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Workingtestberichte

Hopfencup

2. Holledauer Hopfencup in Pförring am 15./16. November 2025 (Bezirksgruppe Oberbayern)

By Süd, Workingtestberichte

Der Holledauer Hopfencup geriet schon bei der Premiere 2024 so fröhlich wie sein Name und machte Lust auf mehr. Für den zweiten seiner Art feilten die beiden Sonderleiterinnen Anja Jänicke und Katharina Blum noch an der Rezeptur: Zum Einzel-Workingtest am Samstag kam 2025 ein Teamtag mit gemischten Klassen am Sonntag.

„Wir wollten möglichst vielen Leuten die Gelegenheit zum Start geben“, meint Anja. Also zwei Tage statt einer – und zwei verschiedene Formen von Wettbewerb. Das besondere Erlebnis, im Dreierteam gemeinsam Aufgaben zu lösen, wollten die Sonderleiterinnen gerne bieten, aber ebenso die Möglichkeit für einen Einzel-Start.

Den Geschmack der WT-Freunde haben die Organisatorinnen mit ihrem Konzept getroffen. Es gingen reichlich Meldungen ein, die Klassen waren fix allesamt ge- bzw überfüllt. Je 20 Starter waren es im Einzel am Samstag, am Sonntag stellten sich elf Teams den Aufgaben.

Um das allgegenwärtige Helferproblem gar nicht erst aufkommen zu lassen, setzten die Sonderleiterinnen beim Einzel-WT aufs Schweizer Rezept: Alle Starter helfen in einer anderen Klasse, ohne Wenn und Aber. Auch das klappte am Ende reibungslos, wie der gesamte Ablauf. Das kam nicht von ungefähr: Hinter dem Cup in den Pförringer Hopfenfeldern steht ein sechsköpfiges Orga-Team, das von A wie Aggregat bis Z wie Zelt gemeinschaftlich alles zusammengetragen hat, was es braucht, um ein Event mit Wohlfühlcharakter auszurichten.

Die Richter Simone Hahn (Prüfungsleiterin), Francesca Lastrucci (IT), Mario Hickethier, Michael Brühl und Thano Keller gestalteten spannende Aufgaben im vielfältigen Gelände. Wie’s gelaufen ist, konnten die Starter am wärmenden Feuerkorb bei Suppe, Punsch und Kuchen diskutieren. Die Verpflegungsstation war dank vieler helfender Hände gut bestückt.

Die Siegerehrung fand am Samstagabend im Gasthof statt, wo’s dann auch mal ein Hopfen im Glas sein durfte. Die Sorge, dass so spät im Herbst das Licht nicht mehr reicht, damit alle WT-Teams ihre Markierungen noch fallen sehen, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet.

Der straffe Zeitplan hielt, auch am Sonntag fiel das letzte Dummy am frühen Nachmittag. Am Montag war noch ein Mocktrialtraining mit Simone Hahn und Mario Hickethier angesagt, das einen hoch spannenden Schlusspunkt setzte.

„Es war so eine schöne Stimmung, wie ich sie mir insgesamt für unseren Verein wünschen würde“, resümiert Anja.

Ergebnisse:

Klasse A: Gaby Vogel mit Wilyworker Amy (1), Ute Schiele mit Bernsteingucker Charlotte Gina (2), Konstanze Bachmaier mit Smilling Fellows Bendetta (3, JC)

Klasse F: Anja Jänicke mit Kornay Hunting Smokey Joker (1.), Robert Oelkers mit Woodrush Parker (2, JC), Cornelia Brinck mit Bouncy Bruno of Golden Cupcakes (3)

Klasse O: Volker Herrmann mit Chestnut Hunters Chip (1), Brigitte Hug mit Gawain von der Klifflinie (2), Kay Thiemig mit Amy vom Gutenbach (3)

Sieger Team:

  1. Verena Kern mit Golden shooting stars Brave Nala (A), Susanne Neuer-Dow mit Haugh of Glass vom Hofesaat (F), Stefan Berlips mit Chestnut Hunters Caya (O)

Auch der zweite Holledauer Hopfencup war ein voller Erfolg.

Hopfencup
Hopfencup

Holledauer Hopfencup: Bericht aus der Anfängerklasse

By Süd, Workingtestberichte

Der Holledauer Hopfencup ging in seine zweite Runde – und wir durften dabei sein.

Da wir eine längere Anfahrt hatten, reisten wir bereits am Freitagabend an und nutzten die Gelegenheit, uns direkt für den WT anzumelden. Das fand ich super, denn so sparte ich mir am nächsten Morgen Zeit und unnötigen Stress. Nach der Anmeldung gönnte ich mir ein Abendessen im Gasthof Paulus – in Neustadt an der Donau – und konnte dabei schon einige Starter sowie das Orga- und Richterteam kennenlernen. Die Stimmung war total entspannt, und ich hatte sofort das Gefühl, dass es ein richtig schönes Wochenende werden würde.

Am Samstag begann der Wettbewerbstag früh mit der Anmeldung der übrigen Starter und der Helferbesprechung. Dank des angebotenen Kaffees vor Ort war die Müdigkeit schnell verflogen. Die gute Organisation und die lockere Atmosphäre, die ich schon am Vorabend wahrgenommen hatte, war auch jetzt deutlich spürbar. Neu für mich war, dass die Klassen A, F und O alle am selben Tag starteten und sich gegenseitig in der jeweils folgenden Klasse als Helfer unterstützten.

Pünktlich um 8 Uhr startete das Richten der Anfängerklasse – und natürlich schossen Amy´s und mein Nervositätslevel sofort nach oben. Die Richter hatten spannende und abwechslungsreiche Aufgaben vorbereitet. Amy und ich arbeiteten uns konzentriert durch die Aufgaben, und trotz der Anspannung funktionierten wir als Team richtig gut. Ob bei der Fußarbeit, beim Markieren oder beim kleinen Treiben – Amy blieb dieses Mal sehr fokussiert und holte ein Dummy nach dem anderen. Am Ende hatten wir alle Dummies sicher in der Tasche, und ich war einfach glücklich, keine 0 bekommen zu haben.

Zum Entspannen blieb trotzdem keine Zeit, denn direkt im Anschluss war ich in der Klasse F als Helfer eingesetzt. Also schnell eine Runde mit Amy in die Felder, dann konnte sie im Auto etwas zur Ruhe kommen. Dank der durchgehenden Versorgung mit Essen und Getränken konnte ich mir schnell einen Kaffee holen und mich auf die Helferaufgaben vorbereiten, bevor es mit dem Richten der Klasse F weiterging.

Die Siegerehrung aller drei Klassen fand gegen 18:00 Uhr im Gasthof Braun in Mindelstetten statt. Die Atmosphäre war großartig und die Stimmung locker. Nach einer kleinen Rede durch die Sonderleiterin Anja Jänicke und ein paar netten Worten der Prüfungsleiterin Simone Hahn und Richterin Francesca Lastrucci wurde es ernst – und ich konnte es kaum fassen: Amy und ich hatten den 1. Platz gemacht! Meine Freude war riesig, und mir fehlten die Worte, um zu beschreiben, wie glücklich mich dieser Sieg gemacht hat. Es war unsere allererste Platzierung, was diesen WT für mich zu etwas ganz Besonderem machte.

Insgesamt war es für mich ein wunderschöner, emotionaler und perfekt organisierter Wettkampftag, der mir in bester Erinnerung bleiben wird. Auch das neue Helfersystem nach Schweizer Vorbild funktionierte hervorragend: Die Klassen unterstützten sich gegenseitig, wodurch der Ablauf entspannt blieb und das gesamte Event von einem harmonischen Miteinander geprägt war. Trotz drei zu richtender Klassen lief alles zügig und bestens organisiert.

Ich möchte mich beim gesamten Orgateam, bei allen Richtern und natürlich bei allen Teilnehmern bedanken. Eurer Vorbereitung, eurer Arbeit, eurer Freundlichkeit und dem absolut herzlichen Miteinander haben wir es zu verdanken, dass dieser Tag so schön geworden ist.

Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Runde des Holledauer Hopfencups!

Gaby Vogel

Hopfencup

Gaby Vogel holt mit ihrer Amy beim Hopfencup 2025 den Sieg.

Franken Cup 2025 in Mühlhausen

By Süd, Workingtestberichte

Franken-Cup 2025 in Mühlhausen

Bei sehr herbstlichem Wetter fand am 4. und 5. Oktober zum zweiten Mal der Franken-Cup statt.

Unter der Sonderleitung von Christine Müller war alles super organisiert.Trotz der steifen Brise und den immer näher rückenden Regenwolken war die Stimmung gut, und man merkte gleich: Hier kannte man sich.

Ich hatte mich sehr auf unseren „Heim-WT“ gefreut und muss im Nachhinein sagen: Selten haben mir WT-Aufgaben so viel Spaß gemacht, wie in diesem abwechslungsreichen Gelände, das von den Richtern toll genutzt wurde. Günther Kohler, Maarit Saarinen, Maria Kacsalova, Paul David Toal und Ari-Pekka Fontell haben uns sicher nichts geschenkt, aber es wurde sehr fair abgefragt, was ein Hund/Mensch-Team in der Anfänger-, bzw. Fortgeschrittenen-Klasse können sollte (da ich kein Teilnehmer in der Offenen Klasse war, kann ich nur für die A und F sprechen).

Der Samstag fing mit dem Richten der Offenen Klasse an, in der 21 Teilnehmer an den Start gingen und zehn Teams bestehen konnten. Herzlichen Glückwunsch an die Platzierten Christel Meßthaler mit „Bolle vom Rappenhansl“ (3.Platz), Ines Senghaas mit „Phoebe’s Black Dolphins Dazzling Pearl“, Andrea Graf mit „Mountain Sight Beltaines Fenja“ (1.Platz) und Stefan Berlips mit „Chestnut Hunters Caya“ (Judges Choice und 4.Platz).

Am Nachmittag ging es dann für 29 F-Teams ins Feld, bzw. in den Wald. Wir begannen im Sonnenschein unsere Jacken auszuziehen, aber wehe dem, der sie ernsthaft wegpackte! Wir sollten an dem Nachmittag noch einiges an herbstlichem Aprilwetter zu spüren bekommen…

Hut ab an die Richter und Helfer, die am Ende auch bei Starkregen und gleichzeitigem Sturm noch ihre Stellung hielten. Mein Hund wollte in der letzten Aufgabe eigentlich nur noch ins Auto, und ich habe mich gefragt, ob man die Markierung überhaupt noch fliegen sehen kann vor lauter Wasser, das da vom Himmel peitschte.

Aber erst einmal ging es harmlos los. Die Aufgaben in Feld-Wald-Wiese waren anspruchsvoll, aber gut machbar, wenn man einen Hund hatte, der auch in etwas unübersichtlicherem Gelände und höherem Bewuchs gut markieren und selbstständig einen gewissen Suchenbereich halten konnte oder entsprechend führig und gehorsam war.

Büsche, hoher Klee, eintönige Wiese, Totgras, Dornen, Gräben und halt einfach ein sehr schöner, lebendiger Wald …den Hunden und uns wurde sicher nicht langweilig. Bei Günther Kohler in der Teamaufgabe mussten unsere vierbeinigen Partner auch manchmal etwas mehr Geduld beweisen, da mancher Hund des anderen Teams durchaus etwas länger brauchte, bis er eines der vier Dummys aus dem Treiben wiederfand.

In allen Aufgaben gab es beschossene Blinds und/oder Markierungen, aber durch die sehr unterschiedliche Nutzung des Geländes blieb es immer interessant und abwechslungsreich. Letztendlich konnten sieben Teams alle fünf Aufgaben erfolgreich bestehen.

Über den 3. Platz freute sich Grit Zimmermann mit „Kamala’s Kona von Bauernhirschtal“, der 2. Platz ging an Nicola Jaschik mit „Gryma aus dem Habichtsreich“ und „Akira vom Salgenholz“ und ich durften den Judges Choice und Siegerpokal mit nach Hause nehmen.

Der Sonntag galt allein der Anfängerklasse. 31 Teams gingen an den Start, und ich fand es wieder toll, wie die Richter die Dummybasics in unterschiedliche Aufgaben verpackten und Fußarbeit, Steadyness, das Apportieren an sich und Markierfähigkeit auf teilweise einfallsreiche Art abfragten.

Da tat sich bei dem einen oder anderen noch ein bisschen Übungsbedarf auf, denn nur zehn Teams konnten alle Aufgaben bestehen. Auch ich war mit meinem jungen Hund darunter, der gleich in der ersten WT-Aufgabe seines Lebens eines der beiden Dummys leider nicht finden konnte. Dafür habe ich mich bei der Siegerehrung umso mehr gefreut!

Den 3.Platz gönne ich aus ganzem Herzen Silvia Barnickel mit „Kamala’s Izy von Bauernhirschtal“. Der 2.Platz ging an Manuela Steller mit „Keylam-Phillas of XanXenia“, herzlichen Glückwunsch. Und zu ihrer großen Überraschung und meiner großen Freude konnte Katja Bechthold mit „Wildberry Ashes of St. Helens“ die Anfängerklasse gewinnen. Der Judges Choice ging an Sally Geitner mit „Von der Mohnenfluh do it Dash“!

Am Ende dieses Wochenendes hatte sicher jeder Beteiligte, egal ob Helfer, Teilnehmer, Sonderleitung, Orga oder Richter das Gefühl, richtig was geschafft zu haben ….und wir wissen wieder, wie wichtig wetterfeste Kleidung in unserem geliebten Dummysport ist.

Der dritte Franken-Cup ist für nächstes Jahr bereits geplant, und ich bin auf jeden Fall wieder gerne mit dabei!

Anne Bezdicek mit Akira vom Salgenholz und Purplemooors Xsara

Die Sieger der offenen Klasse (oben) der Anfängerklasse (mitte), der Fortgeschrittenenklasse und der Richter (unten)

Fotos: Christine Müller (F und O), Andrea Zeitler (Anfänger), Grit Zimmermann (Richter)

WT Kerkerbach 2025 der LG Mitte

By Mitte, Workingtestberichte

Nachlese WT Kerkerbach 2025

WT Am Kerkerbach der 5. ist Geschichte. Und was für eine, denn diesmal hat es uns so richtig erwischt:
– Wetter Sch…: nass mit 2-3 Regengüssen, wobei die Richter weiterarbeiteten (für viele Hunde ein Novum bei prasselndem Regen das Dummy zu holen).

Eine Teilnehmerin schrieb in ihrer Dankesmail, der Wettergott hätte Tränen gelacht, naja, trotz des positiven Denkens, hätten es ruhig ein paar weniger Tränen seien können aus unserer Sicht

– Parkplatz für Hundebetreuung: durch Holzabraum kaum nutzbar

– Parkplatz allgemein: kurzfristig mit einer riesigen Buche belegt (GsD hat der Besitzer der Wiese es geschafft, zumindest die Baumkrone beiseitezuschaffen)

– Am Freitagabend Hinweis vom Landwirt, dass ggf. der Mais morgen geerntet werden könnte (hat sich auch GsD nicht bestätigt – war wohl zu nass

– Stellplatz der WoMos am Sportplatz waren nicht mehr gratis, aber dank unserer „Ball-Spende“ dann doch noch möglich

– Und: viele Absagen sowohl bei den Startern als auch bei den Helfern, die Grippe hatte voll zugeschlagen.

Aber es war dennoch ein tolles Wochenende. Die Stimmung war trotz aller Widrigkeiten klasse, die Richter hatten sich anspruchsvolle, aber machbare Aufgaben überlegt, die dann nach einer „Schnapp-Atmung“ doch oft einwandfrei erledigt werden konnten.
Und ein Highlight war definitiv das diesjährige Helfer-Geschenk: ein orangefarbenes Halloween-Dummy, das so hervorragend zu unserem Motto passte. Ein großes Dankeschön an Susan von Mario’s Dog Shop. Es gab nur strahlende Gesichter bei der Übergabe an die Helfer, seht selbst.
Durch den Helfer-Ausfall waren wir vorne bei der Anmeldung etwas knapp an Manpower – aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und letztendlich kamen noch einige helfende Hände beim Aufräumen am Sonntag hinzu. Ich sage nur danke-danke-danke.

Und nochmals danke für euer „sauberes“ Verhalten. Beim Spaziergang am Montag war aber auch nicht ein Krümelchen Abfall zu entdecken. Alles so, wie wir es vorgefunden hatten. Ihr seid klasse!

Ich glaube, dann steht einem WT Am Kerkerbach 2026 nichts im Wege. Wir freuen uns auf jeden Fall auf ein Wiedersehen mit euch Allen. Herzlichst eure Doris

Hier der Link zu den Fotos. https://photos.app.goo.gl/Vo1tabrNZ7Pn9XpWA

DRC Finale 2025 - Sieger F

DRC-Workingtest-Finale 2025 auf Schloss Wissen

By Workingtestberichte

Das Wochenende 11./12. Oktober war in diesem Jahr für viele Dummysportbegeisterte ein ganz besonderes, denn die erfolgreichsten Teilnehmer der letzten WT-Saison kamen zusammen, um sich an diesen beiden Tagen den Aufgaben des internationalen Richterteams zu stellen.

Der Austragungsort des diesjährigen Finales gab allen das Gefühl, an etwas Bedeutsamen teilzuhaben, denn man stand nicht, wie gewohnt, auf einer Wiese vor mobilen Pavillons, sondern in einem Schlosshof, den man zuvor über eine Schlossbrücke erreicht hat, nachdem man an wunderschönen Gebäuden und einem Teich vorbeigelaufen ist. Am Samstagmorgen, als die meisten von uns zur Anmeldung liefen oder sich als Helfer meldeten, lag alles noch im Dunkeln und man konnte nur erahnen, wo man nun dieses Wochenende, auf das der eine mehr oder weniger lange hingefiebert hatte, verbringen würde. Spätestens bei der Begrüßung fühlte vermutlich jeder ein bisschen mehr Feierlichkeit als üblich.

Ich persönlich hatte mich am meisten auf die vielen bekannten Gesichter gefreut, die man viel zu selten im Jahr sieht und mit denen man eine Leidenschaft teilt, die im normalen Alltag nicht von jedem verstanden wird. Hier war man sich einig, dass wir die besten Hunde, die tollste Hundearbeit und sowieso das schönste Hobby der Welt haben und das wohlwollende Miteinander fand ich schon besonders. In der Anfänger- und in der Offenen Klasse gingen jeweils 51 Teams an den Start, in der Fortgeschrittenen Klasse waren wir 39 Teilnehmer.

Nach der Begrüßung durch Britta Stempniewicz und Vorstellung des Richterteams, das aus Heike Reichelt (PL), Rainer Scesny, Herman Jeske, Caroline Koch, Francesca Lastrucci, Werner Haag, Paul O’Brien, Miso Sipola und Michael Brühl bestand, konnten wir uns alle erst einmal richtig warmlaufen, denn die landwirtschaftlichen Güter waren so weitläufig, wie es sich für ein richtiges Schloß gehört. Am zweiten Tag überlegte man schon etwas genauer, was man wirklich mitschleppen musste und was vielleicht doch nicht so dringend gebraucht wurde.

Da alle drei Klassen mit jeweils drei Richtern und vier Aufgaben parallel stattfanden (ein Hoch auf die Organisationskunst der Sonderleitung!), war einiges an Gelände von Nöten, um so viele Starts gleichzeitig möglich machen zu können. Auch für die Doppelstarter, die in A und O oder F und O teilnahmen, war es möglich, beide Klassen in einem ähnlichen Zeitrahmen zu schaffen, wie wir, die in „nur“ einer Klasse starteten.

Dank der Niers, die sich irgendwie überall entlangschlängelte und der vielen Streifen mit Brachland, Hecken, Wiesen und Wald hatten wir in den Aufgaben sehr abwechslungsreiches Gelände und die Strömung des Flusses wurde gerne genutzt, um die Aufgabe doch noch ein bisschen anspruchsvoller zu machen.  Insgesamt waren unsere F-Aufgaben, die uns am Samstag von Caro Koch, Werner Haag und Paul O’Brien gestellt wurden, so angelegt, dass der Hund viel selbständig arbeiten durfte und auch seine jagdlichen Fähigkeiten zeigen konnte.

Bei drei Richtern pro Leistungsklasse waren die einzelnen Teilnehmer-Gruppen natürlich recht groß und Geduld vor und zwischen den Aufgaben war eine notwendige Tugend an diesen beiden Tagen. Aber Fachsimpeln (wo liegen die Schwierigkeiten der Aufgabe, wie geht man sie am besten an?) und Gespräche unter Gleichgesinnten verkürzten zumindest uns Menschen die Wartezeit, und da einer der Richter eine Doppelaufgabe hatte, die wir gleich hintereinanderweg arbeiten konnten, waren wir an beiden Tagen doch recht zügig fertig und hatten so die Möglichkeit, noch in der Offenen Klasse etwas zuzuschauen.

Am Abend konnte jeder, der wollte und sich dafür angemeldet hatte, an der Abendveranstaltung teilnehmen. Es gab ein Grillbuffet, bei dem sicher für jeden Geschmack etwas dabei war. Im Anschluss wurden die Top Teams des Tages bekannt gegeben. Jeder Richter durfte ein Team benennen, das ihm in seiner Aufgabe am besten gefallen hat. Das ist natürlich ein sehr begehrter Preis, der bei den jeweiligen Teilnehmern sehr große Freude ausgelöst hat und für den einen oder anderen ein dickes Trostpflaster für eine Null in einer anderen Aufgabe war! Leider sind nicht alle Gewinner eines „Top-Team“-Dummys bei der Abendveranstaltung anwesend gewesen, so dass wir dann bei der Begrüßung am Sonntag noch einmal gespannt sein konnten, wer z.B. von Rainer Scesny oder Paul O’Brien ausgewählt wurde. Da das WT-Finale sehr viele und sehr großzügige Sponsoren hatte, konnten alle Anwesenden zwei Lose für eine Tombola kaufen, bei der wirklich tolle und gut zu gebrauchende Preise zu gewinnen waren. Und auch, wenn man nicht zu den Glücklichen gehörte, deren Nummer gezogen wurde, der Unterhaltungsfaktor dieser Auslosung war auf jeden Fall sehr hoch! 🙂

Am Sonntagmorgen standen wir dann wieder hoch motiviert in den Startlöchern und waren gespannt, welche Richter wir an diesem Tag in welchem Gelände haben würden. Die Fortgeschrittenen waren nun bei Heike Reichelt, Miso Sipola und Francesca Lastrucci im gestrigen Gelände der Offenen Klasse, was uns schon ein bisschen mit Ehrfurcht erfüllte, denn das bedeutete viel hohe und weite Wiese…und vor allem Miso Sipola hatte gestern in der O dafür gesorgt, dass wir heute etwas „Angst“ vor seiner Aufgabe hatten. Aber die Aufgabe war dann wirklich schön. Schön anspruchsvoll, schön anders und der Hund durfte schön selbst hunten, da die Markierung so fiel, dass der Hund außer Sicht war, wenn er seinen Job richtig machte. Es war unsere letzte Aufgabe des gesamten WTs und mir fiel ein ganzer Felsbrocken vom Herzen, als mein Hund mir das letzte Dummy in die Hand gab! Am Morgen bei Francesca Lastrucci in der Doppelaufgabe lief alles gut, bei Heike, die eine tolle Mocktrial-ähnliche Teamaufgabe kreiert hatte, holte Akira die beiden Dummys sehr sicher rein und nun hätten wir es nur noch in der letzten Aufgabe verbocken können. Ich war meiner Hündin so dankbar, dass sie bis zum Schluss ihre volle Konzentrationsfähigkeit aufrecht erhalten hatte und wir auch aus der letzten Aufgabe noch mit einem guten Gefühl herausgehen konnten.

Und nun hieß es warten. Da die F deutlich weniger Starter hatte als A und O, konnte man noch ein bisschen bei deren Aufgaben zuschauen oder im Schlosshof  bei Bockwurst oder Kuchen und Kaffee zusammensitzen oder an den aufgebauten Ständen von Dog & Field und einiger Leinen-Manufakturen sein Geld in neuem Equipment anlegen. Die beiden Fotografinnen Ruth Benger und Anja Michels, die auch in den Aufgaben tolle Erinnerungen festhielten, erfüllten noch ein paar fotografische Wünsche, wofür die Schlossbrücke eine beliebte Location war.

Als der Schlosshof sich dann immer mehr füllte und offensichtlich Starter, Helfer und Richter allesamt wieder aus dem Gelände zurückgekehrt waren, merkte man, wie die Spannung so langsam stieg. Müde und mehr oder weniger zufrieden über die eigene Leistung warteten alle auf die große Auflösung, wer mit den bereits aufgebauten Pokalen und zahlreichen Preisen letztendlich nach Hause gehen durfte. Mit Sicherheit hatte die Sonderleitung nun mächtig Stress und die Zeit verging für sie viel zu schnell …während sie für uns stehengeblieben zu sein schien.

Und dann, wenn man es schon nicht mehr glauben kann, geht es natürlich doch noch los. Heike richtete noch ein paar bewegende Worte an uns als Gemeinschaft, die doch als oberstes Ziel hat, ein wunderschönes Hobby mit unseren Retrievern ausüben zu können. Den Helfern wurde mit einer eigens und namentlich für sie gepackten Geschenktüte gedankt! Da wurde einem nochmal so richtig bewusst, wie viele Menschen dazu beigetragen haben, dass wir an diesem Wochenende in diesen insgesamt 24 Aufgaben stehen konnten.

Dann wurde es für die Teilnehmer der Anfängerklasse spannend! 29 Teams hatten alle Aufgaben erfolgreich gelöst. Die Top 10 wurde von Platz 10 aufwärts nach vorne gebeten, um sich ihre wohlverdiente Urkunde und ihren Applaus abzuholen, was immer ein sehr bewegender Moment ist und man sich einfach nur mitfreuen kann. Ein riesen Applaus ging natürlich an die Top 3: Regina van der Linde mit „Jinkster Albus“ (3.Platz), Thorsten Helmrath mit „Rebel Blend Jambo“ (2.Platz) und  Siegerin Anja Jänicke mit „Kornay Hunting Smokey Joker“!

Jetzt war es für uns F-Starter soweit, und die Spannung stieg bei jedem der 15 Teilnehmer, die ohne Null durch die Aufgaben gekommen sind. Man hatte in den zwei Tagen viel Zeit miteinander verbracht und auch manchen Hundeführer neu kennengelernt, so dass man sich für jeden, der innerhalb der ersten 10 Plätze aufgerufen wurde, sehr freute. Die Tatsache, dass ich hier nun diesen Bericht schreiben darf, liegt natürlich darin begründet, dass wir in dieser Top 10 weit vorne mit dabei sein konnten. Man kennt seine Punkte nicht, man schätzt sich selbst natürlich ein und weiß, dass sein Hund doch meist einen guten Job gemacht hat, aber wenn Name für Name vorgelesen wird und man einfach nicht dabei ist, dann wird man doch ziemlich unruhig. Und wenn der erhoffte 3. Platz an Doris Albrecht mit „Silva Nigra Labrador Byleist“ geht und für den 2. Platz die persönliche Favoritin Anne-Marie Viereckl mit „Glengad Elsi“ aufgerufen wird (Herzlichen Glückwunsch, Euch beiden!!!), dann muss man doch realisieren, was man am Samstagmorgen nicht zu hoffen gewagt hatte: Akira hatte doch tatsächlich die meisten Punkte gesammelt, bzw. die wenigsten verloren. Leider sitzen bei mir die Tränen der Überwältigung immer ziemlich locker und ich war wirklich sehr überwältigt…  Vielen Dank für Eure Glückwünsche und die zahlreichen Preise und überhaupt, dass wir so etwas miterleben durften. Es war wirklich toll in der Fortgeschrittenen-Klasse und ich werde sie vermissen!

Nun aber zu den Gewinnern der Offenen Klasse, die in dieser Veranstaltung ganz besonders anspruchsvoll war! Jeder der 14 erfolgreichen Teilnehmer, die ohne Null durch alle Aufgaben gekommen sind, konnten mächtig stolz sein. Einen tosenden Applaus bekamen letztendlich Sybille Wasmuth mit „Quick Steppers Kalle“ für den 3. Platz, Elisabeth Bölter mit „Graceful Star Aquin“ für den 2. Platz und als Sieger der Offenen Klasse wurde Volker Herrmann mit „Chestnut Hunters Chip“ gefeiert. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!!!

Ich denke, jeder konnte sehen und spüren, wieviel Herzblut das Orga-Team, bestehend aus Britta Stempniewicz, Nicole Lübbering, Yvonne Gaerber und Katrin Bücker in diese Mammut-Veranstaltung gesteckt haben und man kann nur erahnen, wie viel Zeit, Energie und Wissen in die Vorbereitung und Durchführung investiert werden musste. Ich kann nur danke sagen, dafür dass ihr diese Anstrengung auf Euch genommen habt. Denn es war wirklich ein ganz besonderes Wochenende!

Anne Bezdicek mit Akira vom Salgenholz

Work & Shoot 2025 – Berichte

By Workingtestberichte

Impressionen vom Workingtest

  1. Work & Shoot – Ein Tag voller Highlights / OPEN

Ende September fand bei bestem Wetter das mittlerweile 6. Work & Shoot statt – ein kleiner, besonderer Workingtest mit familiärer Stimmung. Der Tag war in zwei geteilt: ein offizieller Workingtest sowie ein inoffizieller Schießwettbewerb mit Kleinkaliber, Wurfscheibenschießen und Bogenschießen. Dank der freundlichen und professionellen Begleitung ist der Schießteil nicht nur etwas für Jäger, sondern für alle Teilnehmer*innen ein Erlebnis.

Für mich persönlich hat das Work & Shoot einen ganz besonderen Platz im Herzen, da ich hier vor zwei Jahren meinen ersten Start in der Fortgeschrittenen Klasse hatte.

Welcher Teil der Veranstaltung am meisten begeistert, ist schwer zu sagen: das leckere Buffet mit warmen Speisen und einer tollen Kuchenauswahl, der abwechslungsreiche Schießwettbewerb oder der Workingtest. Wahrscheinlich ist es gerade die besondere Kombination aus allen drei Elementen, die diesen Tag so einzigartig gemacht hat.

Nach einem großartigen Tag in bester Gesellschaft konnten Hesseldale Banksy und ich uns über den 3. Platz im offiziellen Workingtest und sogar den 1. Platz in der kombinierten Wertung (inkl. Schießwettbewerb) freuen.

Ein herzliches Dankeschön geht an das gesamte Orga-Team – insbesondere an Heiko Bosse, der so viel für unser Hobby bewegt – sowie an die beiden Richter*innen, alle Helfer*innen und nicht zuletzt den Schützenverein Döhren.

Jan Christensen mit Hesseldale Banksy

 

Bericht 6. WT Work and Shoot 2025 in Döhren (Fortgeschrittenen-Klasse)

Nachdem ich bereits im letzten Jahr beim TWT Fortuna dabei war und mir die entspannte und gelöste Atmosphäre dort gut gefallen hatte, entschied ich mich, erneut in den schönen Harz zu fahren und am WT Work and Shoot der DRC Bezirksgruppe Braunschweig teilzunehmen, der mir von einer Trainingsfreundin sehr ans Herz gelegt worden war mit den Worten „einer der schönsten Workingtests überhaupt“.

Während die Teilnehmer der Offenen Klasse mit dem Part „Shoot“, bestehend aus Bogenschießen, Flinte am Trap-Stand und Kleinkaliber 100 m begannen, startete die Fortgeschrittenen-Gruppe mit vier Aufgaben, die von Anja Möller (PL) und Frank Hermansen gerichtet wurden. Die erste Aufgabe für uns war bei Anja Möller. Es waren in einem hügeligen, grasbewachsen-buschigen Gelände zwei in einer Linie hintereinander liegende beschossene Blinds zu arbeiten, eines vorne im Hang, das zweite geschätzt gut fünfzig Meter dahinter in einer Senke am Feldrand. Hedi nahm das schwierige Gelände zwar gut an und ging schön voran, es zeigten sich bei dieser technisch anspruchsvollen Aufgabe aber unsere bekannten Baustellen (Hund im Suchengebiet halten und Stoppen trotz bereits eingeschaltetem Suchen-Modus).  Da gab es berechtigt einen ordentlichen Punktabzug, den mir Anja Möller auch erläuterte, was ich sehr hilfreich fand.

Die zweite Aufgabe bei Anja Möller lief dann zum Glück deutlich besser. Es fielen – Hund und Hundeführer standen neben der Richterin oben auf einem Hügel – etwas unterhalb zwei Markierungen mit Schuss. Bei der ersten Markierung waren der Werfer und die genaue Fallstelle nicht sichtig, das Dummy landete hinter dem ersten Hügel. Das zweite Mark fiel sehr schnell und unmittelbar nach der ersten Markierung weiter unten im Tal, Flugbahn und Fallstelle waren nicht besonders gut zu sehen. Die Schwierigkeit bestand meines Erachtens darin, dass beide Schüsse und Markierungen direkt hintereinander fielen und sowohl Hund als auch Führer in dem unübersichtlichen abschüssigen Gelände gut und schnell markieren mussten. Es sollte zunächst das erste Mark gearbeitet werden, danach das hintere. Hedi hatte beide auf den Punkt markiert und ich musste nicht händeln. Für das nicht ganz perfekte Lining auf dem Rückweg gab es einen Punktabzug.

Weiter ging es dann zu Frank Hermansen. In seiner ersten Aufgabe waren zwei beschossene Markierungen in ca. 50 m Entfernung zu arbeiten. Auf grasig-buschiger Ebene wurde die erste Markierung mit Schuss vom Werfer hinter einen hohen Busch geworfen, die Fallstelle war also nicht sichtig. In einem Winkel von etwa 45 Grad fiel dann mit Schuss und im hohen Bogen (Werfer war kaum zu sehen) die zweite Markierung mit nicht sichtiger Fallstelle. Die Reihenfolge durfte man sich aussuchen. Da mir die zweite Markierung schwieriger erschien, entschied ich mich, Hedi erst diese holen zu lassen. Hedi fand sie offenbar gar nicht so schwer, denn sie war sehr schnell mit dem Dummy wieder zurück. Handling war bei dieser Aufgabe nicht möglich, weil der Hund hinterm Buschwerk im hohen Gras nicht mehr zu sehen war. Bei der zweiten Markierung suchte sie ein wenig vor dem Busch (auch aufgrund meines völlig verfrühten Suchenpfiffs), fand dann aber auch recht schnell. Für die Aufgabe gab es 17 Punkte.

 

Die zweite Aufgabe war ein Walk up im Zweier-Team auf einer langgestreckten Wiese. Die Helfer rechts und links am Rand der etwa 50 m breiten Wiese liefen vor der Line in etwa vierzig Meter Entfernung mit. Was zu tun war, erklärte Frank Hermansen erst, nachdem links mit Schuss eine Markierung in das Gebüsch geworfen worden war. Diese Markierung musste der rechte Hund arbeiten. Nach einem weiteren langen – mir fast unendlich vorkommenden – Walk up sollte Hedi ein beschossenes Blind vom rechten Wiesenrand holen, welches sich nach Angaben von Frank Hermansen „zwanzig Schritte vom Helfer“, entfernt befand. Meine Berechnung der Schrittlänge lag etwas daneben, aber mit einem kleinen Suchenpfiff fand Hedi schnell das Dummy. Danach wiederholte sich das Ganze und der jeweils andere Hunde arbeitete die Markierung und das Blind. Für „nice heelwork“, auf die Frank Hermansen großen Wert legte, und für „nice work“ gab es für beide Hunde ein Extra-Lob und insgesamt 18 Punkte.

Nach der Mittagspause, in der die Teilnehmer mit leckeren Salaten, Suppen, Bratwürstchen und fantastischem Kuchen versorgt wurden, begann dann für die F-Gruppe der Shooting-Part. Obwohl ich bislang noch nie einen Bogen in der Hand gehabt habe, erreichten dank der sehr geduldigen Einweisung meines Ausbilders einige Pfeile erstaunlicherweise die Mitte der Scheibe. An allen zehn Trap-Tauben habe ich danach dann allerdings sehr souverän und konstant vorbeigeschossen – und das, obwohl ich doch so gerne Flinte schieße. Beim Kleinkaliber-Büchsenschießen auf 100 m lief es dann wieder ganz gut und die meisten der zehn Schüsse landeten in der 10, weswegen es dann am Ende für den 1. Platz in Work and Shoot (und den 4. Platz in Work) reichte.

Meine Trainingsfreundin hat recht behalten: Ich kenne zwar bei weitem nicht alle Workingtests, aber dieser war für mich bisher einer der schönsten. Es war ein sehr besonderer Workingtest in einem schönen Gelände, der sich durch eine sehr entspannte, freundliche Atmosphäre und die enorme Hilfsbereitschaft all derjenigen auszeichnete, die sich um das leibliche Wohl und die Unterstützung beim Schießen kümmerten. Insbesondere dem Schützenverein Döhren sei hierfür gedankt. Die Teilnehmer honorierten all das mit einer gesonderten Spende an diesen. Ein besonderer Dank gebührt dem Sonderleiter Heiko Bosse und seinem Helferteam, das u.a. mit so kleinen Dingen, wie einer gesonderten mail an die Teilnehmer zwei Tage vor dem Start mit Infos zu den Wetteraussichten und guten Wünschen für die Anreise, diese Kombination aus Workingtest und Sportschießen zu etwas ganz Besonderem machte. Nicht nur ich hoffe, dass es Work and Shoot auch weiterhin geben wird; diesem kleinen, sehr feinen WT ist es zu wünschen.

Dr. Heike Thomae mit Jalin vom Littard aka Hedi

NCT Schackendorf

Die Newcomer Trophy 2025 in Schackendorf

By Workingtestberichte
NCT Schackendorf

Siegerehrung

Die deutsche Junghunde- Meisterschaft ist ein sehr besonderer Wettbewerb für jeden, der Hunde im
Dummysport führt.
Die Youngsters dürfen höchstens 30 Monate alt sein und müssen einen Workingtest mit sehr gut bestanden
haben- das sind die Vorraussetzungen für einen Start.
Wir hatten uns qualifiziert und so war es für mich eine Ehre und auch eine Selbstverständlichkeit, dort zu
melden, noch dazu im wunderschönen Gelände des Trave Dog Resorts in Schackendorf.
In großer Vorfreude, aber auch mit steigender Aufregung begann dieser schöne spätsommerliche Tag für
mich und 44 Mitstartern.
Bestens organisiert, mit so viel Herzblut, das dank dem Team um die Sonderleiterinnen Nicole Borowy und
Nina Baier an jeder Ecke spürbar war, ging es zur Anmeldung.
Caro Koch, die Prüfungsleiterin fand zur Eröffnung so schöne Worte, 1, 2 Gänsehaut-Momente hatte ich da
schon.
Aber dann ging es los, auf zur Aufgabe 1 : Ein Mark war zu arbeiten- die Tücke lag hier im Gelände. Goose
konnte diese Aufgabe aber bravourös erledigen.
Ulla Schütz Worte: So wollte ich es sehen!
Ok, meine erste Aufregung wich so langsam, wir waren gut drauf und seltsam entspannt.
Wir waren aber auch eine so fröhliche, mitfiebernde und wertschätzende Gruppe in den Wartezonen- danke
euch allen dafür!
Für Goose gab es das 1. Stück Käse des Tages.
In Aufgabe 2 bei Caro Koch standen wir gefühlt vor einer Schilfwand. Ein kleines Treiben, 2 Marks, die in
hohem Bogen in diesen sehr spannenden Bewuchs fielen, ein Stück Walken und dann waren beide
Dummies hintereinander zu arbeiten. Ich hatte mir die Flugbahn ungefähr gemerkt und schickte Goose in
die entsprechende Richtung, kein Sichtkontakt. Ich wollte gerade den Suchenpfiff geben, da kam er schon
mit Dummy zurück, das andere Dummy lief ähnlich. Ein Käse- Retrieve, ein Vertrauens- Retrieve.
Aufgabe 3 fand auf einer großen Wiese an der Trave bei Luise Linnemann Rasmussen statt. Ein Landmark,
ein Wassermark, dazwischen Fussarbeit.
Der Käse schmeckte meinem Bub.
In Aufgabe 4 bei Martina Gollner ging es zur 2er-Team Aufgabe. Auf einem Waldweg ein Walk up, links und
geradezu fielen nacheinander 2 Marks, die im Wechsel von beiden Teams zu arbeiten waren.
Wieder eine Aufgabe ganz nach Goose Geschmack, ein Käse- Retrieve.
Ok eine Aufgabe noch, es fühlte sich gut an. Aber jeder, der startet, weiß, es kann so viel passieren und es
ist Konzentration bis zum Schluss erforderlich.
Richter Oliver Király erklärte uns allen die Aufgabe, fand beruhigende Worte und sagte uns allen, was er
sehen möchte.
2 Marks, die hintereinander in einem halbhohen Bewuchs fielen, waren zu arbeiten.
Das 1. war top, beim 2. musste Goose ein bisschen länger suchen, ich gab ihm die Zeit, pfiff nur 2x und das
letzte Dummy war drin.
Wir hatten es geschafft, sehr zufrieden und erleichtert ging es zurück.
Ich machte es mir mit Goose im Schatten der Bäume gemütlich, er bekam noch den Rest Käse und ich
Currywurst und ich schnackte gemütlich mit ein paar Teilnehmern. Alle kamen so nach und nach aus den
Aufgaben.
Eine verdiente Pause der 5 Richter und der Helfer und dann ein Stechen um eine Platzierung später, begann
die Siegerehrung.
Allen Helfern wurde wertschätzend gedankt, genau wie den Sponsoren und den Richtern.
Das waren schon sehr emotionale Momente, der dann nur noch von einem getoppt wurde.
Nach Platz 3 für Tanja Wiegand und ihrer jungen Hündin Lizbeth, Platz 2 für Aracea Mews mit ihrer Hündin
Bluse fehlte noch Platz 1.
Das ist doch nicht eurer Ernst, waren meine ersten Gedanken, als mein Name und der von Goose
aufgerufen wurde, das kann doch nicht sein. Es gibt hier nur sehr gute Hunde, nur sehr gute Hundeführer
und wir haben gewonnen??
Dankbar, glücklich und mit Tränen in den Augen knuddelte ich den kleinen großen Hund mit seinen gerade
mal 19 Monaten an meiner Seite und uns wurden feierlich diese 2 wunderbaren Pokale und viele tolle
Präsente überreicht.
Das war einer der Momente, die man nie im Leben vergisst, die man festhält für alle Zeiten.
Danke mein Goose, dass ich das alles mit dir erleben durfte und darf.
Jana Starke mit Fir Green Goose 23.9.2025

Braunschweiger Löwe

BRAUNSCHWEIGER LÖWE 2025

By Nord, Workingtestberichte

Bericht zur Klasse: OPEN

Um es kurz zu machen: Unglaublich!

Es begann eigentlich mit einem Training mit Freunden in Dänemark ein Wochenende vor dem Braunschweiger Löwen. Drumby arbeitete langsam, unmotiviert und war ziemlich ungehorsam. Wir waren am Freitag nach Dänemark angereist und morgens, war sie beim Spaziergang „mal kurz weg“. Offensichtlich hatte sie im Wald etwas „Leckeres“ gefunden. Dieses Leckere hatte Fell und kam in Dänemark am Samstag auf natürlichem Wege wieder ans Tageslicht. Es ging mir dann so wie vielen Hundeführern: „Die Hündin hat etwas Falsches aufgenommen und ist deshalb unkonzentriert und hat vielleicht sogar Bauchweh“. Die perfekte Ausrede für eine schlechte Trainingsleistung.

Mit dieser Erinnerung und keinem guten Gefühl reiste ich Freitagabend zum Braunschweiger Löwen. In der Nähe fand sich ein nettes Hotel, wo ich mit dem Camper auf dem Hof übernachten durfte und wo ein guter Freund mich zum Essen und Fachsimpeln einlud. Ich dachte, das wäre das Highlight dieses Wochenendes. Aber es kam anders.

Es begann bei Norbert Theuerkauf. Zwei Hunde vor einer Senke im Wald, die nach 40 Meter wieder anstieg. Ich würde den Ausdruck „Schlucht“ vermeiden, das klingt zu dramatisch aber die Form war so. Beide Hund standen 30 Meter voneinander entfernt nebeneinander vor der Senke. Linker Hund ein Blind rechts, rechter Hund ein Blind links. Zuvor ein Treiben hinter den beiden Blinds. Nach dem Treiben durften die Blinds gearbeitet werden. Dann ein kurzer WalkUp weg vom Suchengebiet und dann jeder Hund ein Dummy aus dem Treiben. Drumby machte das perfekt.

Dann zu Eva Berg. Wieder standen wir etwas höher. Ein recht kurzes Blind links in mittlerem Bewuchs ein längeres und beschossenes rechts. Nach dem Schuss das unbeschossene, dann das andere. Wieder perfekt. Eva: „Besser geht’s nicht!“

Nun Malte Benien. Ein kleineres lang gezogenes Suchengebiet – Heidekraut, Ginster o.ä. – in etwa 70-80 Meter Entfernung direkt am See. Zwei Schüsse, dann ein Mark links ins Wasser. Erst aus der Suche ein Dummy, dann das Wassermark. Malte hätte es gerne gesehen, wenn Drumby das Suchengebiet von vorne nach hinten durchsucht hätte, aber sie lief daran entlang bis zum letzten Drittel, ging rein und kam sofort mit Dummy wieder raus.

Bei Daniel Perick wurde ein Blind am Wasser in etwa 120 Meter Entfernung gearbeitet. Das machte Drumby perfekt. Dann ein Mark ins Wasser und nach hinten an Land. Das zweite war Verleitung und blieb liegen. Für das Wassermark mussten wir nach dem Mark die Position wechseln. Da war Drumby nicht ganz bei der Sache und ging mir 50cm vom Bein weg, als ich mich nach rechts zum Wasser drehte. Das Mark arbeitete sie perfekt in gerader Linie.

Letzte Aufgabe bei Carsten Schröder. In einem Birken-/Kiefernwäldchen. Ein beschossenes Blind gerade vor uns. Helfer ging nach links weg zu einem kleinen gut erkennbaren Hügel. Zweites beschossenes Blind. Positionswechsel. Schicken auf das zweite Blind. Positionswechsel. Schicken auf das erste Blind. Perfgekt.

Ich war ziemlich stolz auf meine Hündin und wartete gespannt auf die Siegerehrung. Das dabei der erste Platz herauskam, sogar mit 97/100 Punkten, war einfach nur geil.

Der gesamte Workingtest Braunschweiger Löwe war sehr gut organisiert. Sonderleiter, Richter und Helfer waren sehr freundlich. Mir gefiel besonders, wie Andreas und Regina mit Gelassenheit und Humor den Ablauf gestalteten. Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte!

Grüße aus Bremervörde

Frank Hoffmann
Marks And Blinds

Bericht zur Klasse: Veteranen

Am 14.09.2025 fuhr ich, mit meinem Labrador Werdandi Slash zum, sehr zur Freude stattfindenden WT in der Veteranenklasse, nach Groß Oesingen.

Nach erfolgter Anmeldung stellte sich heraus, dass insgesamt 9 Teams am Start waren. Nach der sehr freundlichen Begrüßung, durch die Sonderleiter Regina Steinkopf und Andreas Helmold und den 5 Richtern Daniel Perick, Norbert Theuerkauf, Malte Benien, Carsten Schröder und Eva Berg, ging es ins schöne Gelände rund um den Königssee.

Die Richter hatten sehr schöne, anspruchsvolle und altersgerechte Aufgaben. Es war alles dabei – Markierungen, Fuß gehen, Blinds , Wasserarbeit und eine Suche- Wir hatten bei den Aufgaben sehr viel Spaß und genossen es, diese gemeinsam zu lösen.

Auch die Richter hatten freundliche Worte und so manches Lächeln im Gesicht, als sie die „Senioren“ bei der Arbeit sahen. Nachdem das letzte Dummy drin war, gingen wir zurück, um die wunderbare Verpflegung vor Ort zu genießen.

Als die Siegerehrung anstand, wurden wir plötzlich und sehr überraschend aufgerufen. Der Grund war keine Platzierung, sondern weil Slash der älteste Starter, mit 12,5 Jahren, im Feld war. Es hat mich sehr gefreut und wir erhielten ein Dummy mit der Aufschrift

„Man ist nie zu alt, um jung zu sein“.

Diese Aufschrift trifft den Nagel auf den Kopf, weil Slash bei den Aufgaben so viel Spaß hatte, dass er zwischenzeitlich zum Junghund wurde, indem er nach einem Mäuselsprung das Dummy aufnahm und es mir voller Freude und Stolz brachte.

Vielen Dank an die Sonderleiter Regina und Andreas, den Richtern, den vielen Helfern und den Teilnehmern mit ihren „Senioren“. Ihr habt den schönen Tag erst möglich gemacht. Auch Herzlichen Glückwunsch an die 3 Platzierten.

Dörthe Knigge mit Werdandi Slash

Bericht zur Klasse:  Anfänger

Der Workingtest Braunschweiger Löwe im schönen Gelände von Groß Oesingen liegt fast vor meiner Haustür und so dachte ich, beste Gelegenheit meinen Jungspund mal in der A zu melden und einen Tag mitten im Prüfungsgeschehen zu verbringen. Was wird er wohl zeigen können bei dem Trubel mit vielen Menschen und Hunden, Schüssen, Prüfungsluft, viel Wasser, Wald und Strand? Wie werden wohl die Aufgaben sein und was werden wir auf unserem 1. gemeinsamen WT abrufen können?

Wer von uns beiden an so einem Tag mal schauen muss, was abrufbar ist und was nicht, das hat mir dann im Verlauf der Prüfung mein Hund noch gezeigt…

Das Wetter war wie es besser kaum hätte sein können und nach kurzer Ansprache durch die Sonderleitung ging es mit den Richtern in den jeweiligen Gruppen auch schon los ins Gelände.

Unsere 1. Aufgabe war gleich am offenen Strand, die ersten Schüsse fielen und ich suchte nach einem ruhigen Platz in der Wartezone, wo Levi weder unsere noch eine weitere, etwas entfernt liegende Aufgabe am Wasser beobachten konnte. Dann wurden wir nach kurzer Wartezeit auch schon aufgerufen: Hangabwärts stand der 1. Helfer am Wasser und es fiel nach Schuss eine Markierung in den See, sie durfte direkt gearbeitet werden. Das klappte

super. Der 2. Helfer stand ebenfalls unten an der Wasserkante und zusammen mit dem Richter ging es frei bei Fuß ein Stück oben am Hang entlang. Levi war so fasziniert von der Situation, dass er recht stark von meinem Bein hangabwarts driftete, immer den Helfer im Auge und wohl in Erwartung einer weiteren Wassermarkierung. Als der Schuss fiel, flog die kurze Markierung jedoch weg vom Wasser nach rechts in ein Gebüsch an der Uferkante.

Levi nahm nur wahr, dass etwas nach rechts flog und verschwand nach Freigabe und Schicken dann viel zu weit in diese Richtung im Gelände. Also Kommpfiff, Stoppfiff und such nach links – Dummy drin, braver Hund. Für die olle Fußarbeit hatten wir ordentlich Federn gelassen, das war verbesserungswürdig, obwohl das enge Fußgehen normalerweise eine von Levis Paradedisziplinen ist. Egal, der Hunde hatte superartig alle Kommandos angenommen, wir waren gekommen, um Erfahrungen zu sammeln.

Aufgabe 2 lag dann im Wald. Ein paar Meter frei bei Fuß, es fällt gerade voraus ein Mark nach links, Freigabe, Schicken. Levi hat nicht perfekt markiert, sucht sich heran, findet selbständig und bringt das grüne Säckchen brav in die Hand. Wieder ein Stück bei Fuß, es geht nach rechts, Hund eindrehen nach links, es fällt eine Markierung gerade voraus.

Freigabe, Schicken, Dummy drin, perfekt. Dann galt es, den Hund dort alleine sitzen zu lassen und zum Startpunkt der Aufgabe zurückzugehen. Von dort wurde der Vierbeiner mit Kommando ins Fuß geholt, klappte tiptop. Levi war mittlerweile ganz bei der Sache.

Die 3. Aufgabe fand ebenfalls im Wald statt. Vom Startpunkt aus fiel das Gelände sanft ab und stieg wieder an. Dort gegenüber fand im Waldgebiet ein Treiben statt, Dummies und Schüsse fielen. Dann umdrehen um 180 Grad, es fällt ein Schuss und eine Markierung in eine Blaubeerfläche. Wieder zurück zum Treiben drehen und den Hund durch die Senke in die Suche schicken, ein Dummy aus dem Treiben sollte geholt werden. Das lief wie am Schnürchen! Nun wieder um 180 Grad drehen und frei bei Fuß zusammen mit dem Richter auf die Blaubeerfläche zugehen. Hier wurde in der Zwischenzeit unbemerkt vom Team ein zweites Dummy platziert, eines soll vom Hund gebracht werden. Ich schicke Levi in eine kleine Suche und artig sucht er im Bereich nach Witterung, findet recht flott und bringt – leider gibt er etwas halbherzig in meine Hand und das hätte ordentlicher sein können, auch dem Richter entgeht das natürlich nicht, alles andere hat der Levi aber wirklich fein erledigt und mehr als glücklich und zufrieden ziehen wir zur 4. und vorletzten Aufgabe weiter.

Wir bleiben im Wald, aber es wird hügeliger, der Startpunkt liegt oben auf einem der Hügel, es geht vor einem bergab durch eine Senke und wieder bergauf, dahinter wieder bergab Richtung See, das Gebiet hat sozusagen Wellengang. Es fällt gegenüber vom Startpunkt nach Schussabgabe ein Mark, Freigabe und Apport. Levi hat etwas viel Speed in seinen langen Beinen, er liebt solch ein Gelände und schießt über’s Ziel hinaus – ein kurzer Pfiff und der Azubi dreht sofort um, findet das Dummy und kommt artig und flott heim damit. An

die Fallstelle wird währenddessen unbemerkt vom Hund schnell ein zweites Dummy nachgelegt. Nach der Freigabe also ein Voran auf diese Memorystelle und zack – auch Aufgabe 4 war bestanden. Das lief ja wie geschmiert!

O.K. – wenn wir auch noch die 5. und letzte Aufgabe gut schaffen, dann hätten wir nicht nur teilgenommen sondern dann hätten wir auch gleich bestanden – also auf zur 5. Herausforderung, es geht zurück an den Strand:

Vom Startpunkt aus geht es zusammen mit dem Richter und dem Hund frei bei Fuß einige Meter durch den sandigen Boden, Hund dann nach links eindrehen, dort liegt direkt am Seeufer entlang ein schmaler Gebüschstreifen vor dem man nun steht, ein kleines Treiben startet, es fällt ein Schuss, ein Dummy fliegt jedoch nicht. Der Hund soll nach Freigabe das Gebiet am Ufer entlang durchsuchen und ein Dummy bringen. Richter und Hundeführer bewegen sich nach dem Schicken des Hundes langsam parallel entlang des Streifens und

ziehen den Hund mit, Buschieren ist also angesagt. Die Aufgabe hat gleich mehrfach so ihre Tücken – Levi arbeitet sich jedoch ausdauernd und ausgesprochen brav durch das schmale und langgestreckte Gebiet – aber wo ist das verflixte Dummy??? Erst fast am Ende des Gebüschstreifens wird für meinen Hund ein kurzer Pfiff erforderlich um ihn wieder ins Gebiet zu holen, Levi folgt artig und setzt seine Arbeit wieder im richtigen Bereich fort, findet dann

auch in diesem hinteren Bereich und bringt sofort die Beute heim. Ich muss gestehen, ich war wirklich stolz auf ihn mit welcher Selbstverständlichkeit er diesen Teil erledigt hatte. Nun wieder mit Hund frei bei Fuß zusammen mit dem Richter ein Stück den Strand entlang, es fällt ein Schuss und voraus leicht nach rechts mit sichtiger Flugbahn aber nicht sichtiger Fallstelle landet ein Dummy hinter kleinen Büschen. Es erfolgt die Freigabe zum Apport. Levi hat gut markiert und pickt auch dieses letzte Dummy schnell und zügig. Es gab hier Richterlob und mit einer Mischung aus Erleichterung, Freude und Glücksgefühl und mit jeder Menge ausgiebigem Lob für meinen Hund gehe ich mit Levi zurück zur Anmeldung, wir hatten es wirklich geschafft, alle Dummies drin, Kommandos sehr gut angenommen, was für ein braver junger Hund an meiner Seite.

Auch wenn wir in der 1. Aufgabe mächtig Federn für die gruselige Fußarbeit beim 2. Dummy gelassen hatten, so lief es danach nur noch rund. Ich war beeindruckt, mit welcher Ruhe und Selbstverständlichkeit mein erst gut 15 Monate alter Hund den WT durchlaufen hatte, auch meine eigene Nervosität konnte ihn nicht aus dem Konzept bringen, mit Freude und Begeisterung hat er alle Aufgaben erledigt. Für mich war der zu arbeitende Teil des Workingtests damit absolviert, an der Anmeldung chillten wir gemeinsam im Schatten und

genossen die Zeit mit Gleichgesinnten, alten und neuen Freunden. Aus meiner genussvollen Entspannung riss mich dann der Ruf zum Stechen! Ohgottogott….Startnummer nochmal kontrollieren, ja, die 18 waren Levi und ich.

Wer einmal zum Stechen aufgerufen wurde, der weiß vielleicht, dass so ein menschlicher Herzschlag vom Entspannungsmodus binnen Sekundenbruchteilen in den Alarmzustand gehen kann – jedenfalls ist das bei mir so. So ging ich mit meinem fröhlich neben mir hertrabenden Hund hinunter in den Strandbereich des Sees auf die konzentriert blickenden Richter und die Sonderleitung zu – poch…poch…poch….

Eva Berg erklärte mir die Aufgabe und versicherte sich, dass der Levi und ich startbereit wären. Poch… poch…poch… ja, sind wir, kann losgehen! Werfer und Schütze stehen rechter Hand oben am Hang, ein Schuss fällt und auf ca. 50 m fliegt eine Markierung mutmaßlich in weitem Bogen unten auf den Strand. Die Flugbahn konnte ich vor dem Hintergrund mit dichtem, dunkelgrünem Gebüsch überhaupt nicht sehen, erst kurz bevor das Dummy auf kam erblickte ich es wieder und konnte die Fallstelle hinter einem kleineren Gebüsch noch erfassen. Ein blitzschnelles Stoßgebet, dass der Hund an meiner Seite das alles „gut auf

dem Schirm hatte“ nahm ich den Arm heraus und…..brandheiss fällt mir ein, dass die Freigabe noch fehlte! Ich friere in der Bewegung ein und schiele zu Eva Berg – da kommt das Tippen auf die Schulter und erst mit meinem Apportkommando startet der Levi artig los, zielgenau in Richtung Fallstelle. Er verliert kurz vor dem Ziel durch kleinere Büsche die perfekte Linie, bekommt aber auf der richtigen Höhe Witterung, schnappt sich das Dummy und kommt glücklich mit sich und der Welt damit zurück und gibt brav in die Hand.

Ausatmen, Anleinen, Freuen wie Bolle! Das hatte er grandios gemacht.

Dem mit uns stechenden Team fehlte dann die kleine Portion Glück die es doch oftmals braucht, um eine Aufgabe gut gelöst zu bekommen und so konnte Levi das Stechen für sich entscheiden und wir wurden mit dem 2. Platz belohnt. Ich war ziemlich sprachlos – war ich doch „nur“ zu einem „Schau’n wir mal wie es beim 1. Mal läuft“ angetreten und dann gleich so ein Ergebnis. Mein aufrichtiger Dank geht wie immer als erstes an meinen Hund – für seine Ruhe, seinen klaren Kopf, die Freude an Zusammenarbeit und seine stets gute Laune.

Großes Danke aber natürlich auch an die Veranstalter, die Richter und die Sonderleitung, an die vielen Helfer für die Organisation, das faire Richten, den reibungslosen Ablauf mit nur sehr kurzen Wartezeiten, für Hilfsbereitschaft, gute Ratschläge und Hinweise. Danke an Tobias König der uns seit vielen Jahren sein fantastisches Gelände in Groß Oesingen zur Verfügung stellt und Danke an meine „Mitstreiter“ für Miteinander und Fairplay, für gute Laune und Lachen!

Levi und ich werden nun den Herbst und den Winter damit verbringen, weiter noch so vieles zu lernen und uns als Team ein solides Fundament für weitere Taten und hoffentlich viele gemeinsame Jahre zu schaffen.

Susanne Bliesener mit Erdnukkel’s Levi

 

 

Braunschweiger Löwe

Workingtest am Krämerwald 15.03.2025

By Ost, Workingtestberichte

Workingtest am Krämerwald – Anfänger (15.03.2025) BZG Berlin Brandenburg

Als ich mitbekommen habe, dass die Bezirksgruppe Berlin/Brandenburg einen Workingtest im Krämerwald organisiert, war ich total begeistert. Wie cool ist das denn? Endlich mal ein WT direkt vor meiner Haustür, ohne stundenlange Anfahrt. Ein echter Glücksfall. So war ich auch mit Emil (Eggflip von der Mönchsquelle) am Samstagfrüh sehr pünktlich vor Ort.
Der ganze Ablauf war perfekt organisiert, die Stimmung war bei allen großartig und ich habe mich gefreut, so viele bekannte Gesichter zu sehen. Eine sehr harmonische Atmosphäre! Es war der erste offizielle Workingtest für Emil und dafür war dieses Event goldrichtig.
Die drei Richter Rainer Scesny, Herman Jeske und Malte Benien haben sich sechs sehr abwechslungsreiche Aufgaben ausgedacht – in ganz unterschiedlichem Gelände – und siehaben absolut fair gerichtet. Es war wirklich alles dabei, was in der Anfängerklasse erwartet wird: Steadyness, Fußgehen (sehr oft Fußgehen!) Markierungen im Wald, Wegdrehen
von einer Markierung, Schicken auf eine vorherige Fallstelle, Geländeübergänge
annehmen, Suche in unwegsamen Gelände, es fand ein Treiben statt und Schicken aus veränderter Position in hohen Bewuchs. Das alles war sehr spannend und aufregend für uns Beide. Nach jeder Aufgabe gab es ein Feedback, was lief super und worauf sollte man doch in Zukunft mehr achten. Das fand ich großartig und ist nicht selbstverständlich!

Emil hat seinen 1. WT hervorragend gemeistert. Er hat wirklich schön gearbeitet!
Die Punktabzüge gingen fast alle auf meine Kappe: meine Aufregung, an die ich mich wohl nie gewöhnen werde!
Als dann nach der letzten Aufgabe bei Rainer alle Dummys drin waren, habe ich mit meinen Mitstreitern schon den ersten Freudentanz gemacht. Und zum Schluss kommt ja noch die Siegerehrung:
3. Platz Sandra Kreibich mit Sporty Springers Trust Me
2. Platz Brit Schumann-Veith mit Diamondflats Escape toLife
1. Platz Ulrike Poetschlag mit Eggflip von der Mönchsquelle

Wahnsinn, da sind bei mir schon ein paar Freudentränen gekullert. Ich tanze immer noch mit Emil um die Wette! Ganz herzlichen Glückwunsch an die Platzierten und an alle, die mit sich und ihren Hunden zufrieden waren.
Herzlichen Dank an alle, die diesen wunderbaren Workingtest möglich gemacht haben: der Sonderleitung Anne-Marie Viereckl und Michael Simon für die perfekte Organisation und einem hervorragenden Catering von Franziska Neider. Den Richtern für die tollen Aufgaben und dem immer fairen Richten. Den vielen Helfern, ohne die solche Veranstaltungen gar nicht möglich wären. Und dem Oberförster Helge Funk, der das fantastische Gelände zur Verfügung gestellt hat. Ich hoffe sehr auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr beim Workingtest am Krämerwald
Ulrike Poetschlag

 

Fortgeschrittene Klasse

 

Offene Klasse

 

Das Richterteam

Fotos, Anne Marie Viereckl

WT Anfänger Schloss Buldern

By Workingtestberichte

WT Anfänger Schloss Buldern

Piep, Piep, Piep…. Was ist denn hier los? In aller Herrgottsfrühe? Eine schier unhündische Zeit, so früh aufzustehen. Ich brauche doch meinen Schönheitsschlaf!!
Jetzt bin ich doch mal neugierig, wieso wir so früh raus müssen und checke mal die Lage ab. Mein Frauchen, zwischendurch auch Nici genannt, steht aufgebrezelt in einem schicken Hemd vor mir, mit dem breitesten Grinsen der Welt, und fragt: “ Bist du bereit? Es geht los!“

Von Köln aus fahren wir mit Blitzgeschwindigkeit zum WT Schloss Buldern. Die Tür geht auf und ich springe euphorisch aus dem Auto, die frische Landluft des Hofes umweht meine Nase und ich fühle mich richtig gut. Hammer, wie schön das hier ist: grüne Wiesen, gepflegte Acker, tolle Wälder. Ein richtiges Paradies.

Oh je, wer ist das denn, die da so euphorisch auf mich und meine Nici zukommt und sogar meinen Namen kennt?

Ah, die Erleuchtung folgt auf dem Fuß: Es ist eine der Sonderleiterinnen der BZG Gelsenkirchen, Kathy. Immerhin kennt Nicole sie wohl gut, das ist doch schon viel wert. Die andere Sonderleiterin Denise fanden wir auch schnell, sie mag ich auch. Ich ahne, dass ich heute noch viele solche Begegnungen haben werde.

Leider kann ich mich nicht mehr an alles erinnern, aber irgendwann sind mein Frauchen und ich, inmitten des Pulks, ins traumhafte Gelände gelaufen, die Sonne schien und die Stimmung war bombastisch, insgesamt war die Situation mit den legendären Karnevalszügen in Köln vergleichbar, da kommen wir schließlich her, alle haben gelacht und wir haben einfach den Moment genossen.

Bis einschließlich heute kann ich nicht verstehen, warum wir immer wieder quer durchs Gelände gelaufen sind, zu warten brauchten wir ebenfalls nicht. Ich denke, sie brauchten an jeder Stelle meine Hilfe, um die Dummysäckchen aus dem Bestand zu holen. Allerdings hat das sehr viel Spaß gemacht, weswegen meine Nici und ich das eigentlich jede Woche machen sollten.
Jedesmal war jemand im Bestand, der das Oberkommando geführt und Bedienstete hatte, die meine geliebten Dummies warfen. Natürlich sind Menschen nicht in der Lage, die Säckchen selbst zu finden, weswegen ich jedes Mal raus rennen und sie finden durfte. Das war eine richtige Gaudi für mich und ich habe jeden Moment genossen.

Leider muss ich auch Kritik an meinem Frauchen üben: Ständig muss ich artig bei Fuß laufen, ganz ordentlich und ohne Power. In solchen Situationen nenne ich sie dann heimlich „Den Commander“ oder „Oberfeldwebel Nicole“.
Das macht sie ständig mit mir, jeden Tag, wenn wir in den Park gehen, zum Auto, bei anderen Hunden, einfach immer.
Ich kann da getrost drauf verzichten.
Ich denke manchmal, dass sie einen am Helm hat, wenn sie der Meinung ist, dass ausgerechnet ich ausbüchsen würde.
Als hätte ich es geahnt, nichts blieb mir erspart, denn ich musste hin und her, Drehung, sitzen und warten. Mensch, Frauchen, lass mich doch einfach das Dummy holen, ich weiß doch wo es ist. Aber natürlich muss sie es unnötig spannend machen.
Menschen sind merkwürdig, ich kann echt verstehen, dass sie hier unsere Hilfe benötigen.

Ich mochte den Umstand, dass wir jedes Mal aufgerufen wurden, offenkundig war hier eine Party im Gang und sie wollten, dass ich dazu komme das war für mich jedes Mal die Freigabe die Dummyparty zu starten.

Aufgabe 1
bei Eva Berg im Wald
Das fand ich besonders lustig, hier musste Nici, eine beschossene Markierung, selber aus den Dornen holen. Das habe ich ihr nach der permanenten Fußarbeit richtig gegönnt. Danach durfte ich eine Markierung arbeiten, die Frau die es warf, kannte ich sogar, hatte aber keine Zeit „Hallo“ zu sagen, weil ich so gerne laufe. Da lag so ein toller Baum im Weg, da konnte ich Hin und Zurück in bester Performance drüber springen, genial.

Aufgabe 2 bei Heike Reichelt auf der Wiese
Da gab es Matsch, keine 10 cm Tief, aber egal, Matsch ist Matsch, war nicht mal am Bauch dreckig. Was sonst noch geschah, entzieht sich leider meiner Erinnerung, aber ich glaube eine weitere Markierung, leider ohne Matsch.

Aufgabe 3 bei Nicole Schmidt im Wald

Hier gab’s ein Mark und ich durfte mit Voran und Blitzgeschwindigkeit das Dummy holen. Das Healwork habe ich ausgeblendet.

Aufgabe 4 bei Herman Jeske mit Wiese und angrenzendem Wald
Zwei Einzelmarks (Herman nennt sie süß „Dümmys), die ich natürlich mit Blitzgeschwindigkeit geholt habe.

Aufgabe 5 bei Rainer Scesny in einer Moorlandschaft

Viel Healwork mit mehrfachem stoppen und eine Markierung als Späteres voran. Das lief wie am Schnürchen.

Später auf dem Bauernhof, meinte mein Frauchen, dass ich genug Dummies eingesammelt hätte und ich den anderen wenigstens noch ein paar übriglassen sollte. Menno, nichts darf ich.
Aber müde oder platt war ich noch lange nicht.
Die Gastfreundlichkeit des Hofes war überragend, ebenjener ist seit Generationen im Familienbesitz und die Besitzer hatten alles mit Liebe vorbereitet: es gab Tische, Bänke, ein Riesenbuffet, wo Frauchen ständig hingelaufen ist, allerdings ohne dabei auch nur an mich zu denken. Sakrileg!!

Insgesamt war es eine bombastische Stimmung, ich hörte Lachen und nette Gespräche. Wir Hunde lagen auf der grünen Wiese, machten es uns bequem, ich rollte mich hin und her, und lernte viele nette Hunde kennen, darunter war eine hündische Blondine, glaube sie mochte mich auch.

Die Veranstaltung erinnerte mich daran Freunde zu treffen und eine schöne Zeit zu verbringen.
Toll organisiert, die Sonderleitung und das Backoffice, waren mega herzlich, die Richter haben eine super Arbeit gemacht und Frauchen die Aufregung genommen.

Dann gab’s die Siegerehrung.

Man, war das ein Spaß: Überraschend sind mein Frauchen und ich zum Siegerteam gekürt worden, mit 99/100 Punkten!

Mein Frauchen wirkte perplex und sprang wie von der Biene gestochen auf, ich natürlich mit. Sie hat sich so unfassbar gefreut und hat das Strahlen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Ich glaube sie hätte fast geweint. Allerdings sollte sie eine Rede halten, das ging leider mächtig schief, aber das macht sie so sympathisch.
Mein Frauchen war stolz auf mich. Später wurden wir noch von fremden Menschen fotografiert, mein Frauchen wurde permanent umarmt und geherzt. Ich glaube, wir sind berühmt.

Euer Black Jack mit Nicole Kopp