Am 11. Juli 2026 fand in Weihmichl bei Landshut die Begleithundeprüfung der Landesgruppe Süd statt. Die Sonderleitung übernahm Sonja Schröder, während Angela Klenk die Prüfung nach den Regeln des DRC/VDH abnahm.
Insgesamt stellten sich acht Mensch-Hund-Teams der Prüfung: ein Labrador Retriever, zwei Flat-Coated Retriever, drei Golden Retriever und zwei Nova Scotia Duck Tolling Retriever.
Zu Beginn wurden die erforderlichen Unterlagen geprüft und die Startnummern ausgegeben, die sich die Prüflinge gut sichtbar um den Oberarm binden konnten. Anschließend stand für sechs der acht Teilnehmenden der schriftliche Test zum Sachkundenachweis auf dem Programm. Zwei Prüflinge hatten diesen bereits zuvor abgelegt. Erfreulicherweise bestanden alle sechs den Test erfolgreich.
Bevor es mit dem ersten praktischen Teil der Prüfung losging, wurden die Chips der Hunde kontrolliert. Gleichzeitig konnte sich die Richterin einen ersten Eindruck von der Unbefangenheit der Hunde verschaffen.
Für den ersten Teil der praktischen Prüfung befanden sich jeweils zwei Teams gemeinsam auf dem Prüfungsgelände. Während sich das erste Team auf das Laufschema der Leinenführigkeit und anschließend auf das Laufschema der Freifolge konzentrierte, absolvierte der Partnerhund die Ablage. Dabei muss der Hund in etwa 30 Metern Entfernung von seinem Hundeführer für rund sieben bis zehn Minuten zuverlässig liegen bleiben, während das andere Team auf dem Platz arbeitet. Anschließend wurden die Rollen getauscht.
Angela Klenk beobachtete beide Teams mit erfahrenem Blick und gab ihnen im Anschluss auf freundliche und konstruktive Weise sowohl Lob als auch hilfreiche Kritik mit auf den Weg. Am Ende hatten alle acht Teams den ersten Prüfungsteil erfolgreich bestanden. Damit ging es weiter zum Penny-Parkplatz in Weihmichl, wo der Verkehrsteil auf dem Programm stand. Dort wurden die Teams mit verschiedenen Alltagssituationen konfrontiert: Radfahrer und Jogger kamen vorbei, Passanten schoben scheppernde Einkaufswagen und sogar ein kurzer Smalltalk mit einem Autofahrer, der eigens dafür anhielt, gehörte zu den gestellten Aufgaben. Die Hunde liefen dabei zuverlässig bei ihren Hundeführern und reagierten gelassen auf die unterschiedlichen Situationen.
Zusätzlich wurden jeweils zwei Hunde für kurze Zeit vor dem Penny angeleint und blieben dort unter der Aufsicht der Richterin und der Sonderleitung zurück. Die jeweiligen Hundeführer erhielten währenddessen die kleine Aufgabe, im Penny etwas für die Prüfungsleitung nachzusehen. Während die beiden Hunde vor dem Penny warteten, gingen die anderen sechs Mensch-Hund-Teams nacheinander an ihnen vorbei. Auch diese zusätzliche Ablenkung meisterten die wartenden Hunde souverän und blieben gelassen. Anschließend wechselten die Teams, sodass jeder Hund diese Prüfungssituation absolvierte.
Zum Abschluss des Verkehrsteils warteten alle acht Mensch-Hund-Teams gemeinsam im Schatten vor dem Penny. Nacheinander wurden sie von Angela Klenk und Sonja Schröder nach vorne gebeten. Hinter einem VW-Bus wartete noch eine letzte „Spezialaufgabe“. War auch diese gemeistert, folgte endlich die ersehnte Gratulation zur bestandenen Begleithundeprüfung – und zur Feier des Tages gab es für jedes erfolgreiche Mensch-Hund-Team einen Geflügelwiener.
Alle acht Teams bestanden auch den Verkehrsteil und durften sich damit über eine rundum erfolgreich absolvierte Begleithundeprüfung freuen. Anschließend ging es zurück zum Prüfungsgelände, wo in feierlichem Rahmen die Urkunden an die erfolgreichen Teams überreicht und zur Erinnerung ein gemeinsames Gruppenfoto gemacht wurde. Außerdem erhielten die frischgebackenen Begleithundeprüfungs-Absolventen eine Einladung zum bevorstehenden „Team-Day“. Die erfolgreich abgelegte Begleithundeprüfung ist Voraussetzung für die Teilnahme – umso größer war die Freude, nun gemeinsam bei diesem besonderen Tag dabei sein zu dürfen.
Ein ganz besonderer Dank gilt unserer Trainerin Sonja Schröder, die uns mit viel Engagement und Herzblut auf diesen Tag vorbereitet und die Prüfung hervorragend organisiert hat. Ebenso möchten wir uns herzlich bei unserer Prüfungsleiterin Angela Klenk sowie bei allen weiteren Helferinnen und Helfern bedanken, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.
Zum persönlichen Abschluss möchte ich mich bei meiner Prüfungspartnerin Monika Schindler und unseren beiden Toller-Hündinnen Lani und Phini bedanken. Es war unsere erste Prüfung, die wir gemeinsam ablegen durften – und trotz unserer Aufregung haben wir sie als Team sicher und souverän gemeistert. Ein Erlebnis, an das wir uns sicherlich noch lange und gerne erinnern werden.
Nina Heinle mit Germona Nova’s Phoenix (Phini)
Die ersten Prüfungen der BZG Oberbayern im Jahr 2026 sind auch schon wieder vergangen, darunter ein Workingtest, Tollerprüfungen und eine Dummyprüfung.
Richter: Mario Hickethier, Herta Rudolph, Stephan Steidl

Foto: Mailin Stahnke

Foto: Mailin Stahnke

Foto: Mailin Stahnke

Foto: Mailin Stahnke

Foto: Manuela Huber-Vogel

Foto: Manuela Huber-Vogel

Foto: Manuela Huber-Vogel
Am 14./15.02 fand wieder der Wesenstest in Rohr in Niederbayern statt.
Am 14.02.2026 machten wir uns auf den Weg, um uns den Aufgaben zu stellen. Wir, das sind mein Nova Scotia Duck Tolling Rüde Keoma und ich. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Sonderleitung Tanja und der Richterin Franziska Hartmann ging es auch schon los.
Keoma und ich waren als erstes Team an der Reihe. Die Nervosität stieg, aber Franzi, wie die Richterin von allen liebevoll genannt wird, vermittelte eine unwahrscheinliche Ruhe und ihre ruhige und nette Art halfen mir sehr.
Da haben mich eher die angrenzenden Alpakas nervös gemacht. Werden sie interessanter sein für Keoma als der Rest und ich? Die ersten Hürden wie Fragen zum Hund und Umfeld, Chipkontrolle, Kontaktaufnahme in der Gruppe und fremden Menschen klappte schon mal besser als gedacht. Und auch das Spielen und Apportieren war interessanter als die tierischen Nachbarn. Der Weg durch den Parcours war auch spannend und interessant zu sehen, wie unterschiedlich doch alle Hunde reagiert haben. Manche hatten gar keine Probleme und manche waren ab und zu etwas vorsichtiger.
Franzi begleitete uns weiterhin souverän und ruhig, was sich auch auf alle übertragen hat. Zuletzt erfolgten die 3 Schüsse aus 100/50/20 Metern Entfernung. Auch dies stellte für Keoma, und was ich so mitbekommen habe dem Großteil der Hunde, keine Probleme dar.
Alles in allem ein gelungenes Wochenende mit toller Verpflegung durch Heike, netten Menschen-Hund-Teams und einer tollen Organisation. Am Ende fuhren wir müde aber glücklich und mit einer tollen Bewertung wieder nach Hause. Alles halb so wild.
Was ich wieder mal gelernt habe: Vertraue Deinem Hund und geh aus Deiner Angst! Dann kann man so vieles gemeinsam schaffen und überstehen. Danke an alle Helfer und Teilnehmer.
Lg Sandra
Text & Fotos: Dr. Doreen Hochmiller
Lange hatte ich schon den Wunsch einmal bei einer TP Silber in Deutschland zu starten. Am 4. Oktober war es dann endlich so weit. Ich durfte mit meinem 4-jährigen Rüden Winni (C.I.B., C.I.E. MultiCH Red Pleasure’s Call Me Double Love for Kenzo Sr.) starten.
Sobald wir im Revier angekommen sind, stieg immer mehr die Anspannung. Ich war schon aufgeregt, was uns heute erwarten wird, waren wir ja zuvor noch nie bei einer Tolling Prüfung. Die Zeit bis zu unserem Start wollte gefühlt nie vergehen.
Dann war es endlich so weit. Uns Starterinnen wurde das Vorgehen und die Blende gezeigt, ebenso die Fallstelle der Markierung ins Wasser und der Ort des ausgelegten Blinds. Kurze Zeit später machte ich mich mit Winni als erstes Gespann bereit. Jetzt legte sich langsam die Aufregung bei mir und ich konzentrierte mich nur mehr auf meinen Hund.
Nach dem Anschleichen konnte Winni beim Tolling seine Spielfreude austoben. Danach meisterte er die Markierung problemlos. Beim Einweisen über Wasser hat Winni großes Interesse an den Lockenten bekommen. Nach einem nochmaligen Ansetzen und schicken, überquerte er das Wasser und apportierte die Ente in die Hand. Da haben wir leider einige Punkte liegengelassen. Weiter ging es zur Freiverlorensuche. Nach 5 (von 6) gebrachten Stücken (2 Kaninchen und 3 Enten) in kürzester Zeit beendeten die Richter dieses Fach auf Grund hervorragender Leitung und wir gingen weiter zum Einweisen an Land auf eine Ente. Nachdem diese Ente auch herinnen war, sagten die Richter, dass sie von der Arbeit meines Winnis richtig begeistert waren, und sie uns gerne einmal bei einer Jagd erleben würden.
Im Anschluss trafen alle Teilnehmer im Suchenlokal zur Siegerehrung ein. Groß war die Freude, als unsere Punkte vorgelesen wurde. Die Krönung zum Schluss: Der Wanderpokal für die beste TP Silber des Jahres 2025 geht erstmals in der Geschichte nach Österreich!
Ein großes Dankeschön geht an alle RichterInnen, RichteranwärterInnen, SonderleiterInnen, ReviergeberInnen, TeilnehmerInnen und an alle beteiligte OrganisatorInnen für das Ausrichten dieser wirklich schönen Prüfung.
Der Holledauer Hopfencup geriet schon bei der Premiere 2024 so fröhlich wie sein Name und machte Lust auf mehr. Für den zweiten seiner Art feilten die beiden Sonderleiterinnen Anja Jänicke und Katharina Blum noch an der Rezeptur: Zum Einzel-Workingtest am Samstag kam 2025 ein Teamtag mit gemischten Klassen am Sonntag.
„Wir wollten möglichst vielen Leuten die Gelegenheit zum Start geben“, meint Anja. Also zwei Tage statt einer – und zwei verschiedene Formen von Wettbewerb. Das besondere Erlebnis, im Dreierteam gemeinsam Aufgaben zu lösen, wollten die Sonderleiterinnen gerne bieten, aber ebenso die Möglichkeit für einen Einzel-Start.
Den Geschmack der WT-Freunde haben die Organisatorinnen mit ihrem Konzept getroffen. Es gingen reichlich Meldungen ein, die Klassen waren fix allesamt ge- bzw überfüllt. Je 20 Starter waren es im Einzel am Samstag, am Sonntag stellten sich elf Teams den Aufgaben.
Um das allgegenwärtige Helferproblem gar nicht erst aufkommen zu lassen, setzten die Sonderleiterinnen beim Einzel-WT aufs Schweizer Rezept: Alle Starter helfen in einer anderen Klasse, ohne Wenn und Aber. Auch das klappte am Ende reibungslos, wie der gesamte Ablauf. Das kam nicht von ungefähr: Hinter dem Cup in den Pförringer Hopfenfeldern steht ein sechsköpfiges Orga-Team, das von A wie Aggregat bis Z wie Zelt gemeinschaftlich alles zusammengetragen hat, was es braucht, um ein Event mit Wohlfühlcharakter auszurichten.
Die Richter Simone Hahn (Prüfungsleiterin), Francesca Lastrucci (IT), Mario Hickethier, Michael Brühl und Thano Keller gestalteten spannende Aufgaben im vielfältigen Gelände. Wie’s gelaufen ist, konnten die Starter am wärmenden Feuerkorb bei Suppe, Punsch und Kuchen diskutieren. Die Verpflegungsstation war dank vieler helfender Hände gut bestückt.
Die Siegerehrung fand am Samstagabend im Gasthof statt, wo’s dann auch mal ein Hopfen im Glas sein durfte. Die Sorge, dass so spät im Herbst das Licht nicht mehr reicht, damit alle WT-Teams ihre Markierungen noch fallen sehen, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet.
Der straffe Zeitplan hielt, auch am Sonntag fiel das letzte Dummy am frühen Nachmittag. Am Montag war noch ein Mocktrialtraining mit Simone Hahn und Mario Hickethier angesagt, das einen hoch spannenden Schlusspunkt setzte.
„Es war so eine schöne Stimmung, wie ich sie mir insgesamt für unseren Verein wünschen würde“, resümiert Anja.
Ergebnisse:
Klasse A: Gaby Vogel mit Wilyworker Amy (1), Ute Schiele mit Bernsteingucker Charlotte Gina (2), Konstanze Bachmaier mit Smilling Fellows Bendetta (3, JC)
Klasse F: Anja Jänicke mit Kornay Hunting Smokey Joker (1.), Robert Oelkers mit Woodrush Parker (2, JC), Cornelia Brinck mit Bouncy Bruno of Golden Cupcakes (3)
Klasse O: Volker Herrmann mit Chestnut Hunters Chip (1), Brigitte Hug mit Gawain von der Klifflinie (2), Kay Thiemig mit Amy vom Gutenbach (3)
Sieger Team:
Auch der zweite Holledauer Hopfencup war ein voller Erfolg.
Der Holledauer Hopfencup ging in seine zweite Runde – und wir durften dabei sein.
Da wir eine längere Anfahrt hatten, reisten wir bereits am Freitagabend an und nutzten die Gelegenheit, uns direkt für den WT anzumelden. Das fand ich super, denn so sparte ich mir am nächsten Morgen Zeit und unnötigen Stress. Nach der Anmeldung gönnte ich mir ein Abendessen im Gasthof Paulus – in Neustadt an der Donau – und konnte dabei schon einige Starter sowie das Orga- und Richterteam kennenlernen. Die Stimmung war total entspannt, und ich hatte sofort das Gefühl, dass es ein richtig schönes Wochenende werden würde.
Am Samstag begann der Wettbewerbstag früh mit der Anmeldung der übrigen Starter und der Helferbesprechung. Dank des angebotenen Kaffees vor Ort war die Müdigkeit schnell verflogen. Die gute Organisation und die lockere Atmosphäre, die ich schon am Vorabend wahrgenommen hatte, war auch jetzt deutlich spürbar. Neu für mich war, dass die Klassen A, F und O alle am selben Tag starteten und sich gegenseitig in der jeweils folgenden Klasse als Helfer unterstützten.
Pünktlich um 8 Uhr startete das Richten der Anfängerklasse – und natürlich schossen Amy´s und mein Nervositätslevel sofort nach oben. Die Richter hatten spannende und abwechslungsreiche Aufgaben vorbereitet. Amy und ich arbeiteten uns konzentriert durch die Aufgaben, und trotz der Anspannung funktionierten wir als Team richtig gut. Ob bei der Fußarbeit, beim Markieren oder beim kleinen Treiben – Amy blieb dieses Mal sehr fokussiert und holte ein Dummy nach dem anderen. Am Ende hatten wir alle Dummies sicher in der Tasche, und ich war einfach glücklich, keine 0 bekommen zu haben.
Zum Entspannen blieb trotzdem keine Zeit, denn direkt im Anschluss war ich in der Klasse F als Helfer eingesetzt. Also schnell eine Runde mit Amy in die Felder, dann konnte sie im Auto etwas zur Ruhe kommen. Dank der durchgehenden Versorgung mit Essen und Getränken konnte ich mir schnell einen Kaffee holen und mich auf die Helferaufgaben vorbereiten, bevor es mit dem Richten der Klasse F weiterging.
Die Siegerehrung aller drei Klassen fand gegen 18:00 Uhr im Gasthof Braun in Mindelstetten statt. Die Atmosphäre war großartig und die Stimmung locker. Nach einer kleinen Rede durch die Sonderleiterin Anja Jänicke und ein paar netten Worten der Prüfungsleiterin Simone Hahn und Richterin Francesca Lastrucci wurde es ernst – und ich konnte es kaum fassen: Amy und ich hatten den 1. Platz gemacht! Meine Freude war riesig, und mir fehlten die Worte, um zu beschreiben, wie glücklich mich dieser Sieg gemacht hat. Es war unsere allererste Platzierung, was diesen WT für mich zu etwas ganz Besonderem machte.
Insgesamt war es für mich ein wunderschöner, emotionaler und perfekt organisierter Wettkampftag, der mir in bester Erinnerung bleiben wird. Auch das neue Helfersystem nach Schweizer Vorbild funktionierte hervorragend: Die Klassen unterstützten sich gegenseitig, wodurch der Ablauf entspannt blieb und das gesamte Event von einem harmonischen Miteinander geprägt war. Trotz drei zu richtender Klassen lief alles zügig und bestens organisiert.
Ich möchte mich beim gesamten Orgateam, bei allen Richtern und natürlich bei allen Teilnehmern bedanken. Eurer Vorbereitung, eurer Arbeit, eurer Freundlichkeit und dem absolut herzlichen Miteinander haben wir es zu verdanken, dass dieser Tag so schön geworden ist.
Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Runde des Holledauer Hopfencups!
Gaby Vogel
Gaby Vogel holt mit ihrer Amy beim Hopfencup 2025 den Sieg.
Bei sehr herbstlichem Wetter fand am 4. und 5. Oktober zum zweiten Mal der Franken-Cup statt.
Unter der Sonderleitung von Christine Müller war alles super organisiert.Trotz der steifen Brise und den immer näher rückenden Regenwolken war die Stimmung gut, und man merkte gleich: Hier kannte man sich.
Ich hatte mich sehr auf unseren „Heim-WT“ gefreut und muss im Nachhinein sagen: Selten haben mir WT-Aufgaben so viel Spaß gemacht, wie in diesem abwechslungsreichen Gelände, das von den Richtern toll genutzt wurde. Günther Kohler, Maarit Saarinen, Maria Kacsalova, Paul David Toal und Ari-Pekka Fontell haben uns sicher nichts geschenkt, aber es wurde sehr fair abgefragt, was ein Hund/Mensch-Team in der Anfänger-, bzw. Fortgeschrittenen-Klasse können sollte (da ich kein Teilnehmer in der Offenen Klasse war, kann ich nur für die A und F sprechen).
Der Samstag fing mit dem Richten der Offenen Klasse an, in der 21 Teilnehmer an den Start gingen und zehn Teams bestehen konnten. Herzlichen Glückwunsch an die Platzierten Christel Meßthaler mit „Bolle vom Rappenhansl“ (3.Platz), Ines Senghaas mit „Phoebe’s Black Dolphins Dazzling Pearl“, Andrea Graf mit „Mountain Sight Beltaines Fenja“ (1.Platz) und Stefan Berlips mit „Chestnut Hunters Caya“ (Judges Choice und 4.Platz).
Am Nachmittag ging es dann für 29 F-Teams ins Feld, bzw. in den Wald. Wir begannen im Sonnenschein unsere Jacken auszuziehen, aber wehe dem, der sie ernsthaft wegpackte! Wir sollten an dem Nachmittag noch einiges an herbstlichem Aprilwetter zu spüren bekommen…
Hut ab an die Richter und Helfer, die am Ende auch bei Starkregen und gleichzeitigem Sturm noch ihre Stellung hielten. Mein Hund wollte in der letzten Aufgabe eigentlich nur noch ins Auto, und ich habe mich gefragt, ob man die Markierung überhaupt noch fliegen sehen kann vor lauter Wasser, das da vom Himmel peitschte.
Aber erst einmal ging es harmlos los. Die Aufgaben in Feld-Wald-Wiese waren anspruchsvoll, aber gut machbar, wenn man einen Hund hatte, der auch in etwas unübersichtlicherem Gelände und höherem Bewuchs gut markieren und selbstständig einen gewissen Suchenbereich halten konnte oder entsprechend führig und gehorsam war.
Büsche, hoher Klee, eintönige Wiese, Totgras, Dornen, Gräben und halt einfach ein sehr schöner, lebendiger Wald …den Hunden und uns wurde sicher nicht langweilig. Bei Günther Kohler in der Teamaufgabe mussten unsere vierbeinigen Partner auch manchmal etwas mehr Geduld beweisen, da mancher Hund des anderen Teams durchaus etwas länger brauchte, bis er eines der vier Dummys aus dem Treiben wiederfand.
In allen Aufgaben gab es beschossene Blinds und/oder Markierungen, aber durch die sehr unterschiedliche Nutzung des Geländes blieb es immer interessant und abwechslungsreich. Letztendlich konnten sieben Teams alle fünf Aufgaben erfolgreich bestehen.
Über den 3. Platz freute sich Grit Zimmermann mit „Kamala’s Kona von Bauernhirschtal“, der 2. Platz ging an Nicola Jaschik mit „Gryma aus dem Habichtsreich“ und „Akira vom Salgenholz“ und ich durften den Judges Choice und Siegerpokal mit nach Hause nehmen.
Der Sonntag galt allein der Anfängerklasse. 31 Teams gingen an den Start, und ich fand es wieder toll, wie die Richter die Dummybasics in unterschiedliche Aufgaben verpackten und Fußarbeit, Steadyness, das Apportieren an sich und Markierfähigkeit auf teilweise einfallsreiche Art abfragten.
Da tat sich bei dem einen oder anderen noch ein bisschen Übungsbedarf auf, denn nur zehn Teams konnten alle Aufgaben bestehen. Auch ich war mit meinem jungen Hund darunter, der gleich in der ersten WT-Aufgabe seines Lebens eines der beiden Dummys leider nicht finden konnte. Dafür habe ich mich bei der Siegerehrung umso mehr gefreut!
Den 3.Platz gönne ich aus ganzem Herzen Silvia Barnickel mit „Kamala’s Izy von Bauernhirschtal“. Der 2.Platz ging an Manuela Steller mit „Keylam-Phillas of XanXenia“, herzlichen Glückwunsch. Und zu ihrer großen Überraschung und meiner großen Freude konnte Katja Bechthold mit „Wildberry Ashes of St. Helens“ die Anfängerklasse gewinnen. Der Judges Choice ging an Sally Geitner mit „Von der Mohnenfluh do it Dash“!
Am Ende dieses Wochenendes hatte sicher jeder Beteiligte, egal ob Helfer, Teilnehmer, Sonderleitung, Orga oder Richter das Gefühl, richtig was geschafft zu haben ….und wir wissen wieder, wie wichtig wetterfeste Kleidung in unserem geliebten Dummysport ist.
Der dritte Franken-Cup ist für nächstes Jahr bereits geplant, und ich bin auf jeden Fall wieder gerne mit dabei!
Anne Bezdicek mit Akira vom Salgenholz und Purplemooors Xsara
Die Sieger der offenen Klasse (oben) der Anfängerklasse (mitte), der Fortgeschrittenenklasse und der Richter (unten)
Fotos: Christine Müller (F und O), Andrea Zeitler (Anfänger), Grit Zimmermann (Richter)
Alle Fotos: Sonja und Dirk Schröder
Bericht vom Team-Day am 20.07.2025 in Weihmichl
Von Bällchen, Eierbruch und einem Lavafeld des Grauens
Neun Teilnehmende, zehn Hunde, fünf kreative Aufgaben – das war der Team-Day 2025 in Weihmichl. Ein herzliches Dankeschön geht an die Sonderleiterin Sonja Schröder, ihren Helfer Sven hinter den Kulissen und natürlich an unsere Richterin Angela Klenk. Für die tolle Vorbereitung, die liebevoll gestalteten Aufgaben, das faire Richten und nicht zuletzt die mitgegebenen Trainingstipps gebührt ihnen riesiges Lob.
Nach der üblichen Anmeldung und dem Ziehen der Startnummern ging es direkt los. Mein Goldie Cookie und ich durften immer als Erste ran: ohne Erfahrungsberichte der anderen, dafür aber auch immer früh fertig. Das bescherte uns einen angenehm entspannten Tag mit viel Zeit zum Zuschauen, Plaudern und Genießen – kulinarisch bestens versorgt mit Quiche, Salat, Obst, Kuchen und Getränken. Wenn’s nach den Beiträgen zum Buffet ging, hätten wir alle mit „vorzüglich“ bestanden.
Die Aufgaben
Aufgabe 1: Rallye Obedience zum Einstieg. Eine schöne Gelegenheit, gemeinsam warmzulaufen und ins Miteinander zu finden.
Aufgabe 2: Parcours der besonderen Art
Frei bei Fuß durch eng stehende Slalom-Stangen, Fegen eines Bällchens nur mit einem Besen (!) über Hindernisse, der Hund folgt ebenfalls über die Hindernisse, apportiert ein Dummy über eine Plane, und dann – oje – das „Lavafeld des Grauens“: Handtücher müssen so aus- und gegebenenfalls vorn wieder angelegt werden, dass der Hund keinesfalls mit den Pfoten die imaginäre glühende Lava berühren darf, zum Schluss noch ein Abruf ins Fuß im Gehen. Klar, dass ich Cookie niemals auf heiße Lava schicken würde!
Aufgabe 3: Quiz und Suche im Doppelpack
Zwei Teams treten gemeinsam an: Während die Hunde in Hula-Hoop-Reifen warten, beantworten ihre Menschen abwechselnd Fragen. Richtig? Dann darf der eigene Hund in die Suche, während der andere brav im Reifen wartet. Falsch? Dann muss Mensch Dummies suchen gehen – was wegen der insgesamt freundlichen Fragen glücklicherweise niemandem passiert: „Wie heißt die Richterin mit Vor- und Zuname?“ (Angela Klenk), „Wie viele Aufgaben gibt es heute?“, „Welche Retriever-Rassen treten heute an?“
Aufgabe 4: Unsichtbar, aber verbunden
Freifolge durch den Wald, Hund ablegen, Mensch entfernt sich, legt ein Dummy ab, schlägt einen Winkel und verschwindet hinter einem Baum. Aufs Signal der Richterin warten. Hund aus der Entfernung abrufen – in der Erwartung, dass Cookie den direkten Weg (ohne Umweg zum Dummy) wählt. Und danach Apport oder Voran auf das Dummy.
Aufgabe 5: Der Eierlauf
Mensch geht ohne Hund bergauf, Hund wird abgerufen. Oben wartet Sonja mit Löffel und dem Eierlauf in Form einer liegenden Acht – dann geht’s ohne Hund, aber mit Ei zurück bergab, Hund bleibt. Auf dem Weg wird das Ei abgelegt, dann den Hund abgerufen – mit dem Wunsch, dass er das Ei unversehrt mitbringt. Zwei bravouröse Eierapporte gibt es dabei; ein halbes unten ankommendes Ei ist auch noch Anlass zu Jubel. Die meisten Hunde erkennen das Ei (und auch zurückgelassene Eierschale von Vorgänger-Hunden) aber als das, was es ist: fressbar…und apportieren mit der Im-Magen-Methode. Apport ist Apport, meint auch Cookie.
Fazit
Der Team-Day ist für mich die charmanteste Prüfung im DRC. Kein bisschen trivial, aber immer mit einem Augenzwinkern. Es geht ums Miteinander in reizintensiven Situationen, mit viel Abwechslung und echtem Teamwork. Zwischen den Aufgaben wurde gelacht, gefuttert, gequatscht und gedöst – von Mensch wie Hund. Alle Teams bestanden, laut Sonderleitung lagen die Ergebnisse eng beieinander. Jeder fuhr mit einem Lächeln, einem Trainingsimpuls und der Erkenntnis heim: Es gibt immer etwas zu üben. Und wie hieß nochmal die Richterin? Angela Klenk. Wer das bis 2026 wieder vergisst, darf dann selbst suchen gehen.
Anke Humphrey mit Cookie
Alle Fotos: Sonja und Dirk Schröder
Die Tollingprüfung wird in bester Erinnerung bleiben.
Foto: Manuela Huber-Vogel
Tollingprüfung Bronze / Dummy in Isen am 05.07.2025
Der große Tag war gekommen – unsere erste Prüfung, die Tollingprüfung Bronze mit Dummy stand an. Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir sehr früh morgens in Richtung Isen los, mit einer ordentlichen Portion Vorfreude im Gepäck. Es ging schon um 7 Uhr los – aus Rücksicht auf die Hunde bei den warmen Temperaturen.
Die Entscheidung zur Teilnahme fiel eher spontan – nur zwei Wochen zuvor, nach einer kurzen Grübelphase: Können wir das überhaupt schaffen, ganz ohne Prüfungserfahrung? Doch ich kam zu dem Schluss: Tayo kann das!
Er schwimmt sicher, nimmt jeden Einstieg ins Wasser souverän, arbeitet zuverlässig im Schilf, im Wasser wie im Wald. Und das Tolling liegt ihm ja schließlich im Blut. Nur die Schussfestigkeit bereitete mir etwas Sorge. Zwar hatten wir mit einem befreundeten Jäger bereits auf Distanz geübt, doch wie er auf einen Schuss in direkter Nähe reagieren würde, war ungewiss.
Trotzdem: Am Prüfungstag überwog die Freude über das gemeinsame Erlebnis. Die Nervosität blieb überraschend im Hintergrund – ich vertraute meinem Hund. Und das Wichtigste: Es macht einfach unglaublich viel Spaß, Tayo bei der Arbeit zu erleben – mit so viel Feuer, Konzentration und Lebensfreude. Nicht umsonst bedeutet Tayo „der zum Glücklichsein Geborene“.
Zu Beginn wurde erstmal bei jedem teilnehmenden Hund der Chip ausgelesen, ihr Zustand und die Unterlagen geprüft, dann gab es für alle eine Begehung des Wegs und der Aufgaben und dann ging es auch schon los für die erste Teilnehmerin mit ihrem Hund.
Kurz vor dem Schleichen stieg bei uns der Spannungsbogen dann doch noch spürbar an, bis wir schließlich mittendrin waren – auf dem Weg über Wurzeln, Baumstämme und entlang des Ufers, Schritt für Schritt zur Blende. Ein kurzer Halt – lassen sich schon die ersten „Enten“ blicken? Dann leise weiter zur Deckung, ein kurzes Sammeln, und es ging los mit dem Tolling.
Dank Doris, die mir mit ihrer ruhigen Art half, blieb auch das Zählen der Würfe korrekt – nicht selbstverständlich, denn in solchen Momenten meldet sich die Aufregung dann eben doch zurück.
Tayo war in seinem Element: Er tollte begeistert, voller Fokus, voller Freude. Dann schlichen wir zur Wasserböschung. Ein Schuss fiel, und gleichzeitig ertönte das wohl überzeugendste ‚Entenquaken‘, das ich je gehört habe, während das Dummy in Ufernähe fiel. Tayo saß ruhig, aufmerksam, wartete auf das Kommando: „Apport.“
Ohne Zögern nahm er den Einstieg ins Wasser, schwamm zielsicher zum Dummy, nahm es auf, wendete und kam zurück – sauber und konzentriert.
Es folgte die Verlorensuche in einem Waldstück, abgegrenzt mit Schilf auf der rechten Seite, dazwischen ein kleiner, kaum wahrnehmbarer Rückeweg. Nach links erstreckte sich der Wald weiter. Die ersten Dummys arbeitete er systematisch aus und bewies dabei seine feine Nase. Die Schleppe bekam er ebenfalls sicher in die Nase. Um sie erfolgreich auszuarbeiten, erhielten wir Unterstützung von den Richtern und gingen gemeinsam ins Suchgebiet, sodass er die Schleppe noch vollständig ausarbeiten sowie den Dummy finden und bringen konnte.
Nach einer kurzen Pause trafen sich alle Teilnehmer zur abschließenden Schussfestigkeitsüberprüfung. Auch hier zeigte Tayo sich souverän.
Es war wirklich ein tolles gemeinsames Erlebnis, dass man diese wunderbare Prüfung mittlerweile auch mit Dummys absolvieren kann, ist für mich als Toller-Halterin ein riesiger Gewinn – für alle, die nicht mit Wild arbeiten möchten oder können oder deren Hund das Höchstalter für die Prüfung mit Wild einfach schon überschritten hat.
Mein besonderer Dank gilt dem fantastischen Richterteam sowie Manuela, Stephan und Sina für die perfekte Organisation. Sie haben diesen Tag zu einem rundum gelungenen Erlebnis gemacht – entspannt, herzlich und professionell.
Alle Teilnehmer der Dummy-Tollingprüfung haben bestanden – und jeder Einzelne hat eine großartige Leistung gezeigt.
Und unser persönliches i-Tüpfelchen?
Tayo holt sich die Tollingprüfung Bronze / Dummy mit voller Punktzahl von 220 Punkten und dem 1. Platz.
Ich bin mir nicht sicher, ob man aus dieser Lobeshymne an Artikel wirklich herauslesen kann, wie wahnsinnig stolz ich auf meinen kleinen rot-blonden Kerl bin. 😉
Danke an alle, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben!
Melanie Zacherl