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Ingrid Steinhoff-Brücher

Erste Hilfe Kurs BZG Braunschweig

By Alle, Nord

Erste-Hilfe-Kurs am Hund mit Anja Jansen am 1.3.26

Am 1. März 2026 fand von 9 bis 16 Uhr ein intensiver und lehrreicher Erste-Hilfe-Kurs am Hund mit Dr. Anja Jansen statt. Insgesamt 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen gemeinsam mit 6 Hunden an diesem besonderen Schulungstag teil.

In angenehmer Atmosphäre vermittelte Anja Jansen auf tolle und anschauliche Art und Weise, wie sich Hundebesitzer im Falle von Unfällen, Verletzungen oder Vergiftungen ihres Hundes richtig verhalten sollten. Mit viel Fachwissen, Geduld und praxisnahen Beispielen erklärte sie die wichtigsten Maßnahmen, die im Notfall entscheidend sein können.

Theorie und Praxis perfekt kombiniert

Neben den theoretischen Grundlagen – wie dem Erkennen von Vitalzeichen, dem richtigen Verhalten bei Vergiftungen oder dem Umgang mit Schockzuständen – wurde besonderer Wert auf praktische Übungen gelegt.

Direkt am Hund konnten die Teilnehmer unter Anleitung üben:

  • Verbände korrekt anzulegen
  • Pfoten zu versorgen
  • die stabile Seitenlage durchzuführen
  • sowie Ruhe und Sicherheit im Umgang mit verletzten Tieren zu bewahren

Diese praxisnahen Einheiten machten den Kurs besonders anschaulich und gaben allen Beteiligten mehr Sicherheit für den Ernstfall.

Ein gelungener und lehrreicher Tag

Der Kurstag war nicht nur informativ, sondern auch geprägt von einem wertschätzenden Miteinander, vielen Fragen und regem Austausch unter den Teilnehmenden. Alle gingen mit einem gestärkten Gefühl nach Hause,  im Notfall besser vorbereitet zu sein.

Ein großer Dank gilt Dr. Anja Jansen für den tollen, engagierten Lehrgang und die verständliche Vermittlung der Inhalte.

Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Olaf Hertel für die hervorragende Organisation dieses rundum gelungenen Tages.

Martina Lorenz mit Lena

Dummy Seminar

By Alle, Nord

Dummy-Seminar mit Kristina Räder am 22. + 23. November 2025

Am 22.11. bei sonnigem Wetter machten sich meine Flat-Hündin Stoneyard’s dark
velvet Finest Charme und ich uns auf den Weg nach Fuhrberg, um in einem
schönen, abwechslungsreichen Gelände an einem 2-tägigen Seminar mit Kristina
Räder teilzunehmen. Wir freuten uns sehr, da wir bei Kristina bereits Anfang des
Jahres in den Trainingsferien waren und ihr Training hier kennen und schätzen
lernten. Die Teilnehmer wurden in 2 Gruppen eingeteilt, wir starteten jeweils um
09.00 Uhr und um 13.00 Uhr kam die Nachmittagsgruppe.
Das Thermometer zeigte Temperaturen um 0 Grad an, so dass die Empfehlung war,
sich zwischendurch etwas mit den Hunden zu bewegen, um warm zu bleiben ��.
Zuerst stellten wir uns alle kurz vor und beschrieben unsere „Baustellen“. Dann
starteten wir mit einer Aufgabe, die eine Markierung, ein Memory sowie Fußarbeit
beinhaltete. Hier konnte Kristina sehen, wo der individuelle Bedarf an Unterstützung
bei den einzelnen Teams war, und ging hierauf in den 2 Tagen sehr gut ein.
Der Schwerpunkt am 2. Tag lag im Einweisen auf mehrere Memorypunkte und wir
arbeiteten bei manchen Aufgaben auch mit 2 Teams, was sehr herausfordernd und
für uns anspruchsvoll war. Es gab viele wertvolle Tipps, die es jetzt gilt, in den
Hausaufgaben umzusetzen.
Zwischendrin stärkten wir uns mit Kaffee und Tee, welcher von der Sonderleitung,
Susanne Oventrop mitgebracht wurde. Dazu gab es kleine Snacks und Kuchen von
den Teilnehmern.
Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung, bei der wir sehr viel
mitnehmen konnten. Die Organisation von Susanne war top – vielen Dank hierfür!
Beim nächsten Mal sind wir gerne wieder dabei.
Nicola Marofke & Maila

 

Ein aufregendes Prüfungswochenende in Dolldorf 13.09 und 14.09.2025

By Nord, Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever

Frieda und Majvi sind nicht nur zwei fröhliche rote Hunde, sondern auch Wurfgeschwister – und genau mit diesen beiden Nova Scotia Duck Tolling Retrievern machten ich und Mareike uns auf den Weg zur Toller Bronze mit Dummies. Am Freitagabend reisten Frieda und ich an. Die Vorfreude war groß, gleichzeitig aber auch die Nervosität, schließlich stand für uns die Wiederholung der Prüfung an. Mareike mit Majvi startete ihre Anreise mitten in der Nacht, damit sie pünktlich um acht Uhr vor Ort sein konnten.

Insgesamt traten an diesem Samstag neun Teams an. Nach der Erledigung der Formalitäten begrüßten uns pünktlich um 8 Uhr der Sonderleiter Günter Schmieter sowie die drei Richter Dr. Charlotte Kiepker, Elisabeth Wendling und Günter Walkemeyer. Die Prüfung fand bereits zum achten Mal in Dolldorf statt. Nach der Begrüßung wurden wir durch das Gelände geführt. Das Wetter zeigte sich wechselhaft: Sonnenschein, aber immer wieder kurze Schauer.

Kurz nach neun begann das erste Team.

Mit der Zeit wuchs die Spannung. Es war kurz nach 12.00Uhr. Team sechs – also Frieda und ich – waren an der Reihe.

Wir wurden zum Startpunkt geführt. Nun hieß es, schleichen. Frieda hatte die Richter am Netz bereits entdeckt, bleib aber bei mir, war konzentriert und fokussiert. Beim Netz angekommen, kurz durchatmen, Tollingbälle auspacken und los ging es. Frieda war in ihrem Element. Tollen geht immer. Mit ihrer großen Spielfreude sprang sie hinter dem Netz hervor, holte die Tollingbälle und zeigte ihr spielerisches Können. Die beiden Pausen zwischen den Sequenzen schaffte sie beinahe ohne einen Fieper.

Am Netz abgesetzt gab es den Schuss. Wie festgeklebt saß meine kleine Hündin am Ufer, Markierung fällt, Freigabe vom Richter und „apport“. Sie schwamm, griff das Dummy und brachte es brav in die Hand.

Nun noch die Suche. Im Gelände angekommen, startete Frieda mit großer Freude durch und zeigte, mit wie viel Lust und Ausdauer sie suchen kann. Sie fand alle ausgelegten Dummies und brachte sie ohne kleinsten Zweifel zu mir. Das lief wirklich gut.  Meine kleine Hündin war voller Energie und Freude bei der Sache. Erster Teil geschafft.

Danach folgte erst einmal eine lange Mittagspause. Wir wurden bestens versorgt: warme Würstchen, Brötchen, Kuchen, Kaffee und kalte Getränke.

Am Nachmittag ging es mit Team sieben weiter; Mareike mit Majvi.

Mareike: Für meine Hündin Majvi und mich war es die erste Tolling-Prüfung. Wir meisterten die erste Aufgabe, das Schleichen, meine Hündin orientierte sich vorbildlich an mir, drängelte nicht nach vorne und war vor allem durchgehend leise. Beim letzten offenen Stück zum Netz huschte ich vor und holte Majvi dann nach. Das Tolling lief gut, selbst wenn mir der Wurf mal nicht so gelang wie geplant und das Spielzeug gefährlich nah an die Wasserkante gerollt war, brachte meine Hündin es ohne Umschweife zurück. Dann Majvi neben dem Netz abgesetzt, ich dahinter. Ich wusste, wenn der Schuss fällt würde sie zum Schützen blicken, also bereitete ich mich vor. Als der Schuss fiel, schoss gleichzeitig der Hintern meiner Hündin ihn die Höhe und sie blickte zum Schützen. In dieser Richtung saß auch ich und wies in diesem Moment mit der Hand aufs Wasser. Genau im richtigen Moment schaute Majvi aufs Wasser und sah die Markierung. Sie wartete auf die Freigabe, erledigte den Wasserapport in ihrer typischen otterartigen Geschwindigkeit und gab sauber in die Hand ab. Bei der Suche wurde es dann noch mal spannend. Das erste Dummy apportierte Majvi wie es ihre Art ist subito. Dann wieder los in die Suche. Zweites Dummy auch gefunden. Aber dann, sie zögert. Das Dummy liegt genau vor ihr. Sie sieht mich an. Ihr Blick sagt: Oh, must I, Miss Sophie? Hm, wo auch immer das herkommt bei diesem kleinen roten Wirbelwind noch nie ein Dummy verschmäht hat, ich blicke sie mit durchdringendem Blick zurück an der sagt: Please, the same procedure as every day, Miss Majvi! Sie erhört mich gnädigerweise und apportiert das Dummy, wir haben es geschafft!

Auch die restlichen Teams zeigten sehr gute Leistungen. Für Team neun wurde anstelle von Dummies schließlich Wild ausgelegt.

Nach jeder der Neun Teams, gaben die Richter direkt faire Einschätzungen. Sie gingen jedes Prüfungsfach durch und begründeten ihre Punktevergabe.

Im Anschluss stand der Schusstest auf dem Programm. Entspannt und souverän wurde er auf einem frisch umgebrochenen Feld neben dem Prüfungsgelände durchgeführt. Sieben der neun Hunde nahmen teil, alle zeigten sich absolut schussfest. Danach blieb Zeit zum geselligen Beisammensitzen. Wir lachten, tauschten uns aus und diskutierten dabei auch die große Frage, ob wirklich alle Toller so gut riechen. Einstimmiges Fazit: Ja, Toller stinken tatsächlich nicht „nach Hund“. Zum Wort des Tages kürten wir übrigens die „Schnitzelohren“ – die großen, dreieckigen, fleischigen Ohren unserer Rasse, die jeder mit einem Schmunzeln im Gedächtnis behalten wird.

Neben den Teilnehmern und Richtern war die Veranstaltung auch Dank der Helfer ein voller Erfolg: eine Schützin, weitere Helfer zum Verstecken und Werfen der Dummies sowie zahlreiche Zuschauer. Besonders gefreut haben wir uns über zwei Frauen aus Finnland, die extra angereist waren, um zuzuschauen und zu lernen.

Am Ende des Tages bedankten sich alle herzlich bei dem Grundstückseigentümer, der sein Gelände zweimal im Jahr für die Prüfung zur Verfügung stellt und tatkräftig bei der Organisation mithilft. Die Richter betonten, dass die Wetterlage anfangs zwar herausfordernd gewesen sei, doch später hätten wir Glück gehabt und konnten bei fast perfektem Hundewetter weiterprüfen.

Dann folgte der lang ersehnte Moment: Die Verleihung der Urkunden. Jeder Starter war stolz und freute sich über die bestandene Prüfung. Für mich gab es dann eine große Überraschung: Frieda konnte mit der höchsten Punktzahl des Tages als Tagessieger hervorgehen! Ich hatte unsere Leistung gar nicht so stark eingeschätzt, umso größer war die Freude und der Stolz auf meinen kleinen roten Hund.

Zum Abschluss erhielten die Hunde noch großzügige Futterproben– so war sichergestellt, dass auch für das leibliche Wohl unserer Vierbeiner gesorgt war.

Es war ein rundum gelungenes Prüfungswochenende mit einer herzlichen Atmosphäre, fairen Richtern, tollen Leistungen von Hunden und Hundeführern und einer wunderbaren Gemeinschaft. Ein Tag voller Ausdauer, Freude und Stolz – und für uns vor allem geprägt von der engen Verbindung zwischen den beiden Wurfgeschwistern Frieda und Majvi.

Geschrieben von Johanna Lück und Mareike Schneider

Mit Hilfe von „perplexity.ai“

Flatworx 2025

By Nord

Bericht zum Flatworx TWT in Brokeloh am 25. Oktober 2025

Deutschland morgens um 4 Uhr. Es hatte die ganze Nacht gestürmt und geregnet.
Man muss sein Hobby schon sehr lieben, um an so einem ungemütlichen Morgen so früh aufzustehen.

Nach 2,5-stündiger Fahrt trafen wir gegen 8.30 Uhr – mittlerweile war es hell – in Brokeloh im Gelände ein und fanden schnell einen Parkplatz.

Wir wurden sehr herzlich von Günter Schmieter und seinem Team begrüßt und auch die Klammer mit meiner Startnummer, die ich vor Aufregung nach der Anmeldung gleich wieder verloren hatte, wurde schnell ersetzt.

Nach einer herzlichen Begrüßung wurden wir entsprechend der StartNr. In drei Gruppen eingeteilt.mWir, d.h. meine junge Hündin Nika und ich waren mit der Nr. 23 in der letzten Gruppe.
Für einen Prüfungsunerfahrenen jungen Hund und eine maximal aufgeregte Hundeführerin ist der
Flatworx TWT ein hervorragendes Training, das mitnichten leicht war.
Die Aufgaben waren knackig bis knifflig, das Gelände sehr abwechslungsreich und wunderschön.
Von viel Fußarbeit, Markierung, aber zuerst in die Suche schicken, Doppelmarkierung (kurz und lang), wobei die erstgefallene kurze zuerst zu arbeiten war, überlaufen alter Fallstellen, Markierung in hohem Bewuchs bis zur Teamaufgabe mit Verleitung war alles dabei.

Perfekt, um einmal zu sehen, wo man als Mensch-Hunde-Team trainingsmäßg steht und sehr lehrreich, da die sehr netten und engagierten Richter uns nach den Aufgaben wertvolle Tipps gaben, – für mich als „Hausaufgaben“ im künftigen Training sehr hilfreich.

Nach den 3 Stationen mit jeweils einer Doppelaufgabe waren wir gegen Mittag fertig und alle Dummies waren drin. Meiner Meinung nach war es nicht so schlecht für uns gelaufen. Viel Spaß hatte es auf jeden Fall gemacht und die Anspannung vom Morgen war nun auch verflogen.

Nun kam der entspannte Teil mit leckeren Salaten, und Kuchen vom Büffet sowie frisch gegrillter Wurst.
Trotz des immer schlechter werdenden Wetters war die Stimmung gut, was nicht zuletzt an den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern lag, die überall für gute Laune und Unterstützung sorgten. Eine Tombola und die „mobile Bar“ lockerten die Atmosphäre zusätzlich auf.

Nach Ende der auf uns folgenden Prüfungen (Fortgeschrittene, Schnupperer und Veteranen) wurde zur Siegerehrung gebeten.

Zunächst wurden die Gewinner der Klassen Fortgeschrittene, Schnupperer und Veteranen aufgerufen, hier meinen ganz herzlichen Glückwunsch an diese.

Als letztes folgte dann die Ehrung in der Gruppe der Anfänger mit dem 3. Platz mit Frauke Klaproth mit Fir green Grimm, der 2. Platz mit Gertrud Eggert mit Fishermen’s friend Tosca.

Auch hier meinen ganz herzlichen Glückwunsch.

Als dann der 1. Platz mit mir und Ginger Nika von Coffeemilk&Sugar aufgerufen wurde, war ich mehr als überrascht und vor Glück sprachlos, gerührt und sooo stolz auf meine kleine Maus.

Wir hatten einen rundum wunderbaren Tag und haben viele nette Menschen getroffen, großartige neue Eindrücke gewonnen und eine edle Glastafel mit Gravur mit nach Hause nehmen dürfen.

Mein Dank geht noch einmal an alle, die diesen TrainingsWT zu einem schönen, perfekt organisierten runden Ereignis gemacht haben.

Wir kommen gerne wieder!

Susanne Wenzel mit Ginger Nika von Coffeemilk&Sugar

Braunschweiger Löwe

BRAUNSCHWEIGER LÖWE 2025

By Nord, Workingtestberichte

Bericht zur Klasse: OPEN

Um es kurz zu machen: Unglaublich!

Es begann eigentlich mit einem Training mit Freunden in Dänemark ein Wochenende vor dem Braunschweiger Löwen. Drumby arbeitete langsam, unmotiviert und war ziemlich ungehorsam. Wir waren am Freitag nach Dänemark angereist und morgens, war sie beim Spaziergang „mal kurz weg“. Offensichtlich hatte sie im Wald etwas „Leckeres“ gefunden. Dieses Leckere hatte Fell und kam in Dänemark am Samstag auf natürlichem Wege wieder ans Tageslicht. Es ging mir dann so wie vielen Hundeführern: „Die Hündin hat etwas Falsches aufgenommen und ist deshalb unkonzentriert und hat vielleicht sogar Bauchweh“. Die perfekte Ausrede für eine schlechte Trainingsleistung.

Mit dieser Erinnerung und keinem guten Gefühl reiste ich Freitagabend zum Braunschweiger Löwen. In der Nähe fand sich ein nettes Hotel, wo ich mit dem Camper auf dem Hof übernachten durfte und wo ein guter Freund mich zum Essen und Fachsimpeln einlud. Ich dachte, das wäre das Highlight dieses Wochenendes. Aber es kam anders.

Es begann bei Norbert Theuerkauf. Zwei Hunde vor einer Senke im Wald, die nach 40 Meter wieder anstieg. Ich würde den Ausdruck „Schlucht“ vermeiden, das klingt zu dramatisch aber die Form war so. Beide Hund standen 30 Meter voneinander entfernt nebeneinander vor der Senke. Linker Hund ein Blind rechts, rechter Hund ein Blind links. Zuvor ein Treiben hinter den beiden Blinds. Nach dem Treiben durften die Blinds gearbeitet werden. Dann ein kurzer WalkUp weg vom Suchengebiet und dann jeder Hund ein Dummy aus dem Treiben. Drumby machte das perfekt.

Dann zu Eva Berg. Wieder standen wir etwas höher. Ein recht kurzes Blind links in mittlerem Bewuchs ein längeres und beschossenes rechts. Nach dem Schuss das unbeschossene, dann das andere. Wieder perfekt. Eva: „Besser geht’s nicht!“

Nun Malte Benien. Ein kleineres lang gezogenes Suchengebiet – Heidekraut, Ginster o.ä. – in etwa 70-80 Meter Entfernung direkt am See. Zwei Schüsse, dann ein Mark links ins Wasser. Erst aus der Suche ein Dummy, dann das Wassermark. Malte hätte es gerne gesehen, wenn Drumby das Suchengebiet von vorne nach hinten durchsucht hätte, aber sie lief daran entlang bis zum letzten Drittel, ging rein und kam sofort mit Dummy wieder raus.

Bei Daniel Perick wurde ein Blind am Wasser in etwa 120 Meter Entfernung gearbeitet. Das machte Drumby perfekt. Dann ein Mark ins Wasser und nach hinten an Land. Das zweite war Verleitung und blieb liegen. Für das Wassermark mussten wir nach dem Mark die Position wechseln. Da war Drumby nicht ganz bei der Sache und ging mir 50cm vom Bein weg, als ich mich nach rechts zum Wasser drehte. Das Mark arbeitete sie perfekt in gerader Linie.

Letzte Aufgabe bei Carsten Schröder. In einem Birken-/Kiefernwäldchen. Ein beschossenes Blind gerade vor uns. Helfer ging nach links weg zu einem kleinen gut erkennbaren Hügel. Zweites beschossenes Blind. Positionswechsel. Schicken auf das zweite Blind. Positionswechsel. Schicken auf das erste Blind. Perfgekt.

Ich war ziemlich stolz auf meine Hündin und wartete gespannt auf die Siegerehrung. Das dabei der erste Platz herauskam, sogar mit 97/100 Punkten, war einfach nur geil.

Der gesamte Workingtest Braunschweiger Löwe war sehr gut organisiert. Sonderleiter, Richter und Helfer waren sehr freundlich. Mir gefiel besonders, wie Andreas und Regina mit Gelassenheit und Humor den Ablauf gestalteten. Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte!

Grüße aus Bremervörde

Frank Hoffmann
Marks And Blinds

Bericht zur Klasse: Veteranen

Am 14.09.2025 fuhr ich, mit meinem Labrador Werdandi Slash zum, sehr zur Freude stattfindenden WT in der Veteranenklasse, nach Groß Oesingen.

Nach erfolgter Anmeldung stellte sich heraus, dass insgesamt 9 Teams am Start waren. Nach der sehr freundlichen Begrüßung, durch die Sonderleiter Regina Steinkopf und Andreas Helmold und den 5 Richtern Daniel Perick, Norbert Theuerkauf, Malte Benien, Carsten Schröder und Eva Berg, ging es ins schöne Gelände rund um den Königssee.

Die Richter hatten sehr schöne, anspruchsvolle und altersgerechte Aufgaben. Es war alles dabei – Markierungen, Fuß gehen, Blinds , Wasserarbeit und eine Suche- Wir hatten bei den Aufgaben sehr viel Spaß und genossen es, diese gemeinsam zu lösen.

Auch die Richter hatten freundliche Worte und so manches Lächeln im Gesicht, als sie die „Senioren“ bei der Arbeit sahen. Nachdem das letzte Dummy drin war, gingen wir zurück, um die wunderbare Verpflegung vor Ort zu genießen.

Als die Siegerehrung anstand, wurden wir plötzlich und sehr überraschend aufgerufen. Der Grund war keine Platzierung, sondern weil Slash der älteste Starter, mit 12,5 Jahren, im Feld war. Es hat mich sehr gefreut und wir erhielten ein Dummy mit der Aufschrift

„Man ist nie zu alt, um jung zu sein“.

Diese Aufschrift trifft den Nagel auf den Kopf, weil Slash bei den Aufgaben so viel Spaß hatte, dass er zwischenzeitlich zum Junghund wurde, indem er nach einem Mäuselsprung das Dummy aufnahm und es mir voller Freude und Stolz brachte.

Vielen Dank an die Sonderleiter Regina und Andreas, den Richtern, den vielen Helfern und den Teilnehmern mit ihren „Senioren“. Ihr habt den schönen Tag erst möglich gemacht. Auch Herzlichen Glückwunsch an die 3 Platzierten.

Dörthe Knigge mit Werdandi Slash

Bericht zur Klasse:  Anfänger

Der Workingtest Braunschweiger Löwe im schönen Gelände von Groß Oesingen liegt fast vor meiner Haustür und so dachte ich, beste Gelegenheit meinen Jungspund mal in der A zu melden und einen Tag mitten im Prüfungsgeschehen zu verbringen. Was wird er wohl zeigen können bei dem Trubel mit vielen Menschen und Hunden, Schüssen, Prüfungsluft, viel Wasser, Wald und Strand? Wie werden wohl die Aufgaben sein und was werden wir auf unserem 1. gemeinsamen WT abrufen können?

Wer von uns beiden an so einem Tag mal schauen muss, was abrufbar ist und was nicht, das hat mir dann im Verlauf der Prüfung mein Hund noch gezeigt…

Das Wetter war wie es besser kaum hätte sein können und nach kurzer Ansprache durch die Sonderleitung ging es mit den Richtern in den jeweiligen Gruppen auch schon los ins Gelände.

Unsere 1. Aufgabe war gleich am offenen Strand, die ersten Schüsse fielen und ich suchte nach einem ruhigen Platz in der Wartezone, wo Levi weder unsere noch eine weitere, etwas entfernt liegende Aufgabe am Wasser beobachten konnte. Dann wurden wir nach kurzer Wartezeit auch schon aufgerufen: Hangabwärts stand der 1. Helfer am Wasser und es fiel nach Schuss eine Markierung in den See, sie durfte direkt gearbeitet werden. Das klappte

super. Der 2. Helfer stand ebenfalls unten an der Wasserkante und zusammen mit dem Richter ging es frei bei Fuß ein Stück oben am Hang entlang. Levi war so fasziniert von der Situation, dass er recht stark von meinem Bein hangabwarts driftete, immer den Helfer im Auge und wohl in Erwartung einer weiteren Wassermarkierung. Als der Schuss fiel, flog die kurze Markierung jedoch weg vom Wasser nach rechts in ein Gebüsch an der Uferkante.

Levi nahm nur wahr, dass etwas nach rechts flog und verschwand nach Freigabe und Schicken dann viel zu weit in diese Richtung im Gelände. Also Kommpfiff, Stoppfiff und such nach links – Dummy drin, braver Hund. Für die olle Fußarbeit hatten wir ordentlich Federn gelassen, das war verbesserungswürdig, obwohl das enge Fußgehen normalerweise eine von Levis Paradedisziplinen ist. Egal, der Hunde hatte superartig alle Kommandos angenommen, wir waren gekommen, um Erfahrungen zu sammeln.

Aufgabe 2 lag dann im Wald. Ein paar Meter frei bei Fuß, es fällt gerade voraus ein Mark nach links, Freigabe, Schicken. Levi hat nicht perfekt markiert, sucht sich heran, findet selbständig und bringt das grüne Säckchen brav in die Hand. Wieder ein Stück bei Fuß, es geht nach rechts, Hund eindrehen nach links, es fällt eine Markierung gerade voraus.

Freigabe, Schicken, Dummy drin, perfekt. Dann galt es, den Hund dort alleine sitzen zu lassen und zum Startpunkt der Aufgabe zurückzugehen. Von dort wurde der Vierbeiner mit Kommando ins Fuß geholt, klappte tiptop. Levi war mittlerweile ganz bei der Sache.

Die 3. Aufgabe fand ebenfalls im Wald statt. Vom Startpunkt aus fiel das Gelände sanft ab und stieg wieder an. Dort gegenüber fand im Waldgebiet ein Treiben statt, Dummies und Schüsse fielen. Dann umdrehen um 180 Grad, es fällt ein Schuss und eine Markierung in eine Blaubeerfläche. Wieder zurück zum Treiben drehen und den Hund durch die Senke in die Suche schicken, ein Dummy aus dem Treiben sollte geholt werden. Das lief wie am Schnürchen! Nun wieder um 180 Grad drehen und frei bei Fuß zusammen mit dem Richter auf die Blaubeerfläche zugehen. Hier wurde in der Zwischenzeit unbemerkt vom Team ein zweites Dummy platziert, eines soll vom Hund gebracht werden. Ich schicke Levi in eine kleine Suche und artig sucht er im Bereich nach Witterung, findet recht flott und bringt – leider gibt er etwas halbherzig in meine Hand und das hätte ordentlicher sein können, auch dem Richter entgeht das natürlich nicht, alles andere hat der Levi aber wirklich fein erledigt und mehr als glücklich und zufrieden ziehen wir zur 4. und vorletzten Aufgabe weiter.

Wir bleiben im Wald, aber es wird hügeliger, der Startpunkt liegt oben auf einem der Hügel, es geht vor einem bergab durch eine Senke und wieder bergauf, dahinter wieder bergab Richtung See, das Gebiet hat sozusagen Wellengang. Es fällt gegenüber vom Startpunkt nach Schussabgabe ein Mark, Freigabe und Apport. Levi hat etwas viel Speed in seinen langen Beinen, er liebt solch ein Gelände und schießt über’s Ziel hinaus – ein kurzer Pfiff und der Azubi dreht sofort um, findet das Dummy und kommt artig und flott heim damit. An

die Fallstelle wird währenddessen unbemerkt vom Hund schnell ein zweites Dummy nachgelegt. Nach der Freigabe also ein Voran auf diese Memorystelle und zack – auch Aufgabe 4 war bestanden. Das lief ja wie geschmiert!

O.K. – wenn wir auch noch die 5. und letzte Aufgabe gut schaffen, dann hätten wir nicht nur teilgenommen sondern dann hätten wir auch gleich bestanden – also auf zur 5. Herausforderung, es geht zurück an den Strand:

Vom Startpunkt aus geht es zusammen mit dem Richter und dem Hund frei bei Fuß einige Meter durch den sandigen Boden, Hund dann nach links eindrehen, dort liegt direkt am Seeufer entlang ein schmaler Gebüschstreifen vor dem man nun steht, ein kleines Treiben startet, es fällt ein Schuss, ein Dummy fliegt jedoch nicht. Der Hund soll nach Freigabe das Gebiet am Ufer entlang durchsuchen und ein Dummy bringen. Richter und Hundeführer bewegen sich nach dem Schicken des Hundes langsam parallel entlang des Streifens und

ziehen den Hund mit, Buschieren ist also angesagt. Die Aufgabe hat gleich mehrfach so ihre Tücken – Levi arbeitet sich jedoch ausdauernd und ausgesprochen brav durch das schmale und langgestreckte Gebiet – aber wo ist das verflixte Dummy??? Erst fast am Ende des Gebüschstreifens wird für meinen Hund ein kurzer Pfiff erforderlich um ihn wieder ins Gebiet zu holen, Levi folgt artig und setzt seine Arbeit wieder im richtigen Bereich fort, findet dann

auch in diesem hinteren Bereich und bringt sofort die Beute heim. Ich muss gestehen, ich war wirklich stolz auf ihn mit welcher Selbstverständlichkeit er diesen Teil erledigt hatte. Nun wieder mit Hund frei bei Fuß zusammen mit dem Richter ein Stück den Strand entlang, es fällt ein Schuss und voraus leicht nach rechts mit sichtiger Flugbahn aber nicht sichtiger Fallstelle landet ein Dummy hinter kleinen Büschen. Es erfolgt die Freigabe zum Apport. Levi hat gut markiert und pickt auch dieses letzte Dummy schnell und zügig. Es gab hier Richterlob und mit einer Mischung aus Erleichterung, Freude und Glücksgefühl und mit jeder Menge ausgiebigem Lob für meinen Hund gehe ich mit Levi zurück zur Anmeldung, wir hatten es wirklich geschafft, alle Dummies drin, Kommandos sehr gut angenommen, was für ein braver junger Hund an meiner Seite.

Auch wenn wir in der 1. Aufgabe mächtig Federn für die gruselige Fußarbeit beim 2. Dummy gelassen hatten, so lief es danach nur noch rund. Ich war beeindruckt, mit welcher Ruhe und Selbstverständlichkeit mein erst gut 15 Monate alter Hund den WT durchlaufen hatte, auch meine eigene Nervosität konnte ihn nicht aus dem Konzept bringen, mit Freude und Begeisterung hat er alle Aufgaben erledigt. Für mich war der zu arbeitende Teil des Workingtests damit absolviert, an der Anmeldung chillten wir gemeinsam im Schatten und

genossen die Zeit mit Gleichgesinnten, alten und neuen Freunden. Aus meiner genussvollen Entspannung riss mich dann der Ruf zum Stechen! Ohgottogott….Startnummer nochmal kontrollieren, ja, die 18 waren Levi und ich.

Wer einmal zum Stechen aufgerufen wurde, der weiß vielleicht, dass so ein menschlicher Herzschlag vom Entspannungsmodus binnen Sekundenbruchteilen in den Alarmzustand gehen kann – jedenfalls ist das bei mir so. So ging ich mit meinem fröhlich neben mir hertrabenden Hund hinunter in den Strandbereich des Sees auf die konzentriert blickenden Richter und die Sonderleitung zu – poch…poch…poch….

Eva Berg erklärte mir die Aufgabe und versicherte sich, dass der Levi und ich startbereit wären. Poch… poch…poch… ja, sind wir, kann losgehen! Werfer und Schütze stehen rechter Hand oben am Hang, ein Schuss fällt und auf ca. 50 m fliegt eine Markierung mutmaßlich in weitem Bogen unten auf den Strand. Die Flugbahn konnte ich vor dem Hintergrund mit dichtem, dunkelgrünem Gebüsch überhaupt nicht sehen, erst kurz bevor das Dummy auf kam erblickte ich es wieder und konnte die Fallstelle hinter einem kleineren Gebüsch noch erfassen. Ein blitzschnelles Stoßgebet, dass der Hund an meiner Seite das alles „gut auf

dem Schirm hatte“ nahm ich den Arm heraus und…..brandheiss fällt mir ein, dass die Freigabe noch fehlte! Ich friere in der Bewegung ein und schiele zu Eva Berg – da kommt das Tippen auf die Schulter und erst mit meinem Apportkommando startet der Levi artig los, zielgenau in Richtung Fallstelle. Er verliert kurz vor dem Ziel durch kleinere Büsche die perfekte Linie, bekommt aber auf der richtigen Höhe Witterung, schnappt sich das Dummy und kommt glücklich mit sich und der Welt damit zurück und gibt brav in die Hand.

Ausatmen, Anleinen, Freuen wie Bolle! Das hatte er grandios gemacht.

Dem mit uns stechenden Team fehlte dann die kleine Portion Glück die es doch oftmals braucht, um eine Aufgabe gut gelöst zu bekommen und so konnte Levi das Stechen für sich entscheiden und wir wurden mit dem 2. Platz belohnt. Ich war ziemlich sprachlos – war ich doch „nur“ zu einem „Schau’n wir mal wie es beim 1. Mal läuft“ angetreten und dann gleich so ein Ergebnis. Mein aufrichtiger Dank geht wie immer als erstes an meinen Hund – für seine Ruhe, seinen klaren Kopf, die Freude an Zusammenarbeit und seine stets gute Laune.

Großes Danke aber natürlich auch an die Veranstalter, die Richter und die Sonderleitung, an die vielen Helfer für die Organisation, das faire Richten, den reibungslosen Ablauf mit nur sehr kurzen Wartezeiten, für Hilfsbereitschaft, gute Ratschläge und Hinweise. Danke an Tobias König der uns seit vielen Jahren sein fantastisches Gelände in Groß Oesingen zur Verfügung stellt und Danke an meine „Mitstreiter“ für Miteinander und Fairplay, für gute Laune und Lachen!

Levi und ich werden nun den Herbst und den Winter damit verbringen, weiter noch so vieles zu lernen und uns als Team ein solides Fundament für weitere Taten und hoffentlich viele gemeinsame Jahre zu schaffen.

Susanne Bliesener mit Erdnukkel’s Levi

 

 

Braunschweiger Löwe