Foto und Text: Mareike Rebel
Foto und Text: Mareike Rebel
Am 5. September ging es für Joker und mich zur BLP/R nach Rammertshofen. Mit vier Labradoren und einem Flat Coated Retriever war unsere Gruppe überschaubar und so konnten wir einen wirklich schönen und entspannten Prüfungstag miteinander verbringen.
Schon im Vorfeld hatte sich unsere Sonderleiterin Sonja Schröder um alles gekümmert und auch am Prüfungstag hat es uns an nichts gefehlt. Die Organisation lief reibungslos, wir wurden bestens versorgt und vor allem stand uns ein wirklich schönes und passendes Revier zur Verfügung. Deshalb natürlich auch ein großes Dankeschön an die Reviergeber, ohne die solche Prüfungen gar nicht möglich wären.
Gerichtet wurden wir von Thomas Hoffmann, Doris Hoffmann und Anja Leistenschläger.
Ich habe das Richterteam als sehr angenehm, fair und vor allem den Hunden gegenüber wohlwollend erlebt. Man hat allen drei Richtern ihre jagdliche Erfahrung angemerkt und immer wieder mit einem lockeren Spruch versucht, uns Hundeführern ein bisschen die Nervosität zu nehmen. Besonders hervorheben möchte ich Thomas Hoffmann, der als Prüfungsleiter sehr gewissenhaft durch den Tag geführt hat. Die Abläufe und Bewertungen waren jederzeit transparent und es wurde sich auch die Zeit genommen, Dinge zu erklären oder zu besprechen.
Auch wenn leider ein Gespann nicht bestehen konnte, gab es einige wirklich schöne Arbeiten zu sehen. Eine Labradorhündin konnte ihre Jagdpraxis deutlich zeigen, ein weiterer Labrador legte eine richtig starke Schleppe hin und auch die noch junge Flat Coated Hündin hat ihre Sache toll gemacht. Insgesamt lagen die Leistungen recht eng beieinander.
Joker hat an diesen Tag vielleicht nicht in jedem einzelnen Fach seine allerbeste Arbeit gezeigt. Was mich im Nachhinein aber fast noch mehr freut, ist, wie konstant er durch diese Prüfung gegangen ist. Er hatte keinen wirklichen Ausreißer dabei und hat eine Aufgabe nach der anderen zuverlässig abgearbeitet. Am Ende standen 266 Punkte, die Clubmedaille in Silber und der Suchensieg auf unserem Zensurenblatt.
Natürlich gab es auch Dinge, bei denen ich als Hundeführerin weiß, dass wir sie eigentlich noch schöner können. Aber wahrscheinlich gehört auch das zu einer Prüfung dazu. Man kann vorher viel trainieren, am Prüfungstag kommen dann doch Dinge anders als gedacht. Am Ende muss der Hund zeigen was er daraus macht. Auf Joker konnte ich mich an diesem Tag einfach verlassen.
Vielen Dank an das Richterteam, die Sonderleitung, die Reviergeber, allen Helfern und natürlich auch an meine netten Mitprüflinge für diesen schönen Prüfungstag!
LG Anja m. Joker
Am 7.3. 26 fand die JAS im Revier von Gitta Jung in Birstein- Obersotzbach statt. Mit meiner Flat Hündin habe ich mich für die Sichtung angemeldet. Ich wurde herzlich von der SL Astrid Horn, der Reviergeberin Gitta Jung und dem Richterteam: Gabi Elfers, René Afflerbach und Jochen Schocker begrüßt. In aller Ruhe wurde mir jede Aufgabe ausführlich erklärt. Meine junge Hündin arbeitete mit viel Freude, ruhig und konzentriert. Die Frei-Verloren-Suche, die Markierung, die Schleppe und auch die Verloren-Suche im Feld mit Schuss meisterte sie souverän. Am Wasser verharrte sie kurz, ist dann aber zielstrebig durch das Schilf geschwommen und brachte mir die Ente freudig. Während das Richterteam im Anschluss die detaillierte Bewertung formulierte, konnte ich mich mit Tee und Kuchen stärken. Dank der professionellen Begleitung durch den Fotografen Andreas Riemann wurde dieser erfolgreiche Tag in ausdrucksstarken Bildern festgehalten. Ein herzlicher Dank gilt dem gesamten Organisationsteam, den Richtern und der Reviergeberin für diese erstklassig ausgerichtete Sichtung.
Tanja Leonhardt mit Leo‘s Flat Pearls Be Happy Betty
Text & Fotos: Dr. Doreen Hochmiller
Lange hatte ich schon den Wunsch einmal bei einer TP Silber in Deutschland zu starten. Am 4. Oktober war es dann endlich so weit. Ich durfte mit meinem 4-jährigen Rüden Winni (C.I.B., C.I.E. MultiCH Red Pleasure’s Call Me Double Love for Kenzo Sr.) starten.
Sobald wir im Revier angekommen sind, stieg immer mehr die Anspannung. Ich war schon aufgeregt, was uns heute erwarten wird, waren wir ja zuvor noch nie bei einer Tolling Prüfung. Die Zeit bis zu unserem Start wollte gefühlt nie vergehen.
Dann war es endlich so weit. Uns Starterinnen wurde das Vorgehen und die Blende gezeigt, ebenso die Fallstelle der Markierung ins Wasser und der Ort des ausgelegten Blinds. Kurze Zeit später machte ich mich mit Winni als erstes Gespann bereit. Jetzt legte sich langsam die Aufregung bei mir und ich konzentrierte mich nur mehr auf meinen Hund.
Nach dem Anschleichen konnte Winni beim Tolling seine Spielfreude austoben. Danach meisterte er die Markierung problemlos. Beim Einweisen über Wasser hat Winni großes Interesse an den Lockenten bekommen. Nach einem nochmaligen Ansetzen und schicken, überquerte er das Wasser und apportierte die Ente in die Hand. Da haben wir leider einige Punkte liegengelassen. Weiter ging es zur Freiverlorensuche. Nach 5 (von 6) gebrachten Stücken (2 Kaninchen und 3 Enten) in kürzester Zeit beendeten die Richter dieses Fach auf Grund hervorragender Leitung und wir gingen weiter zum Einweisen an Land auf eine Ente. Nachdem diese Ente auch herinnen war, sagten die Richter, dass sie von der Arbeit meines Winnis richtig begeistert waren, und sie uns gerne einmal bei einer Jagd erleben würden.
Im Anschluss trafen alle Teilnehmer im Suchenlokal zur Siegerehrung ein. Groß war die Freude, als unsere Punkte vorgelesen wurde. Die Krönung zum Schluss: Der Wanderpokal für die beste TP Silber des Jahres 2025 geht erstmals in der Geschichte nach Österreich!
Ein großes Dankeschön geht an alle RichterInnen, RichteranwärterInnen, SonderleiterInnen, ReviergeberInnen, TeilnehmerInnen und an alle beteiligte OrganisatorInnen für das Ausrichten dieser wirklich schönen Prüfung.
Am 30. September 2025 fand in Etzbach im Westerwald eine Bringleistungsprüfung unter besten Bedingungen statt. Alle Teilnehmer erschienen pünktlich um 08:30 Uhr und wurden herzlich von den Prüfern und der Sonderleitung empfangen. Nach der Begrüßung erfolgte die Prüfung der Papiere, der Chipnummern der Hunde und die Überprüfung auf körperliche Mängel. Anschließend wurde per Losverfahren die Reihenfolge der Starter festgelegt.
Nach einem kurzen Fußmarsch durch das Revier begann die Prüfung mit der freien Verlorensuche, die alle Hunde gemeistert haben. Im Anschluss daran wurde die Schussfestigkeit im Feld überprüft– was für alle kein Problem war.
Es folgten die Prüfungsfächer Standruhe und Merken, die Federwildschleppe und das Einweisen. Auch in diesen Fächern konnten alle Gespanne bestehen. Am Wasser waren alle Hunde schussfest und zeigten eine sehr gute Verlorensuche.
Nach Abschluss der praktischen Prüfung ging es ins Suchenlokal, in dem die Auswertung der Prüfung erfolgte. Bei einem leckeren griechischen Mittagessen wurden die Ergebnisse bekannt gegeben:
– Platz 1: 270 Punkte (Jan Hochleiter mit Caseway´s Enjoy the Silence Erle)
– Platz 2: 269 Punkte (Frank Groner mit ArdenZeal Caterham)
– Platz 3: 265 (Tanja Ellerbrock) mit Fallowfen William)
Dieses knappe Ergebnis zeigt, wie hoch die Leistungen an diesem Tag waren. Insgesamt starteten fünf Gespanne und alle bestanden die Prüfung.
Ein besonderer Dank gilt Maike Fröhling, die das Revier zur Verfügung stellte. Ebenso danken wir Britta Näpel, die die Sonderleitung übernommen hatte. Ein ganz besonderer Dank geht an die Richter, die uns mit viel Engagement und Fachkenntnis durch die Prüfung geführt haben.
Jan Hochleiter mit Caseway’s Enjoy the Silence Erle
Die Teilnehmer der TP/Bronze, Foto: Isabell Klemm
Auch wenn es sich um eine Anlagenprüfung mit entsprechender Altersbegrenzung von 30 Monaten handelt, fährt man gut, dem Hund die einzelnen Fächer des Tollings in der Prüfungsvorbereitung nahe zu bringen. Die Grundpfeiler wie Wildaufnahme, Wasserannahme und die Fußarbeit stimmten, wie sich Birdy mit einem Jahr und 10 Monaten in Prüfsituationen verhalten würde, sollte eine Überraschung sein.
Unser Tag begann um 6 Uhr auf der Autobahn Richtung Weilmünster und endete 0 Uhr wieder Zuhause in Berlin. Der Tag war lang und meine Aufregung groß – kann sie das schon leisten? – aber Birdy hing ganz abgeklärt in der Wartezone ab und gab mir für den Start ein richtig gutes Gefühl.
Die Anlagenprüfung beginnt mit einer möglichst ruhigen Fußarbeit zum Wasser hinter die Blende, wobei sich der Hund, der schon in froher Erwartung auf das Tolling und Wassermark ist, am Menschen orientieren soll. Als Birdy und ich als letzte Starter des Tages mit dem Schleichen begannen, hörten wir von den umliegenden Weihern ein deutliches Entenschnattern. Ich wunderte mich noch, dass in der Tollingprüfung nun mit Lockrufen gearbeitet wird, bis ich realisierte, dass es sich wirklich um Enten handelte. Birdy spitzte die Ohren und ich befürchtete, dass sie das Tolling einmal von hinten nach vorn aufrollen würde. Birdy ist zwar eine sehr gehorsame Hündin, vergisst das aber genau dann, wenn lebende Vögel und vor allem Wasservögel in der Nähe sind – wohl meine Schuld, immerhin habe ich sie Birdy genannt…
Ich habe das Tolling in der Theorie mit Birdys Opa schon häufiger üben und zumindest in der nachgestellten Praxis auch einige Male beobachten können, fragte mich aber trotzdem immer, ob das in der Realität funktioniert. Doch als wir starteten, war das für mich wie ein magischer Moment. Birdy machte sich ganz klein und schlich so neben mir, als würde sie wissen, dass wir jetzt möglichst unauffällig ans Wasser kommen müssen, um gemeinsam Beute zu machen. Wenn ich mich hinhockte, legt sie sich sofort hin und wartete aufmerksam und still, bis ich weiterging, Schritt für Schritt, still und konzentriert.
Hinter der Blende angekommen, erledigte sie das Tolling souverän und schnell, auch wenn sie einmal im Wasser landete, weil ich den Ball leider unpassend warf – sorry Birdy, dieser Punktabzug geht auf meine Kappe! Die Tollingpausen verbrachte sie ganz ruhig und bereit für die nächste Sequenz.
Nach insgesamt 30 Würfen durfte der Hund für das Wassermark neben der Blende platziert werden. Nach dem Schrotschuss, gefolgt von einem Lockruf, wurde die Ente vom gegenüberliegenden Ufer aus ins Wasser geworfen und landete recht dicht an diesem Ufer. Nach Freigabe sprang Birdy mit einem riesigen Hechtsprung ins Wasser, nahm die Ente auf und brachte diese durch das Wasser bis in die Hand zurück.
In der anschließenden Suche hat sie mich ganz schön zappeln lassen und erst recht spät mit etwas Hilfe gefunden. Vielleicht war sie als letzte Starterin durch die Spuren im Gebiet verwirrt. Sie hat aber im großen Radius brav gesucht, nicht aufgegeben und schließlich beide gefundenen Enten schön zugetragen. Daran können wir noch arbeiten.
Damit bestand Birdy im ersten Preis mit insgesamt 216 Punkten. Ich war sehr stolz auf meine Norwegerin.
Auch die anderen beiden Teams konnten sehr zufrieden mit sich sein, so ging das beste Tolling des Tages mit fantastischen 11 Punkten an unsere Mitstarterin Netti und auch Tayo konnte mit einer tollen Punktzahl bestehen.
Es war sehr schön, die Toller in ihrer Paradedisziplin arbeiten zu sehen und hat mir wieder verdeutlicht, woher die gewünschten Rasseeigenschaften des Tollers stammen und wodurch diese auch in Zukunft erhalten bleiben.
Danke auch an das Richterteam und die tolle Sonderleitung, die vor Ort die Versorgung mit Grillzeug und Kuchen für alle sicherstellten.
Maileen Hilbert
Vermutlich gehört es zum Prüfungsfeeling dazu, quasi mitten in der Nacht aufzustehen, einen leicht irritierten Hund zur Morgenrunde zu überreden und sich dann mit Sack und Pack ins Auto zu setzen. So fing auch unser Samstag an. Ziel war das Forsthaus Möttau in Weilmünster zur Tollingprüfung mit Dummys (und Wild), die um ein Haar mangels Beteiligung nicht stattgefunden hätte. Am Treffpunkt gab es frischen Kaffee und wohltuende Ruhe für aufgeregte Nerven, die Formalitäten waren fix erledigt. Sobald alle vier Teilnehmer der Dummy-Gruppe eingetrudelt waren (ein Team musste leider verletzungsbedingt kurzfristig absagen), spazierten wir nach der Begrüßung mit den Richtern und zwei Richter-Anwärter) ins Prüfungsgebiet noch ohne die Hunde. Vor Ort wurden die Aufgaben genau erklärt, wir konnten Fragen stellen und erfuhren dabei auch, worauf besonders Wert gelegt wird.
Bei bestem Wetter galt es schließlich folgendes zu bewältigen:
Beim Anschleichen hätten wir uns mehr Zeit lassen sollen, für das Tolling hat Simba viel Lob bekommen und deshalb auch den Sonderpreis abgeräumt: durch meine mäßigen Wurfkünste flogen die Bälle zwar mehrfach kreuz und quer, die Böschung hinter uns runter und einmal sogar ins Wasser in Ufernähe, was sicherlich Kraft gekostet hat. Simba flitzte aber unermüdlich wie eine Rakete hinterher, war in den Pausen völlig ruhig und beim Schuss steady.
Ohne zu zögern schwamm er los, um zu meinem Schrecken etwa bei der Hälfte umzudrehen und zurückzukommen. Der Blickkontakt zum Richter überließ mir die Entscheidung, also durchatmen, Hund wieder an die Blende setzen und mit „voran“ erneut losschicken. Als er nach ungefähr derselben Distanz wieder Anstalten machte, den Apport abzubrechen, geriet ich dann doch in Panik, um im genau richtigen Moment den richterlichen Rat zu hören: “Nicht negativ denken“. Mit verbaler Motivation konnte ich Simba pushen, er nahm wieder Kurs auf’s Schilf, entdeckte die Beute, schnappte sie sich und lieferte in die Hand ab. Ehrlich gesagt war das – ganz abgesehen vom Ergebnis – der schönste Teil der Prüfung: die Erfahrung, dass mein Hund mir vertraut, sich von mir über die Distanz lenken lässt, selbst wenn es schwierig wird.
In der Verlorensuche musste Simba ziemlich kämpfen, hatte ganz zu Anfang mit der ansteigenden Böschung neben dem kleinen Bach am Rande des Gebiets die richtige Idee, wurde aber lange nicht fündig. Da ich das Objekt der Begierde schließlich vor ihm entdeckt hatte, durfte ich ihm (nach Rücksprache mit dem Prüfer) mit dem Suchenpfiff helfen, was direkt zum Erfolg führte. Das 2. Dummy holte er schließlich aus dem Schilf, ein drittes wurde nicht gefordert. Während der Suche machte sich die Erschöpfung bei ihm bemerkbar, er ging wenig in die Distanz, blieb ziemlich in meiner Nähe und fragte oft nach. Mit insgesamt 192 Punkten und dem Sonderpreis für das beste Tolling bin ich am Ende wahnsinnig stolz auf meinen Fuchs.
Vielen, vielen Dank an Isabell Klemm, die als Sonderleiterin schon im Vorfeld per Mail bestens informiert und vor Ort zusammen mit ihrem Mann Roland wirklich eine Wohlfühl-Atmosphäre geschaffen hatte mit Wild-Bratwürstchen (da wurde ausnahmsweise sogar die Vegetarierin schwach), Kuchen und Getränken. Danke auch an die Prüfer Günter Walkemeyer, René Afflerbach und Edmund Sagawe: durch die ausführliche Rückmeldung zu allen Prüfungsteilen lernt man wirklich eine Menge, der faire und wohlwollende Blick auf die Mensch-Hund-Teams macht Mut für weitere Herausforderungen.
Da ich Simba nicht jagdlich führe, eröffnet die Tolling-Prüfung Dummy uns spannende Perspektiven innerhalb Deutschlands. Ich hoffe sehr, dass diese Möglichkeit der Arbeit in Zukunft jede Menge weitere Interessenten findet!
Birgit Schumacher mit Simba (Flevoland’s Freek the High Spirits Toller)
Foto: Isabell Klemm
An einem schönen frühlingshaften Samstag habe ich mich mit meiner Golden Retriever Hündin Harriet auf den Weg zur von der BZG 8 ausgerichteten JAS/R in den Hunsrück gemacht. Gut angekommen hatten wir noch etwas Wartezeit, der vorige Prüfling war noch im Gelände. So konnten wir uns in Ruhe anmelden und noch etwas durchschnaufen, hat man sich doch bis zuletzt gefragt, ob man die Sichtung mit 9,5 Monaten schon wagen kann.
Schließlich kam das Team aus dem Gelände und von der Besprechung zurück, wir konnten uns noch gratulieren und viel Erfolg wünschen und so ging es dann für uns los. Wir starteten mit der Verlorensuche im Wald, dann folgte die Schleppe, die Suche im Feld mit Schussfestigkeit, die Markierung und am Schluss die Wasserarbeit.
Alle Stücke hat Harriet erarbeitet und gefunden, besonders durch die Schleppe hat sie sich tapfer und ausdauernd durchgearbeitet. Und so war ich dann nach der letzten Aufgabe ganz schön stolz, froh und erleichtert. Unsere erste gemeinsame Prüfung – geschafft.
Und während wir schon müde und glücklich die Heimfahrt angetreten hatten, waren noch zwei Prüflinge an der Reihe. Ein Flat Coated und ein Labrador durften noch ihre Anlagen zeigen und haben das ebenfalls hervorragend unter Beweis stellen können.
Abschließend einen ganz herzlichen Dank an Janine Clarke für die Sonderleitung, Daniela Will für den traumhaften Prüfungsort, die fotografische Begleitung mit Erinnerungen an einen ganz tollen Tag (und den Anschubser auch mit einem noch recht jungen Hund teilzunehmen). Nicht zu vergessen ‚Danke’ an die Richter Günter Walkemeyer, Britta Näpel und Jennifer Raab für das freundliche, ruhige Richten, es war ein toller Einstieg und wir machen auf jeden Fall weiter.
Katharina Velte mit Highland Girl Harriet vom Plixholz
(Fotos: Daniela Will)
Fotos aus der Jagdlichen Anlagensichtung von Daniela Will
Am 06.04.2025 haben wir uns auf den Weg nach Birstein-Obersotzbach gemacht, wo die JAS, im Revier von Gitta Jung, stattfand. Ich war schon etwas aufgeregt, meinen jungen Hund, Hesseldale Eaden, dort vorstellen zu dürfen. Schließlich war es seine 1. „Prüfung“ bzw. Sichtung und ich wünschte mir sehr, dass er sich so souverän und engagiert zeigt, wie ich ihn kenne.
Schon im Vorfeld wurden wir, nach der Zusage des Platzes, zeitnah und ausführlich, von der Sonderleiterin Astrid Horn, über die organisatorischen Dinge informiert. Bei kaltem, aber sonnigem Wetter kamen wir, mit leichtem Bauchgrummeln, am Treffpunkt an. Dort wurden wir sofort sehr herzlich von der Reviergeberin und der Sonderleiterin begrüßt und ich bekam sogar ein Beutelchen mit Nervennahrung für mich und meinen Hund.
Kurz darauf begrüßte uns das Richterteam, Hermann Marz, Gabi Elfers und Eberhard Simon-Mathes, sehr nett und zuvorkommend, so dass die Nervosität schnell vorbei war. Der Ablauf wurde sehr genau erklärt und offene Fragen beantwortet. Danach ging es nach kurzer Fahrt ins Revier, wo die ersten Aufgaben stattfanden.
Jede Aufgabe wurde sehr ausführlich erklärt und auftretende Fragen beantwortet. Ich fühlte mich gut aufgehoben und hatte kein Gefühl, eine „Prüfung“ zu durchlaufen. Es fühlte sich eher wie ein Training an, in dem man auch Hilfestellung bekommt, den Hund optimal zu unterstützen.
Hesseldale Eaden hat die Frei Verloren Suche, die Markierung, Verloren Suche im Feld mit Überprüfung der Schussfestigkeit und die Schleppe, selbstbewusst und freudig abgearbeitet und ich war da schon ziemlich stolz auf ihn.
Jetzt ging es zurück zum Treffpunkt, wo uns noch die Aufgabe am Wasser bevorstand. Auch diese Aufgabe konnte Eaden, nach dem ihn erst 2 Haubentaucher abgelenkt hatten, sehr schön lösen.
Im Anschluss gab es Kaffee, Tee und Kuchen, während das Richterteam die Skalierung für die einzelnen Anlagen ermittelten, den Kommentar formulierten und in der Bescheinigung zur JAS dokumentierten.
Die Skalierung bzw. Beschreibung im Kommentar fiel schon sehr toll aus und ich war unendlich stolz auf meinen jungen Hund. Es war eine rund um gut organisierte jagdliche Anlagensichtung mit einem fairen und gut gelaunten Richterteam.
Unser Dank gilt den Richtern, der Sonderleiterin und der Reviergeberin, daß dieser Tag unvergessen für uns bleibt.
Anke Leonhard mit Hesseldale Eaden
Bildergalerie der JAS in Birstein-Obersotzbach
Dr. Geisler mit Justus vom Sennewald
Am 16.03.25 fand, bei traumhaftem Frühlingswetter, die Jagdliche Anlagensichtung der BZG Erft Wupper, im Bereich der Hundewiese des Rhein Park Neuss statt. Gemeldet waren 6 Hundeführer mit ihren jungen Retrievern.
Hervorragend organisiert von Sabine Isphording, erfolgte die Sichtung durch die erfahrenen Richter Inga Gottwald, Georg Isphording und Sarah Walter in Form eines Parcours. Das heißt, die Hunde wurden in einem Durchgang durchgesichtet. Erst wenn ein Hund seine Sichtung abgeschlossen hat, wurde der nächste Hund gesichtet.
Nach einem kurzen Kennenlerngespräch, wobei sich insbesondere über den aktuellen Ausbildungsstand von Hund und Führer informiert wurde, waren 5 Stationen zu absolvieren.
Zunächst erfolgte während einer Freiverlorensuche im Feld die Überprüfung der Schussfestigkeit durch Abgabe von 2 Schrotschüssen.
An der 2. Station galt es Haar und Federwild in anspruchsvollerem, von Büschen und Brombeeren bewachsenem Gelände, zu finden, zu erreichen und zu apportieren.
Die 3. Station diente der Prüfung der Markierfähigkeit. Ein in ca. 30 m Entfernung geworfenes Stück Federwild war zu finden und zu bringen.
Die 4. Station diente der Sichtung der Junghunde bei der Wasserarbeit. Es galt sich eine im dichten Uferschilf ausgelegte Ente schwimmend zu erarbeiten und zuzutragen.
Die 5. Station bestand aus einer 200m langen Haarwildschleppe von kurzer Stehzeit mit 2 rechten Winkeln.
Die Begutachtung der jagdlichen Anlagen erfolgte als Zusammenschau der an allen Stationen gezeigten Leistungen des Hundes.
Insgesamt war es ein gelungener Sichtungstag in einer absolut wohlwollenden, freundlich zugewandten Atmosphäre. Höhen und Tiefen werden mir als Ersthundführer noch lange in Erinnerung bleiben. Ich habe sehr viele Impulse für meinen weiteren Weg mit unserem Jagd- und Familienhund Justus bekommen, der es hervorragend vermochte, meine Nervosität zu kompensieren und seine ausgewogenen Anlagen, als Bestätigung der guten Arbeit seiner Züchter, zu präsentieren. 😉 Waidmannsheil
Mathias Geisler