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Weser-EmsWorkingtestberichte

Wenn der Wecker am Sonntagmorgen um halb fünf klingelt …

… dann kann das eigentlich nur eines bedeuten: Es geht zum Workingtest!

Am 20. September 2026 machten Questing Q Quin und ich uns auf den Weg nach Osterholz-Scharmbeck zum TWT Weser-Ems, der beim Gasthaus Schameika stattfand. Für uns war es der zweite Workingtest in der Anfängerklasse – und natürlich waren wir gespannt, was dieser Tag für uns bereithalten würde.

Insgesamt gingen 36 Hunde an den Start. Die Anfängerklasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe startete am Vormittag, während Quin und ich in der zweiten Gruppe waren, die am Nachmittag gemeinsam mit der F-Klasse gerichtet wurde.

Schon bei der Anmeldung war die typische Workingtest-Atmosphäre zu spüren: eine Mischung aus freudiger Erwartung, norddeutschem, gewohnt unbeständigem Wetter und einer kleinen Portion leiser Nervosität. Anschließend ging es hinaus ins abwechslungsreiche Gelände, wo uns die Sonderleitung herzlich begrüßte und die Richter vorgestellt wurden. Auch das Konzept des „offenen Richtens“ wurde erklärt.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Familie Achelpöhler für die Bereitstellung dieses tollen Geländes bedanken!

Da wir bereits um 8:00 Uhr melden mussten, lag zunächst eine längere Wartezeit vor uns. Diese überbrückten Quin und ich ganz entspannt mit etwas Ruhe und einem schönen Spaziergang. Für Quin und mich hieß es also erst einmal: warten, beobachten und möglichst cool bleiben.

Nach dem Mittagessen änderte sich das Wetter leider noch einmal. Regen und Wind zogen auf – typisch norddeutsches Wetter eben. Und während draußen die Bedingungen ungemütlicher wurden, stieg bei mir langsam die Nervosität. Dann war es endlich so weit: Unsere Aufgaben begannen.

Aufgabe 1 und 2 – Fußarbeit und Markierungen

Unsere ersten beiden Aufgaben wurden von Ute Freudenthal gerichtet.

Zunächst hieß es Fußarbeit. Eine Markierung fiel, wir liefen weiter in Richtung Dummy, mussten anhalten und ich wurde zur Aufnahme geschickt. Danach ging es bei Fuß zurück und eine weitere Markierung fiel, die nach der Freigabe von Quin gearbeitet werden durfte.

Die erste Aufgabe war geschafft.

Puh! Was für eine Anspannung, die sich da plötzlich löste. Der Anfang war gemacht und Quin hatte seinen Job ordentlich erledigt.

Aufgabe 3 und 4 – kleine Baustellen und ein guter Sucherfolg

Natürlich lief nicht alles perfekt – und genau das gehört für uns zu einem Workingtest dazu.

Bei der dritten Aufgabe bei Frank Hoffmann zeigten sich bei uns kleine Baustellen. Eine Markierung fiel ins hohe Gras. Anschließend mussten wir uns um 90 Grad drehen und aus einem Suchengebiet ein Dummy holen. Danach sollte noch die Markierung gearbeitet werden.

Dabei hat sich Quin ein wenig schwergetan und ich musste ihm helfen, was uns einige Punkte gekostet hat.

Aber auch solche Momente gehören zur Dummyarbeit. Ein Workingtest zeigt uns nicht nur, was bereits gut funktioniert, sondern auch ganz ehrlich, woran wir im Training weiterarbeiten dürfen. Und genau diese Rückmeldungen sind besonders wertvoll.

Bei der vierten Aufgabe wurde eine Markierung auf eine Wiese geworfen. Quin und ich konnten dabei lediglich die Flugbahn beobachten. Anschließend mussten wir uns verschieben und durch den hohen Bewuchs auf die Wiese gehen, bevor ich Quin schicken konnte.

Hier hat Quin meine Signale sehr gut angenommen und den Dummy recht schnell gefunden. Das hat richtig Freude gemacht!

Aufgabe 5 und 6 – ein gelungener Abschluss

Die fünfte und sechste Aufgabe wurde von Anja Nowak gerichtet.

Hier mussten wir gemeinsam mit der Richterin Fuß laufen, während die Helfer versetzt an der Seite mitliefen. Dabei fiel eine Markierung, die Quin direkt arbeiten durfte.

Bei der nächsten Aufgabe kam ein Versatz hinzu. Aber auch diese Markierung konnte Quin gut einschätzen und hat seinen Job zuverlässig gemacht.

Langsam machte sich bei mir das Gefühl breit: Wir haben es geschafft!

Nach all der Aufregung, dem Warten, Regen, Wind und natürlich den Aufgaben lag ein langer und ereignisreicher Tag hinter uns.

Und dann kam die schöne Überraschung:

Platz 2 und ein „Sehr gut“! 🏆

Am Ende durften Quin und ich uns über den 2. Platz in der Anfängerklasse und die Bewertung „Sehr gut“freuen.

Natürlich haben wir uns riesig über dieses Ergebnis gefreut. Aber viel wichtiger als Punkte und Platzierungen war für uns das gemeinsame Erlebnis. Jeder Workingtest ist eine kleine Reise: Man sammelt Erfahrungen, wächst als Team zusammen, bekommt wertvolle Rückmeldungen und entdeckt neue Dinge, an denen man weiterarbeiten kann.

Besonders schön war auch die tolle Stimmung unter den Startern. Überall wurde sich ausgetauscht, mitgefiebert, geholfen und gemeinsam über die kleinen und großen Momente des Tages gefreut. Es ist einfach schön, auf Menschen zu treffen, die dieselbe Leidenschaft für die Dummyarbeit und ihre Hunde teilen.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an Anna-Lina Freudenthal für die tolle Sonderleitung, an die Richter Ute Freudenthal, Anja Nowak und Frank Hoffmann für ihr faires Richten, ihr Lob und die wertvollen Tipps sowie natürlich an alle Helfer, die diesen schönen Workingtest erst möglich gemacht haben.

Und natürlich geht mein größter Dank an Quin. ❤️

Für mich war dieser Tag wieder einmal ein schönes Beispiel dafür, dass es bei der Dummyarbeit nicht nur darum geht, einen Dummy möglichst schnell zu finden. Es geht darum, als Team zu funktionieren, einander zu vertrauen und auch dann ruhig weiterzumachen, wenn einmal nicht alles nach Plan läuft.

Wir sind gespannt, wohin unser gemeinsamer Weg noch führt!

Bis zum nächsten Workingtest

Quin & Thekla Portier