehen hat. Der Hund musste dann ein Blind in gerader Linie, zwischen den beiden Markstellen hindurch, arbeiten. Die hintere Markierungsstelle war ca. 2-3 m neben der Lauflinie zum Blind, welches sich in ca. 90 m Entfernung befand.

Aufgabe 3

Es standen zwei Hunde ca. 10 m von der Uferkante eines Sees entfernt, diese war mit Büschen und Bäumen bewachsen. Es vielen ca. 8 – 9 Schüsse, immer mit ca. 20 Sekunden Pause dazwischen, was den Hunden viel Standruhe abverlangte. In der gesamten Zeit fielen je zwei Dummys ca. 10 m weit und ca. 50-60 m weit ins Wasser. Diese waren für die Hunde sehr schwer bis gar nicht zu sehen. Des Weiteren noch zwei Marks, links von uns an Land. Diese wurden aber nicht gearbeitet.

Im Anschluss an das Treiben, wurde abwechselnd von jedem Hund ein kurzes und ein langes Mark aus dem Wasser gearbeitet.

Aufgabe 4

Doppelmarkierung in einer Linie hangaufwärts im gut bewachsenen Wald in ca. 50-60 m und ca. 90-100 m Entfernung. Für den Hund waren die Markierungen schwer zu sehen, da der Hund vor einem kleinen Hügel saß.

Aufgabe 5

Unbeschossenes Blind in diagonaler Linie im Wasser in ca. 50 m Entfernung. Die Uferkante war gesäumt von Büschen und Bäumen.

 

Es waren schöne Aufgaben in einem kleinen Starterfeld von 23 Startern und die Stimmung untereinander war sehr harmonisch und kameradschaftlich. Bei der Siegerehrung war meine Freude riesig groß als mein vierbeiniger Teampartner Dundee und ich zum 1. Platz mit „vorzüglich“ aufgerufen wurden.

Es flossen meinerseits auch ein paar Freudentränen, weil dies bedeutete, das Dundee nun alle Voraussetzungen für den Titel „DRC-Arbeitschampion“ erreicht hat.

Herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz an Astrid Hillemeier mit Charming Power Duke und zum 3. Platz an Silke Lahme mit Muschelsucher Ginevra.

Marion Thäle mit Summerfields Dust Dundee

 

Platzierte Clauert Cup Offene Klasse – Foto: Andrea Schreiber