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AlleWestWorkingtestberichte

Gut vorbereitet in den ersten Working Test – ein gelungener Seminartag der Landesgruppe West

By 14. September 2026No Comments

Am 22.08.26 trafen sich sieben Mensch-Hund-Teams zu einem besonderen Seminartag der Landesgruppe West. Ziel war es, die Teilnehmer bestmöglich auf ihren ersten Working-Test-Start vorzubereiten. Neben der Regelkunde standen deshalb vor allem das Erleben, Beobachten und Einschätzen realistischer A-Working-Test-Situationen im Mittelpunkt.

Alle Teams erhielten von Richter und Sonderleiter Michael Brühl, V2 der Landesgruppe West, ihre Startnummer und wurden anschließend – ganz wie bei einem echten Working Test – nach und nach zu den von ihm gestellten Aufgaben aufgerufen. Für die Teilnehmer bedeutete das: warten, beobachten, konzentrieren und schließlich selbst unter den Augen des Richters arbeiten.

Insgesamt absolvierte jedes Team fünf Aufgaben. Dabei ging es nicht allein um eine möglichst erfolgreiche Lösung, sondern ebenso darum, ein Gefühl für die Prüfungssituation und die vielen kleinen Dinge zu entwickeln, die einen Working Test begleiten.

Die Teams, die gerade nicht an der Reihe waren, konnten die Arbeiten der anderen aufmerksam verfolgen. Im Anschluss wurde die Teamleistung offen und respektvoll gemeinsam besprochen: Was wurde von Hund und Hundeführer erwartet? Wo lagen mögliche Schwierigkeiten? Welche Hilfen sind wann erlaubt und sinnvoll? Und – ausdrücklich nicht als Schwerpunkt des Seminars – wie könnte die gezeigte Leistung aus Richtersicht bewertet werden?

So konnten alle von jeder einzelnen Aufgabe profitieren – nicht nur vom eigenen Durchgang.

 

Auch das Working-Test-Regelwerk und das korrekte Verhalten innerhalb und rund um die Aufgabe, insbesondere der Wartezone,kamen ausführlich zur Sprache. Gerade für Erststarter sind solche Einblicke besonders wertvoll, denn Unsicherheiten entstehen häufig weniger durch die eigentliche Aufgabe als durch die Abläufe drumherum.

Ein besonderes Highlight war Michaels Idee, die Teilnehmer einmal die Seiten wechseln zu lassen: Wer wollte, durfte bei einem anderen Team selbst in die Rolle des Richters schlüpfen und eine Aufgabe für ein anderes Team vom Stellen über die Durchführung bis zur anschließenden Bewertung begleiten.

Plötzlich galt es also, eine Aufgabe aus Sicht des Richters zu betrachten: Habe ich „als Richter“ die Aufgabe klar und unmissverständlich erklärt? Worauf muss bei der Aufgabenstellung geachtet werden? Welche Leistung zeigt der Hund tatsächlich und liegen dabei schwere oder sogar ausschließende Fehler vor? Wie entsteht schließlich eine Bewertung, die der gezeigten Leistung gerecht wird?

Bei dieser ungewöhnlichen Übung wurde deutlich, wie viel Aufmerksamkeit, Erfahrung und Verantwortung hinter einer scheinbar einfachen Bewertung steckt. Zugleich entstand ein neues Verständnis dafür, dass es dabei – bestenfalls – nicht um persönliches „Gefallen“ oder „Nichtgefallen“ geht, sondern um die möglichst objektive Beurteilung einer individuellen Leistung unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen, etwa der Schwierigkeit des Geländes oder der Fallstelle des Dummies.

Am Ende waren sich wohl alle einig: Es war ein rundum gelungener Tag mit viel praktischem Input, interessanten Gesprächen und einer großen Portion Freude an der gemeinsamen Arbeit mit unseren Retrievern. Für die sieben Teams dürfte damit ein wichtiger Schritt getan sein, dem ersten Start bei einem Working Test mit mehr Sicherheit und hoffentlich auch viel Vorfreude entgegenzusehen.

Dieses Seminar kann man allen Neulingen im „Dummy-Zirkus“ nur sehr ans Herz legen! Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten – insbesondere auch an den unermüdlichen Werfer und Schützen Klaus Vogel – für diesen lehrreichen Seminartag! Danke, Michael, für die tolle Idee und Orga, Deine Tipps und die einfühlsame Motivation der Teams!

P.S.: Das Seminar haben wir anschließend noch gemütlich gemeinsam in der Pfannkuchenmühle ausklingen lassen.

Einer filmt und einer schreibt mit

Die Perspektive des Richters

Auch die Wartezone wird geübt

Aufmerksame Beobachter bei der Arbeit