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René Afflerbach

Zwischen Kritik und Verantwortung – unser Verein lebt vom Mitmachen

By West

Eine Mitgliederversammlung ist weit mehr als ein formaler Termin im Vereinsjahr. Sie ist der Ort, an dem Rechenschaft abgelegt wird, Fragen beantwortet werden, an dem gewählt, entschieden und Verantwortung übernommen wird. Sie ist gewissermaßen der Prüfstein dafür, ob ein Verein lebendig ist. Sie ist Ausdruck davon, dass ein Verein, egal ob auf BZG-, LG- oder Bundesebene, nicht „von oben“ geführt, sondern von seinen Mitgliedern getragen wird.

Die Mitgliederversammlung ist das Forum, in dem nicht übereinander, sondern miteinander gesprochen werden sollte. Hier gehören Themen auf den Tisch. Hier können Fragen gestellt werden. Hier kann man Kritik äußern – und hier kann man auch Verantwortung übernehmen. Das ist manchmal der schwierigere Teil.

Denn Kritik zu üben, ist vergleichsweise einfach – dies lässt sich bequem vom Rand aus erledigen; abends auf dem Sofa mit dem Handy in der Hand. Verantwortung zu übernehmen, ist dagegen erfahrungsgemäß weniger beliebt. Verantwortung zu übernehmen bedeutet (viel) Arbeit, hoher Zeitaufwand und -früher oder später- die Erkenntnis, dass Dinge in der Praxis manchmal weitaus komplizierter sind, als sie aus sicherer Entfernung – und teilweise auch ohne das notwendige Hintergrundwissen – wirken.

Zu einem Verein gehören unterschiedliche Meinungen. Kritik ist erlaubt, Kritik ist notwendig. Ein Verein, in dem alle immer derselben Meinung sind, wäre vermutlich nicht harmonisch, sondern schlicht nicht ehrlich.

Kritik kann hilfreich und wertvoll sein: Sie kann helfen, Abläufe zu verbessern, auf Probleme aufmerksam zu machen und uns zwingen, Dinge zu hinterfragen, die wir vielleicht zu lange als selbstverständlich angesehen haben.

Aber: Kritik hat nur dann ihren Wert, wenn sie sachlich ist. Wenn sie ein Ziel hat. Wenn sie nicht nur zerstören, sondern verbessern will.

Eine Mitgliederversammlung gibt uns auch die Gelegenheit, über den Zustand unseres Miteinanders im Verein zu sprechen. Denn ein Verein ist nicht nur eine Ansammlung von Satzung, Ordnungen und Beschlüssen. Ein Verein ist vor allem eine Gemeinschaft von Menschen, die sich aus einem gemeinsamen Interesse heraus zusammenfinden: bei uns die Liebe zu unseren Retrievern, die Freude an Zucht, Ausbildung. Prüfungen und Ausstellungen.

Es gibt in unserem Verein Menschen, die uns in bewundernswerter Ausdauer den Eindruck vermitteln wollen, als sei grundsätzlich alles schlecht – die Organisation, die Kommunikation, die Veranstaltungen, die Entscheidungen. Vermutlich wird demnächst auch das Wetter am Veranstaltungstag kritisiert und entsprechende Verfahren vor dem Ehrenrat angestrengt.

Es gibt Menschen, die zuverlässig jedes Haar in der Suppe finden, selbst dann, wenn gar keine Suppe serviert wurde. Und falls doch einmal etwas gelingt, war es entweder Zufall, Glück oder selbstverständlich – ganz getreu dem Motto „Keine Prügel ist Belohnung genug.“ Anerkennung ist schließlich eine knappe Ressource, mit der man äußerst sparsam umgehen muss.

Nun könnte man sicher darüber schmunzeln, wenn es an dieser Stelle nicht gefährlich für den Verein würde. Denn wer immer nur schlechtredet, trifft nicht irgendeine abstrakte Struktur. Er trifft Menschen. Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, die ihre Freizeit investieren. Menschen, die organisieren, entscheiden, Veranstaltungen auf die Beine stellen, Richten und Helfen – und die am Ende oft diejenigen sind, die noch aufräumen und nachbereiten, wenn andere längst wieder zu Hause sind und kritisieren.

Und genau diese engagierten Mitglieder brauchen wir. Die Landesgruppe West ist eine sehr aktive und lebendige Landesgruppe. Das lässt sich zum Glück nicht nur behaupten, sondern zeigt sich auch an der Vielzahl an Veranstaltungen.

Das alles fällt aber nicht vom Himmel, auch wenn manche offenbar glauben, der Verein und seine Veranstaltungen entstünden durch eine göttliche Fügung.

Nein. Hinter jeder Veranstaltung stehen Menschen. Eben jene Mitglieder, die Verantwortung übernehmen. Mitglieder, die sich kümmern, die nicht nur fragen: „Warum macht das keiner?“, sondern die sagen: „Das mache ich !“ Oder anders gesagt: Menschen, die nicht nur fragen, was der Verein für sie tun muss, sondern was sie selbst zum Vereinsleben beitragen können.

Und dafür möchten ich mich ausdrücklich bedanken:

Mein Dank gilt den Vorständen der Bezirksgruppen, den Sonderleiterinnen und Sonderleitern, den Ausbilderinnen und Ausbildern, den Richterinnen und Richtern, den Reviergebern, den Helferinnen und Helfern und allen Mitgliedern, die mit ihrer Teilnahme und Unterstützung dieses Vereinsleben ermöglichen.

Ehrenamt ist kein Selbstläufer. Es ist auch kein Dienstleistungsverhältnis, bei dem einige wenige liefern und andere anschließend Bewertungen vergeben. Ein Verein lebt nicht davon, dass möglichst viele Ansprüche stellen. Er lebt davon, dass Menschen bereit sind, etwas beizutragen.

Natürlich läuft nicht immer alles perfekt. Wer arbeitet, macht Fehler. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Wer organisiert, übersieht vielleicht etwas. Wer entscheidet, macht sich angreifbar. Das ist normal. Perfekt sind bekanntlich meistens nur diejenigen, die nichts machen. Dort ist dann auch die Fehlerquote beeindruckend niedrig.

Aber wenn wir als Verein weiterkommen wollen, müssen wir unterscheiden: zwischen berechtigter Kritik und bloßer Stimmungsmache, zwischen Gesprächsbereitschaft und Dauerempörung, zwischen dem Wunsch nach Verbesserung und dem Bedürfnis, Recht zu behalten.

Bevor ich meinen Bericht beende, blicke ich noch einmal zurück auf 2024.

Nach der Neuwahl des Vorstandes habe ich gesagt, dass gerade wir als Hundemenschen die Bedeutung von Kommunikation kennen sollten. Wir wissen, dass Klarheit und Fairness entscheidend sind. Wir wissen, dass man mit Druck allein nie gute Ergebnisse erzielt. Wir wissen, dass Geduld wichtig ist. Und wir wissen, dass ein gutes Miteinander nur gelingt, wenn beide Seiten bereit sind, Signale wahrzunehmen.

Ich habe damals gesagt: Wir müssen wieder lernen, miteinander zu reden und nicht nur übereinander. Und wo wir Gräben vorfinden, müssen wir Brücken bauen.

Zu dieser Aussage stehe ich  weiterhin – aber ich habe auch dazugelernt:

Brücken kann man bauen. Man kann einladen. Man kann Gespräche anbieten. Man kann erklären. Man kann sogar mehrmals aufeinander zugehen. Aber man kann niemanden zwingen, diese Brücke auch zu betreten. Und man kann niemanden überzeugen, der gar nicht überzeugt werden möchte.

Wo nur Vorwürfe erhoben werden, wo nur Misstrauen gepflegt wird, wo Gespräche durch Gerüchte, Desinformation und Diskreditierung ersetzt werden, wird es schwer, gemeinsam voranzukommen.

Vor kurzem habe ich in der lokalen Tageszeitung ein Zitat gelesen – ein britisches Sprichwort:

„Es gibt niemanden, der so blind ist wie der, der nicht sehen will.“

Und manchmal beschreibt genau das die Situation, die wir im Verein erleben. Wer nicht sehen will, sieht auch keine geleistete Arbeit. Wer nicht sehen will, erkennt kein Engagement. Wer nicht sehen will, nimmt keine ausgestreckte Hand wahr. Und wer nicht sehen will, wird selbst in einem vollen Veranstaltungskalender noch den Beweis dafür finden, dass eigentlich nichts passiert – anders lassen sich Anträge an Züchterversammlungen, die auf der Behauptung zu weniger Veranstaltungen basieren, nicht erklären

Wir sollten deshalb unsere Energie nicht ausschließlich darauf verwenden, diejenigen zu überzeugen, die ohnehin nicht hinschauen wollen. Unsere Kraft ist besser investiert bei den Mitgliedern, die mitarbeiten möchten. Bei denen, die Fragen stellen, weil sie verstehen wollen. Bei denen, die kritisieren, weil sie verbessern wollen. Bei denen, die nicht nur Forderungen formulieren, sondern auch bereit sind, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Das heißt nicht, dass wir uns Kritik verschließen. Im Gegenteil. Wir brauchen Kritik. Aber wir brauchen sie konstruktiv, sachlich und fair. Wir brauchen keine pauschale Abwertung. Wir brauchen keine Gerüchteküche, keine Desinformation, keine Diskreditierung. Wir brauchen keinen Wettbewerb darum, wer am lautesten beklagen kann, was angeblich alles falsch läuft.

Was wir brauchen, sind Menschen, die mitdenken, mitreden und mithelfen.

Und für die Landesgruppe West können wir sagen: Wir haben viele engagierte Mitglieder. Darauf können wir mit einer großen Portion Selbstbewusstsein stolz sein.

Denn es ist leicht, von außen zu sagen, was alles besser sein müsste. Es ist schwerer, sich hinzustellen und es tatsächlich besser zu machen.

Und am Ende geht es nicht darum, wer am lautesten ist. Es geht darum, wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

Für die Landesgruppe wünschen ich mir, dass wir auch weiterhin offen diskutieren, dass wir bei Problemen das Gespräch suchen, Kritik äußern, Leistungen weiterhin anerkennen und auch weiterhin Brücken bauen – dort, wo Mitglieder bereit sind, sie zu betreten.

Und an eines sollten wir uns immer wieder erinnern, warum wir eigentlich hier sind. Wegen unserer Retriever, wegen der Freude an der gemeinsamen Arbeit mit unseren Hunden und wegen eines Vereinslebens, das nur dann funktioniert, wenn viele es tragen.

In diesem Sinne danken ich noch einmal allen, die im vergangenen Jahr nicht nur geredet, sondern gehandelt haben. Allen, die organisiert, geholfen, unterstützt, erklärt und Verantwortung übernommen haben.

Sie sind das Fundament dieser Landesgruppe und unseres Vereins.

Und an alle anderen: Es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen. Man muss nicht sofort den ganzen Verein retten. Manchmal reicht es schon, beim nächsten Mal einfach mit anzupacken.

Vielen Dank!

René Afflerbach

(V1 LG West)

Tanz auf dem Vulkan- Bericht offene Klasse

By Alle, West, Workingtestberichte

Am 15.03.2026 kamen wir nach einer Stunde Fahrt im Park Hotel am Schloss an. Auf der Terrasse meldete ich mich bei meiner Bezirksgruppe Köln-Bonn als Helfer für die Anfängerklasse an. Es begeistert mich immer wieder, als Helfer mitten im Geschehen der Arbeit von Retrievern zusehen zu können. Die Zeit verflog wie im Fluge. Nach einigen Stunden hatten alle Anfänger-Teams an unserer Station gearbeitet.

Im Anschluss daran habe ich mich mit meiner Jana aufgewärmt. Nach der Begrüßung durch die Sonderleitung und der Vorstellung der fünf Richter aus verschiedenen Ländern sind wir in der Open Klasse gestartet. Gleich in der ersten Aufgabe waren wir bei der neuen Richterin Maria Crepaz im Einsatz – ein guter Start in den WT für uns mit einem Blind und einer Markierung. Mit überschaubaren Wartezeiten zogen wir bei tollem Wetter von Aufgabe zu Aufgabe. In unterschiedlichen Geländen im Wald und auf Wiesen wurden uns spannende Aufgaben von den Richtern gestellt. Abwechslungsreich waren gerade Linien und eine gute Markierleistung von Jana und mir gefordert. Jede Aufgabe hatte ihren Kniff.

 

In den Wartezonen führten wir schöne Gespräche auch über Zeiten des Motoradfahrens in der Eifel, bevor Retriever bei Mitstartern und mir zu unserem tollen Hobby der Retriever-Arbeit führten.

Nachdem wir alle Aufgaben gelöst hatten, war ich sehr zufrieden. Jana und mir war eine tolle Teamarbeit über den gesamten WT gelungen. Im Park Hotel am Schloss war bestens für Sitzmöglichkeiten, Kaffee und Kuchen sowie Getränke gesorgt. Mit anderen Startern verbrachten wir eine schöne Zeit, bis wir bei einem spannenden Stechen zuschauen konnten. Dessen Wettstreiter waren ebenfalls sehr zufrieden. Niemand wusste, um welchen Platz gestochen wurde. Es blieb spannend bis zur Siegerehrung. Nach dem Dank an die Beteiligten erklärte Benno, dass mehrere ein Vorzüglich erreicht hatte. Bald war bekannt, dass um Platz zwei gestochen worden war. So blieb Platz eins bis zum Schluss ein Geheimnis.

 

Mit unglaublichen 97 Punkten wurden dann Jana und ich zum Sieger erklärt. Unter Applaus durfte ich die Trophäe für den 1. Platz abholen und mich bei Sonderleitung und Richtern bedanken. Meine Ansprache war sehr kurz, da mir vor Rührung die Worte fehlten. Was für ein Tag – meine Bezirksgruppe hatte jedem, der gemeldet hatte, einen Startplatz gegeben und bei rund 50 Open Startern waren Jana und ich heute das beste Team.

Auf diesem Weg bedankte ich mich nochmals ganz herzlich beim Reviergeber, beim engagierten Team des Park Hotel am Schloss, bei den Sponsoren, bei den Richtern, bei den Helfern, bei den fairen Mitstartern und den Sonderleitern Ute und Benno, die mit ihrem Team zum 15. Mal einen tollen Tanz auf dem Vulkan ermöglicht haben. Vielen Dank, dass wir dabei sein durften.

Volker Herrmann mit Chestnut Hunters Chip

 

Einhorn, Storch und Burgfräulein – Verhaltensbeurteilung am 15.02.2026 in Willich

By West

Am Karnevalssonntag haben wir uns bei eisigen Temperaturen auf den Weg nach Willichgemacht, um mit unserer Hündin „Hayweeds Amber Orange“ an der Verhaltensbeurteilungdurch die Wesensrichterin Ines Mainka teilzunehmen. Amber ist eine Hündin aus unserem A-Wurf und ich muss zugeben, dass ich als Züchterin doch ein kleines bisschen aufgeregt war.

Wir hatten das Glück, einen Startplatz in der Nachmittagsgruppe zu bekommen, und konntenuns ganz entspannt um 12:30 Uhr auf dem Gelände der BZG Düsseldorf einfinden. Insgesamtsollten an diesem Nachmittag vier Hunde durch den Test geführt werden: zwei GoldenRetriever, ein Curly-Coated Retriever und unsere Labradorhündin.

Sonderleiterin Sandra hat uns alle sehr freundlich empfangen, die Meldeunterlagenentgegengenommen und uns darüber informiert, wie wir gemeinsam für einen reibungslosenPrüfungsablauf sorgen können. Nachdem Sandra die Wesensrichterin vorgestellt hatte,erläuterte Ines uns sehr ausführlich, welche Aspekte bei der Verhaltensbeurteilung vonBedeutung sind. Anschließend bat sie uns, unsere Hunde einfach mal „Hund sein zu lassen”.Wichtig ist heute nicht, wie der Hund an der Leine läuft oder das Dummy apportiert. Wichtig ist,dass sich der Hund ungezwungen und freudig durch den Test bewegt.Vor Beginn der Prüfung ist Ines mit uns allen (ohne Hund) den Prüfungs-Parcours abgelaufen,um die einzelnen Stationen zu erklären und unsere Fragen zu beantworten. Dadurch wurde mirviel von meiner anfänglichen Anspannung genommen. Diese lockere und freundliche Stimmungzog sich weiter durch den ganzen Tag.

Als zweites Team waren wir an der Reihe. Amber konnte ihr Glück kaum fassen: Sie durftespielen, freundliche Menschen begrüßen, mehrere Dummies apportieren und all die tollen Dingeentdecken, die es dort gab. Besonders begeistert war sie von einem weißen Einhorn und einemgroßen Storch, den sie am liebsten stibitzt hätte. Mit großer Freude flitzte Amber durch dengesamten Test und hätte am liebsten noch eine weitere Runde über den Parcours gedreht.

Alle vier teilnehmenden Hunde haben die Prüfung bestanden. Die Stimmung unter denTeilnehmern war ausgesprochen gut und alle haben mitgefiebert. Besonders beeindruckt hatmich die Curly-Coated-Hündin Bö, die ihren Namen dem Burgfräulein aus der Geschichte desRitters Rost verdankt. Ihre Besitzerin erzählte uns viel Wissenswertes über diese selteneRetriever-Rasse und ihre besonderen Eigenschaften. Da Curlies so selten zu sehen sind, war die schöne schwarze Bö der Star unserer Vierergruppe.

Ganz herzlichen Dank an die BZG Düsseldorf, Ines, Sandra und die ganzen lieben Helfer und Teilnehmer. Es war ein wunderschöner Tag mit euch!

Nic mit Amber

Wesenstest der BZG Düsseldorf am 15./15.02.2026

By West

Richterin und Helfer hatten zwei volle Tage bei durchwachsenem Wetter mit jeweils zwei Gruppen vor und nachmittags gut zu tun. Die Richterin Ines Mainka erklärte den ganzen Ablauf sehr geduldig und nahm allen Teilnehmern erst einmal die Ängste. Sämtliche Kommandos sollten wir an dem Tag weglassen und zu meiner Überraschung waren wir dann in unserer Gruppe die Ersten. Aber ich hatte ein gutes Gefühl. Hatte mein Hund Heather & Oaks Arrow ( Ari) doch genau an diesem Tag Geburtstag und wir beide waren am Rosenmontag in der Karnevalshochburg Düsseldorf. Und dann begann ein
wirklich schöner Spaziergang. Nach dem Chipauslesen durfte Ari Dummys retten, toben und mit dem Hundeführer spielen. Wir gingen durch eine Gruppe von Menschen und einige konnten sogar geknuddelt und begrüßt werden. Es ging über unterschiedliche Bodenbeläge und immer wieder gab es an verschiedenen Stellen aus dem Wald interessante Geräusche von Rasseln, Glocken etc. . Plötzlich hing vor uns ein großer schwarzer Umhang flatternd im Baum, wir sahen einen riesigen Storch und ein wunderschönes großes, weißes Einhorn (mein Favorit) Zum Schluss gab es noch Schüsse aus verschiedenen Distanzen. Da war Ari doch etwas enttäuscht, dass kein Dummy flog. Als dann klar war, dass er den Wesenstest wunderbar gemeistert hatte, durfte er dann das mitgebrachte Dummy fröhlich zum Auto tragen und wurde ausgiebig gelobt, schließlich hab ich mich doch wirklich sehr gefreut.

Ich bedanke mich von Herzen bei Frau Mainka, der Sonderleiterin und all den fleißigen Helfern.

Rosenmontag, 16.02.2026
Gaby Düser

Ausbilderseminar der LG West am 28.02.2026

By West

Am Samstag den 28.02.2026 hatte ich die Gelegenheit, am Dummy Trainer:inseminar mit Betty Schwieren teilzunehmen. Für mich bedeutete das eine längere Anreise aus Lübeck, aber genau solche Tage sind es, die einen im eigenen Training wieder neu sortieren lassen. Man fährt hin, um Input zu bekommen – und merkt schnell, dass es oft nicht die spektakulären Dinge sind, die einen weiterbringen, sondern das bewusste Wiederholen und Durchdenken der Grundlagen. Gerade wir Trainerinnen und Trainer wissen ja, wie wichtig es ist, sich die Basis immer wieder präsent zu machen.

Ein großer Teil des Tages drehte sich um genau diese Grundlagen. Beim Apport selbst beginnt vieles schon mit der eigenen Haltung, körperlich wie auch mental. Den Hund beim Reinkommen mit echter Freude zu rufen, ihm eine ruhige und aufrechte Präsenz bei der Abgabe zu geben und das Dummy sauber mit beiden Händen abzunehmen – all das sind Kleinigkeiten, die im Alltag schnell selbstverständlich wirken, die aber enorm viel Einfluss
darauf haben, wie der Hund arbeitet. Auch die Routine rund um die Abgabe wurde noch einmal bewusst gemacht: Dummy ruhig abnehmen, den Hund zum Sitzen auffordern, das Dummy wegstecken und erst dann den nächsten Schritt gehen. Solche klaren Abläufe schaffen Ruhe im Team.

Man merkt dabei schnell, dass die eigene Stimmung und Körpersprache viel stärker auf den Hund wirken, als man manchmal denkt. Wenn der Mensch ruhig und klar ist und sich ehrlich freut, kommt auch der Hund gerne und direkt. Wir haben an den uns vorgestellten Teams sehen dürfen, wie viel das Drehen an nur kleinen Stellschrauben für ein Team schon bringen kann.

Auch die Vorbereitung vor dem Schicken spielte eine wichtige Rolle. Der Hund soll wirklich fokussieren, bevor er losgeschickt wird. Gleichzeitig wurde betont, dass Hunde aber auch Fehler machen dürfen. Nur so kann man sehen, wo im Training noch etwas fehlt. Dabei ging es auch um typische Fehlerbilder, die immer wieder mal auftauchen: Unruhe oder Einspringen, Probleme beim Lining, aber auch Themen wie Tauschen oder Knautschen. Wir alle kennen diese Schwierigkeiten aus den eigenen Trainingsgruppen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Beobachtung und Auswertung der Arbeit einzelner Teams. Wind, Geländegegebenheiten und alte Fallstellen beeinflussten die Arbeit der vorgestellten Hundes teilweise stärker, als man manchmal im ersten Moment wahrgenommen hat. In einer Aufgabe wurde genau das sichtbar: Zwei Markierungen wurden von den Teams auf etwas größere Entfernung gearbeitet. Später griff Betty beide Fallstellen wieder auf und nutzte sie als Bestandteil einer Kombiaufgabe beim Einweisen,
während gleichzeitig eine neue Markierung geworfen wurde, die später eine Verleitung für manche Hunde darstellte. Bettys Aufgaben zeigten sehr anschaulich, wie wichtig es ist, die Rahmenbedingungen bewusst mitzudenken.

Ein schöner Teil des Seminars war das gemeinsame Beobachten der arbeitenden Teams. Wir haben uns bewusst anhand einer einfachen Markierung angeschaut, was in einer Aufgabe passiert, welche Details auffallen und welche Hinweise man dem Team vielleicht geben würde. Hier wurde deutlich, dass die Körpersprache des Hundes sehr viel darüber verrät, was gerade in ihm vorgeht. Den Blick dafür zu schulen ist eine Aufgabe, die uns
Trainerinnen und Trainer dauerhaft begleitet. Dadurch entstand ein sehr lebendiger Austausch über Erfahrungen aus den eigenen Trainingsgruppen und über Schwierigkeiten, die viele von uns aus der Praxis kennen. Wunderbar lebendig moderiert von Betty. Gerade dieser Perspektivwechsel, einmal nicht selbst zu arbeiten, sondern genau hinzusehen ist unglaublich lehrreich.

Für mich persönlich war dieser Tag eine sehr wertvolle Erfahrung. Ich habe viele Gedanken mitgenommen, die weniger mit spektakulären Techniken zu tun haben, sondern mit Haltung, Atmosphäre und Klarheit im Training. Schau hin, denke nach, strukturiere. Man merkt an solchen Tagen auch, dass der eigene Weg sich gerade weiterentwickelt. Besonders angenehm war dabei die Art der Seminarleitung. Betty vermittelte ihr Wissen mit so viel Erfahrung, aber auch mit spürbarem Gefühl für Mensch und Hund. Die Mischung aus fachlicher Klarheit und wertschätzender Atmosphäre machte den Tag für alle Beteiligten sehr angenehm.

Für mich geht das Lernen noch ein Stück weiter. Bei den Stocksee Open Team Days & Friends der BZG Lüneburg darf ich als Steward direkt am Richter mitlaufen und einen Einblick in die Bewertung aus nächster Nähe bekommen. Auf diese Perspektive freue ich mich sehr.

Zum Schluss möchte ich mich auch noch bedanken!

Die Organisation durch die Bezirksgruppe Düsseldorf und René Afflerbach war wirklich hervorragend. Alles lief reibungslos und gleichzeitig in einer sehr angenehmen, offenen Atmosphäre. Besonders beeindruckend war das Trainingsgelände – ein wirklich außergewöhnlich schönes Areal mit vielen Möglichkeiten, in unterschiedlichen Situationen realistisch zu arbeiten. Ebenso vielen Dank an alle Beteiligten, die sich um die Verpflegung gekümmert haben und dafür gesorgt haben, dass man sich rundum gut versorgt fühlte.

Mein besonderer Dank gilt natürlich Betty Schwieren für ein Seminar voller Erfahrung, Klarheit und Herz für die Arbeit mit Hund und Mensch, ich habe so viel gelernt! Und nicht zuletzt danke ich auch allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die vielen netten Gespräche zwischendurch. Gerade dieser Austausch am Rand macht solche Seminartage oft noch einmal besonders wertvoll.

Tina Michelsen
BZG Lübeck Ostholstein

Wenn man mit nichts rechnet und so viel bekommt…

By Alle, West

Samstags in Herrgottsfrühe: der Wecker klingelt. Der Wecker klingelt? Samstags? Ach ja, Frauchen hat Hund zur Dummy A gemeldet! Dann das erste Tief des Tages, stockdunkel draußen, Minustemperaturen und laut Wetterbericht wird’s nicht besser. Das zweite Tief, Hund hat schon eine Dummy A vergeigt, weil er diese blöde Zwangsstörung nicht richtig ablegen kann und manchmal einfach durchknallt. Nicht böse, aber es reicht für mindestens eine oder zwei Nullen. Das erste Tief legte sich im Laufe des Tages, es wurde hell und sogar sonnig und die Temperatur stieg auf plus 2 Grad an. Das zweite Tief jedoch war von Dauer und hielt vom Weckerklingeln bis zum „Herzlichen Glückwunsch“ des Richters: meine Nervosität.

Dabei wurden wir Teilnehmer so nett begrüßt. Freundliche Worte der Sonderleitung Nicole Lübbering und wirklich aufmunternde Worte vom Richter Ralf Ohletz der ganz genau erklärte, worauf es heute ankommt. Also Sack und Pack auf die Schultern, den Hund an die Leine und abrücken ins Revier. Wärmer wurde es einem dabei, die Nervosität nahm es mir nicht.

In der Wartezone suchte sich jeder sein Plätzchen. Ich reihte mich einfach irgendwo ein, ich kannte ja als Neuling im Dummysport niemanden. Aber das schien überhaupt keine Rolle zu spielen. Alle waren sehr nett, man sprach sich gegenseitig Mut zu, beruhigte gegebenenfalls, munterte auf wenn nötig. Also auf zum Suchengebiet. Kann sich Nervosität steigern? Definitiv ja! Aber auch hier wieder freundliche Worte und spürbare Ruhe. Also bücken zum Ableinen, dabei die Parole murmeln: ‚Wir schaffen das.‘, und schicken.

Auf dem Weg zur nächsten Aufgabe blieben die Gedanken irgendwie im Suchengebiet hängen und was alles hätte schief gehen können (ja, ein Konjunktiv, ist ja nicht schief gegangen). Außerdem krallte sich diese blöde Nervosität fest. Obwohl mittlerweile bei allen die Stimmung lockerer wurde fingen wir an, mehr zu frieren. Der Wind frischte auf und die Gedanken daran, was bei der Einzelmarkierung schief gehen kann tat ihr Übriges. Und wie das im Leben so ist, je mehr Prüfungsfächer abgearbeitet sind, desto mehr Wenn und Aber und Enttäuschungen gibt es bei den Startern. Ein paar Federn haben wir bei dieser Aufgabe gelassen, aber wir schaffen das.

Für den Appell noch einmal die Wartezone wechseln, hinter Gebüsch und Sträucher und hohe Gräser, damit die Hunde nicht zugucken. Vorteil: windgeschützt und die Sonne begrüßte uns noch einmal richtig nett. Und irgendwie war auch die allgemeine Stimmung wieder heller. Da wo es schief gelaufen war, hatte man seinen Frieden gemacht, da wo es noch Hoffnung gab, kehrte Ruhe ein. Nur bei mir nicht, Mist. Die Devise „vertraue deinem Hund“ schwirrte mir zwar durch den Kopf, wollte sich aber partout nicht fixieren lassen. Nützt nichts, Parole murmeln und ab in die Aufgabe. Natürlich kann mein Hund das besser, vor allem, wenn Frauchen ruhiger ist. Aber wir schaffen das.

Mittlerweile waren alle durchgefroren und ein bisschen müde. Gut, dass wir mit Sack und Pack zum Wasser noch einmal ein wenig laufen mussten. Das sorgte für eine gute Durchblutung, jedoch nicht zum Abbau von Nervosität bei mir. Beim letzten Fach noch durchfallen, welch grausige Vorstellung, nicht dienlich um das Nervenflattern in den Griff zu bekommen. Wir rückten alle näher zusammen, genossen die letzten Sonnenstrahlen, waren sogar in der Lage, lockeren Smalltalk zu betreiben und uns ein wenig auf die Schippe zu nehmen.

„Herzlichen Glückwunsch“ hörte ich, als mein Hund aus dem kalten Wasser kam und das Dummy brav in die Hand gab.

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für das faire Richten Ralf, die gelungene Organisation Nicole, dem Schützen und Werfer und natürlich den Reviergebern für diese tolle Möglichkeit, unsere Hunde zu arbeiten. Herzlichen Glückwunsch den Platzierten und allen viel Glück bei all euren Plänen für das nächste Jahr. Ohne euch alle hätte es diesen wundervollen Tag nicht gegeben.

Pia mit Erdnukkel’s Jackpot Penny – Wir haben es geschafft.

Dummy A in Stadtlohn

By West

Vor ungefähr einem Jahr stand ich das erste Mal mit meiner damals einjährigen Hündin Yoko vom Fallenbergs-Hof beim Dummy-Training der BZG Münsterland auf dem Platz. Ich wollte ihr, neben der jagdlichen Ausbildung, auch eine Auslastung über den Dummysport bieten. Schnell sind wir in die sehr nette Trainingsgruppe integriert worden und seitdem mit Freude dabei.

Anfang 2025 kam dann die Frage auf, ob sich unsere Trainingsgruppe der Dummy-A-Prüfung stellen wolle. Zur Ausrichtung über die BZG Münsterland fehlte allerdings ein Revier. Also fragte ich kurzerhand meinen guten Jagdfreund Ulli Behmenburg, ob bei ihnen im Revier in Stadtlohn die Durchführung einer solchen Prüfung möglich wäre. Ulli ist durch und durch ein „Hundemensch“ und so war alles fix geregelt und wir fanden mit dem 6. September auch schnell einen Termin.

Die Zeit bis zum Prüfungstermin flog nur so dahin und plötzlich stand ich mit großer Nervosität am sonnigen Samstagmorgen bei der Anmeldung. Die notwendigen Unterlagen der 16 Teilnehmer waren alle korrekt, so dass es nach der Begrüßung auch direkt losgehen konnte. Das Revier in Stadtlohn und die Hofanlage stellten sich den Tag über als optimales Prüfungsrevier heraus. So konnten wir vom Treffpunkt die Flächen für die Suche, die Markierung, den Apell und die Wasserarbeit fußläufig erreichen. Wo gibt’s das schon?

Ich hatte den vorletzten Startplatz und mein Nervenkostüm als Erstlingsführerin war auch dadurch ziemlich angespannt. Begonnen wurde mit der Suche. Endlich waren wir dran. Mir wurde die Aufgabe von dem sehr ruhigen und netten Richter Daniel Perick erklärt und die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen. So war schnell alles abgeklärt und ich durfte starten.

Wie sonst gewohnt, wollte ich mir nach dem Ableinen des Hundes die Leine um den Hals hängen. „Nix da!“, sagte der Richter. „Bitte die Leine in die Tasche.“ Ah, ok, und daraufhin schicke ich auch schon meine Yoko. Sie sucht das Gelände systematisch und mit tiefer Nase ab, so wie wir es zigfach im Training eingeübt hatten.

Sehr schön, schnell fand sie den ersten Dummy und trug ihn mir freudig zu. Ich steckte den Dummy wie gewohnt in meine Dummyweste und schickte sie ein zweites Mal. Der Richter sagte mir daraufhin, dass er die Dummies bekäme. Ich kicherte nervös und sagte ihm, dass es wohl der Automatismus sei. Kichern … oh je, jetzt sehe ich, wie sich meine Hündin umdreht, mich anschaut und die Suche für einen kurzen Moment unterbricht, aber dann glücklicherweise sofort weiterarbeitet. Ich murmele so in mich hinein: „Ich sollte lieber meine Klappe halten“ und bekomme von dem Richter ein „Völlig richtig“ zurück. Auch die beiden nächsten Dummys suchte meine Hündin sehr souverän und ging dabei auch in das dichtere Gestrüpp, um sie nach Hause zu bringen. Wunderbar – erster Teil geschafft. Ich freute mich vor allem darüber, dass ich an dieser Stelle schon mal ein positives Feedback vom Richter bekam.

Die zweite (vermeintlich) einfachste Übung – Einzelmarkierung mit Schuss – kostete mich dann doch Nerven und leider auch Punkte. Yoko markierte erst perfekt, drehte sich dann aber nach links um und sah dort den abgestellten Versorgungsbollerwagen. Davon ließ sie sich kurz beeindrucken und lief etwas in dessen Richtung. In diesem Moment war ich etwas überfordert und vergaß ganz, dass ich ja auch pfeifen durfte. Zum Glück leistete der Richter in dieser Situation Hilfestellung: Also ein gezielter Doppelpfiff und der Hund war wieder bei mir. Danke!

Puh … kurz durchatmen und weiter zur dritten Prüfungsaufgabe, dem Appell. Als vorletzte Starterin musste ich dann mit ansehen, wie bei dieser Übung sehr viele Teilnehmer leider nicht bestanden. Wie schade für diese großartigen Teams. Ich war traurig, denn auch meine Trainingspartnerinnen „erwischte“ es und ich wusste ja, dass die Hunde es können bzw. vorher in den zahlreichen Übungsstunden nicht eingesprungen waren.

Mein Herz pochte, als ich in die Übung ging. „So, nun bitte schön Fuß laufen.“ Achim Oetermann, unser Trainer, hatte es uns oft genug gepredigt, dass eine ordentliche Fußarbeit wirklich enorm wichtig sei. Wir gingen langsam neben dem Richter und Yoko setzte sich bei den Schüssen brav hin und hatte sich dabei die Fallstelle perfekt gemerkt. Besser hätte es nicht laufen können. Diesmal kam sie auch auf direktem Weg zurück. Super, meine kleine Yoko!

Nun nur noch eine Aufgabe am Wasser. Ich hatte so meine Bedenken, denn Yoko neigte in der Vorbereitung ab und an zum Schütteln. Einmal nass bekommen wir normalerweise eine schöne Abgabe mit anständigem Vorsitzen hin. Am Prüfungstag wollte ich jedoch kein Risiko eingehen, also nahm ich ihr das Dummy nach dem Aussteigen direkt ab.

Danach hörte ich ein „Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Dummy A“ und war einfach nur überglücklich. Was für ein aufregender Tag!? Dass wir am Ende dann noch mit einem „Vorzüglich“ und dem Pokal als Suchensieger dastanden, machte mich beinahe komplett sprachlos.

Im Nachhinein geht mein großer Dank an alle Trainer, Trainingspartner, Unterstützer (zu Hause und vor Ort) und die Organisatoren der BZG Münsterland sowie an Richter Daniel Perick und seine Frau. Ganz besonders möchte ich mich bei meinem Jagdkollegen Ulrich Behmenburg und der Familie Bockwinkel für die Bereitstellung des Reviers und die Unterstützung am Prüfungstag bedanken. Natürlich dürfen wir auch das von allen Teilnehmern mitgebrachte Catering nicht vergessen, das wirklich keine Wünsche übrig ließ. Und zum Schluss bedanke ich mich beim Wettergott für einen sonnigen und unvergesslichen Tag!

Nadine Schulz mit Hündin Yoko vom Fallenbergs Hof

Kleiner interner Weihnachtsworkingtest am Samstag 13.12.2025 in Wipperfürth

By West

Schön war es. Wir haben uns nach einer kleinen abenteuerlichen
Anfahrt an der Hütte an der Neyetalsperre getroffen, um mit
unseren Aktiven aus den eigenen BZG Gruppen einen schönen
internen Weihnachtsworkingtest mit anschließendem
gemütlichem Zusammensein in der „Hütte am See“ zu genießen.
Alle Teilnehmer hatten Spaß und konnten in entspannter
Atmosphäre austesten, wie sich ein WT anfühlen könnte.
Wer noch zu den derzeit bestehenden Gruppen hinzustoßen
möchte, kann sich gerne bei Interesse melden bzw. sich in der
DRC Datenbank zu den nächsten Kurseinheiten anmelden. Wir
freuen uns immer, neue Teams kennenzulernen.

Teamday 22.11.2025 – BZG Düsseldorf

By West

Bei knackigen Minustemperaturen machten wir uns am frühen Morgen auf den Weg zum Gelände der BZG Düsseldorf. Gemeldet hatten wir uns zum Team Day, für den einzig die bestandene Begleithundeprüfung Voraussetzung war. Was uns jedoch konkret erwarten würde, blieb bis zum Start ein kleines Rätsel – und genau das machte den Reiz aus.

Um 10 Uhr stand die Abgabe der Unterlagen an. Sieben Teams waren gemeldet, eines musste leider kurzfristig absagen. Inmitten einer Labrador-dominierenden Runde traten wir als „Quoten-Goldie“ an und wurden als drittes Team eingeteilt.

Nach einer kurzen Vorstellung und einer allgemeinen Erklärung des Ablaufs ging es für alle gemeinsam zur ersten Aufgabe.

Aufgabe 1 – Rally Obedience trifft Kreativaufgaben
Der Einstieg hatte es direkt in sich. Während zu Beginn ein Dummy im Wald ausgelegt wurde, erwartete uns anschließend ein kleiner Parcours aus verschiedenen Elementen des Rally Obedience. Karten lesen, Aufgaben in der richtigen Reihenfolge abarbeiten und dabei konzentriert bleiben – eine echte Herausforderung.

Für gute Laune sorgten die humorvollen Zusatzeinlagen: etwa ein Hampelmann, während der Hund einem gegenübersitzt, oder Sackhüpfen, während der Hund brav im Sitz warten sollte. Spätestens hier war klar: Dieser Tag würde nicht nur lehrreich, sondern auch unglaublich unterhaltsam werden.

Aufgabe 2 – Die Brücke über die „Schlangen“
Die zweite Station verlangte Köpfchen und Teamarbeit. Ein Hindernis aus „gefährlichen Schlangen“ – natürlich nur symbolisch – blockierte den Weg zum Dummy. Die Aufgabe: Den Dummy zunächst auf die andere Seite bringen, anschließend mithilfe von Matten und Tüchern eine sichere Brücke bauen, um gemeinsam mit dem Hund hinüberzugelangen und den Dummy zurückzuholen. Besonders spannend war zu beobachten, wie
unterschiedlich die Teams strategisch vorgingen. Kreativität war hier eindeutig Trumpf.

Aufgabe 3 – Erste-Hilfe-Situation
Weiter ging es auf einem Waldweg, auf dem plötzlich eine Frau mit Rollator und auffälligem Erscheinungsbild rufend zu Boden stürzte. Die Aufgabe bestand darin, Ruhe zu bewahren, den Hund kontrolliert am Rand ablegen zu
lassen und die Situation korrekt einzuschätzen. Der Hund sollte – selbstverständlich – weder Reanimation versuchen noch eigenständig eingreifen, sondern sich verlässlich führen lassen. Eine Aufgabe, die vor allem Gehorsam, Nervenstärke und Sozialverhalten abfragte.

Aufgabe 4 – Dosenwerfen trifft Dummyarbeit
Im vierten Teil sollte der Hund in einem markierten Kreis sitzen bleiben, während wir den Dummy gegenüber auslegten und anschließend in der Mitte eine Runde Dosenwerfen absolvierten. Erst danach durfte der Hund losgeschickt werden, um den Dummy zu holen. Eine schöne Kombination aus Impulskontrolle, Konzentration und Action – für Hund und Mensch gleichermaßen.

Aufgabe 5 – Agility mit Verantwortung
Die letzte Aufgabe brachte sportliche Elemente ins Spiel. Ohne Hund legten wir zunächst einen Dummy in ein Körbchen am Ende des kleinen Parcours. Der Hund musste anschließend über drei Hindernisse springen, durch einen Ring laufen, den Dummy aufnehmen und über den gleichen Weg zurückkehren. Eine anspruchsvolle, aber sehr spaßige Mischung aus Agility und Dummyarbeit, die den Teamgedanken perfekt abrundete.

Fazit – Ein Tag voller Teamgeist, Spaß und toller Begegnungen

Die Veranstaltung begeisterte auf ganzer Linie. Die Aufgaben waren abwechslungsreich, durchdacht und immer darauf ausgelegt, Mensch und Hund als Team zusammenarbeiten zu lassen. Alle Hilfsmittel waren erlaubt – wichtig war nur, gemeinsam kreative Lösungen zu finden. Dazu kamen herzliche Teilnehmer, nette Gespräche und eine rundum angenehme Atmosphäre.

Für uns steht fest:

Diese Prüfung ist eine absolute Empfehlung für alle, die gemeinsam mit ihrem Hund Spaß haben und ihre Bindung stärken möchten. Wir kommen definitiv wieder!

Wesenstest am 04.10.2025 – BZG Düsseldorf

By West

Am Samstag, den 4. Oktober, fand auf dem Vereinsgelände der BZG Düsseldorf in Willich der diesjährige Wesenstest statt. Der Tag startete leider recht ungemütlich – schon früh am Morgen setzte kräftiger Regen ein, und so waren zunächst Gummistiefel und Regenjacken gefragt. Doch niemand ließ sich die Stimmung verderben, und pünktlich zur Mittagszeit hatte Petrus dann ein Einsehen: Der Regen hörte auf, die Sonne kam heraus, und der Rest des Tages zeigte sich von seiner schönsten Seite.

 

Die teilnehmenden Hunde präsentierten sich durchweg freundlich, aufgeschlossen und arbeitsfreudig. Es war schön zu sehen, wie entspannt und interessiert die Hunde die verschiedenen Situationen meisterten. Am Ende konnten alle Teams stolz auf sich sein – denn alle Hunde haben den Wesenstest bestanden!

 

Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Richterin Dr. Jutta Jaitner für die faire und einfühlsame Beurteilung und an die Sonderleitung Sandra Gillhausen für die hervorragende Organisation und den reibungslosen Ablauf. Dank euch wurde dieser Prüfungstag zu einem rundum gelungenen Erlebnis.

 

So darf es gerne weitergehen – mit tollen Hunden, guter Stimmung sowie Sonnenschein und Regenbogen zum Abschluss!

 

Nicole Erstling mit My Hunting Blizzard Amico

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