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Alle Landesgruppen

Ausbilderseminar der LG West am 28.02.2026

By West

Am Samstag den 28.02.2026 hatte ich die Gelegenheit, am Dummy Trainer:inseminar mit Betty Schwieren teilzunehmen. Für mich bedeutete das eine längere Anreise aus Lübeck, aber genau solche Tage sind es, die einen im eigenen Training wieder neu sortieren lassen. Man fährt hin, um Input zu bekommen – und merkt schnell, dass es oft nicht die spektakulären Dinge sind, die einen weiterbringen, sondern das bewusste Wiederholen und Durchdenken der Grundlagen. Gerade wir Trainerinnen und Trainer wissen ja, wie wichtig es ist, sich die Basis immer wieder präsent zu machen.

Ein großer Teil des Tages drehte sich um genau diese Grundlagen. Beim Apport selbst beginnt vieles schon mit der eigenen Haltung, körperlich wie auch mental. Den Hund beim Reinkommen mit echter Freude zu rufen, ihm eine ruhige und aufrechte Präsenz bei der Abgabe zu geben und das Dummy sauber mit beiden Händen abzunehmen – all das sind Kleinigkeiten, die im Alltag schnell selbstverständlich wirken, die aber enorm viel Einfluss
darauf haben, wie der Hund arbeitet. Auch die Routine rund um die Abgabe wurde noch einmal bewusst gemacht: Dummy ruhig abnehmen, den Hund zum Sitzen auffordern, das Dummy wegstecken und erst dann den nächsten Schritt gehen. Solche klaren Abläufe schaffen Ruhe im Team.

Man merkt dabei schnell, dass die eigene Stimmung und Körpersprache viel stärker auf den Hund wirken, als man manchmal denkt. Wenn der Mensch ruhig und klar ist und sich ehrlich freut, kommt auch der Hund gerne und direkt. Wir haben an den uns vorgestellten Teams sehen dürfen, wie viel das Drehen an nur kleinen Stellschrauben für ein Team schon bringen kann.

Auch die Vorbereitung vor dem Schicken spielte eine wichtige Rolle. Der Hund soll wirklich fokussieren, bevor er losgeschickt wird. Gleichzeitig wurde betont, dass Hunde aber auch Fehler machen dürfen. Nur so kann man sehen, wo im Training noch etwas fehlt. Dabei ging es auch um typische Fehlerbilder, die immer wieder mal auftauchen: Unruhe oder Einspringen, Probleme beim Lining, aber auch Themen wie Tauschen oder Knautschen. Wir alle kennen diese Schwierigkeiten aus den eigenen Trainingsgruppen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Beobachtung und Auswertung der Arbeit einzelner Teams. Wind, Geländegegebenheiten und alte Fallstellen beeinflussten die Arbeit der vorgestellten Hundes teilweise stärker, als man manchmal im ersten Moment wahrgenommen hat. In einer Aufgabe wurde genau das sichtbar: Zwei Markierungen wurden von den Teams auf etwas größere Entfernung gearbeitet. Später griff Betty beide Fallstellen wieder auf und nutzte sie als Bestandteil einer Kombiaufgabe beim Einweisen,
während gleichzeitig eine neue Markierung geworfen wurde, die später eine Verleitung für manche Hunde darstellte. Bettys Aufgaben zeigten sehr anschaulich, wie wichtig es ist, die Rahmenbedingungen bewusst mitzudenken.

Ein schöner Teil des Seminars war das gemeinsame Beobachten der arbeitenden Teams. Wir haben uns bewusst anhand einer einfachen Markierung angeschaut, was in einer Aufgabe passiert, welche Details auffallen und welche Hinweise man dem Team vielleicht geben würde. Hier wurde deutlich, dass die Körpersprache des Hundes sehr viel darüber verrät, was gerade in ihm vorgeht. Den Blick dafür zu schulen ist eine Aufgabe, die uns
Trainerinnen und Trainer dauerhaft begleitet. Dadurch entstand ein sehr lebendiger Austausch über Erfahrungen aus den eigenen Trainingsgruppen und über Schwierigkeiten, die viele von uns aus der Praxis kennen. Wunderbar lebendig moderiert von Betty. Gerade dieser Perspektivwechsel, einmal nicht selbst zu arbeiten, sondern genau hinzusehen ist unglaublich lehrreich.

Für mich persönlich war dieser Tag eine sehr wertvolle Erfahrung. Ich habe viele Gedanken mitgenommen, die weniger mit spektakulären Techniken zu tun haben, sondern mit Haltung, Atmosphäre und Klarheit im Training. Schau hin, denke nach, strukturiere. Man merkt an solchen Tagen auch, dass der eigene Weg sich gerade weiterentwickelt. Besonders angenehm war dabei die Art der Seminarleitung. Betty vermittelte ihr Wissen mit so viel Erfahrung, aber auch mit spürbarem Gefühl für Mensch und Hund. Die Mischung aus fachlicher Klarheit und wertschätzender Atmosphäre machte den Tag für alle Beteiligten sehr angenehm.

Für mich geht das Lernen noch ein Stück weiter. Bei den Stocksee Open Team Days & Friends der BZG Lüneburg darf ich als Steward direkt am Richter mitlaufen und einen Einblick in die Bewertung aus nächster Nähe bekommen. Auf diese Perspektive freue ich mich sehr.

Zum Schluss möchte ich mich auch noch bedanken!

Die Organisation durch die Bezirksgruppe Düsseldorf und René Afflerbach war wirklich hervorragend. Alles lief reibungslos und gleichzeitig in einer sehr angenehmen, offenen Atmosphäre. Besonders beeindruckend war das Trainingsgelände – ein wirklich außergewöhnlich schönes Areal mit vielen Möglichkeiten, in unterschiedlichen Situationen realistisch zu arbeiten. Ebenso vielen Dank an alle Beteiligten, die sich um die Verpflegung gekümmert haben und dafür gesorgt haben, dass man sich rundum gut versorgt fühlte.

Mein besonderer Dank gilt natürlich Betty Schwieren für ein Seminar voller Erfahrung, Klarheit und Herz für die Arbeit mit Hund und Mensch, ich habe so viel gelernt! Und nicht zuletzt danke ich auch allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die vielen netten Gespräche zwischendurch. Gerade dieser Austausch am Rand macht solche Seminartage oft noch einmal besonders wertvoll.

Tina Michelsen
BZG Lübeck Ostholstein

Nikolaus-Spaß Workingtest der BZG Berlin-Brandenburg

By Ost

Nikolaus-Spaß Workingtest der BZG Berlin-Brandenburg im schönen Trebbiner Revier

Für uns war dieser Tag als Warm-up nach der Welpenpause von Elu gedacht und es war ein ganz toller, entspannter, sehr fröhlicher Tag. Wir alle hatten unsweihnachtlichen Kopfschmuck aufgesetzt – Nikolausmütze, Hirschgeweih,Tannenbaumhut … da ging das große Lachen schon los.

Was wohl unsere Hunde gedacht haben? Unsere Sonderleiterin Franziska Neider verteilte schon während der Begrüßung die Geschenke – während die Teams per Los gezogen wurden, bekam jeder Starter einen Nikolausstiefel, bestickt mit dem Namen seines Hundes oder dem Zwingernamen – was für eine wunderschöne Idee, dazu noch ein kleines Filztäschchen und Beutelchen mit selbstgebackenen Leckerchen für die Hunde und Fuß- und Handwärmer – sie hat wirklich an alles gedacht und so liebevoll. 

Unsere Richterinnen Jana Hildebrandt, Doris Bittkow-Thiel und Katrin Neuhauser hatten sich tolle Aufgaben mit weihnachtlichen Einlagen für Hund und Mensch ausgedacht. Bei Jana musste statt eines Dummies ein Weihnachtsplüschdackel apportiert werden, von dem einige Hunde erstmal überzeugt werden mussten. Statt eines Schusses läutete eine Glocke oder die Hunde mussten bei Katrin aus der Ferne zuschauen, wie die Menschen mit Weihnachtsumhang fotografiert wurden.

Bei Doris wurde es dann so lustig, dass zumindest Elu und ihr Teampartner Apache beschlossen haben, uns doch lieber aus dem Gelände abzuholen. Warum? Sie wurden abgesetzt und mussten zuschauen, wie Wilfried und ich im Weihnachtsmantel Dummies ausgelegt haben und dabei laut “Ihr Kinderlein kommet” gesungen haben. Wir haben echt so gelacht und hatten jede Menge Spaß.  Das hat uns am Ende dann sogar den Preis der “witzigsten Wichtel” eingebracht.  Natürlich durften unsere Hunde auch schöne, anspruchsvolle Aufgaben lösen und alle haben sich am Ende mit den Platzierten gefreut. 

Nach der Arbeit ging dann das Vergnügen weiter – ein super abwechslungsreiches Buffet, zu dem alle Starter beigetragen haben, rundete den Tag ab.

Danke Franziska, du hast mal wieder mit viel Herz organisiert, danke an unsere

Richterinnen und die lieben Helfer. Dieses tolle Für- und Miteinander und die schöne Stimmung nehmen wir mit in die neue Saison.

Kristina Woick mit Wikvaya Elu

***** Bild 1 & 2 Nikolaus WT *****

Foto: Katrin Neuhauser

 

***** Bild 3 & 4 Nikolaus WT *****

Foto: Kristina Woick

Dummy A – 20.9.2025 in Heeslingen

By Alle, Weser-Ems

Es war ein sonniger Spätsommermorgen im September (20.09.2025) als wir uns auf den Weg nach Heeslingen (Landkreis Rotenburg) zur  APD/R Anfänger, ausgerichtet von der DRC Landesgruppe Weser-Ems, machten. Wir, das sind mein junger Labrador Retriever Rüde „Des Nifflers Theo vom Uthleder Berg“ (Theo, geb. 24.12.2022) und ich, Britta Döring, Ersthundbesitzerin und sehr aufgeregt. Mit Blick auf den ständig verstopften Elbtunnel war ich viel zu früh losgefahren und traf fast zeitgleich mit dem Organisations-team ein. Also noch ausreichend Zeit für einen kleinen Erkundungsspaziergang in der Umgebung. Nach und nach trafen die anderen Teilnehmenden der ersten Gruppe ein, und gegen 09:20 wurden wir ins Suchengebiet gebeten. Ein schönes Gelände wartete auf uns – Grünfläche, Sträucher, Wald und ein See mit gutem Ein- und Ausstieg.  Nach der Meldung wurden alle Teams zusammengerufen, und die Sonderleiterin, Helen Tiemens, sowie die Richterin Eva Berg stellten sich und das Helferteam vor. Eva Berg erklärte die Regeln und Abläufe – Jedes Team sollte einzeln in der jeweiligen Aufgabe geprüft werden, begonnen mit der Landmarkierung gefolgt vom Wasserapport. Im  nächsten Durchgang dann die Frei-Verloren-Suche, anschließend der Appell. Wir wurden in eine Wartezone außer Sichtweite der Prüfung gebeten und in mir stieg das Lampenfieber wieder hoch. Als wir aufgerufen wurden musste ich plötzlich an den Ausspruch meiner Trainerin „Trust your dog“ und den Satz von Eva Berg im Rahmen der Einführung denken: „Euer Hund ist nach der Prüfung immer noch derselbe wie vor der Prüfung!“ – Mir schoß ein „Ja, genau so ist es!“ durch den Kopf und ich schaute zu Theo: „He Kleiner Mann, Lust auf Dummy? Wollen wir Spass haben?“ – und den hatten wir!! Letzte Aufgabe – Geschafft. Jetzt einen Kaffee und warten. Dann teilte Eva Berg uns die Ergebnisse mit: bestanden! Mit 78/80 Punkten! Die Anspannung fiel ab. ich musste weinen und konnte es nicht fassen. Das kam erst viel später auf dem Weg nach Hause. Ich habe viel gelernt an diesem Tag, über mich, meinen Hund und unser Miteinander. Und freue mich nun auf den ersten Workingtest.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an

  • Helen und Team für die gute Organisation, mentale Unterstützung und angenehme Atmosphäre
  • Eva Berg für eine professionelle und faire Prüfung und vor allem ihre Worte, die mich auch in Zukunft begleiten werden
  • meine Gruppenmitgleider für die aufmunternden Worte und ein gutes Miteinander
  • Corinna da Luz und auch Christina Gjedrem für konsequente, lustige und zugewandte Trainingsstunden

Und ein besonderer Dank geht an Dich, kleiner Mann

Britta

 

Bild: Britta Döring

Wenn der Wetterbericht lügt und der Wald schweigend steht… – Curlytreffen 2025 in der LG Weser-Ems

By Alle, Curly Coated Retriever, Weser-Ems

Curly-Treffen 2025 – Wenn der Wetterbericht lügt und der Wald schweigend steht

Am zweiten Wochenende des Septembers fand das Curly Coated Retriever Treffen mit vielen Programmpunkten im Raum Weser-Ems statt.

Freitags gab es zwei Dummytraining Gruppen unter Jan-Peter Stephan und seiner Frau Martina in Hayo Wilkens Jagdrevier. Vormittags trainierte die A-Gruppe und nachmittags die F-Gruppe. Die Stimmung war heiter, die Aufgaben anspruchsvoll und es gab für jedes Team wertvolle Tipps. Währenddessen fand im Waldstadion ganz in der Nähe ein Wesenstest unter Dr. Jutta Jaitner statt. An der Curly-affinen Schule gleich gegenüber, die wir das ganze Wochenende über zur Verfügung hatten, gaben Alexandra Lütkemeier und Ute Naber ein Ring- und Trimmseminar.

Samstags fanden parallel an der Schule ein Begleithunde Seminar unter Horst Kruse und wieder im Revier eine spannende Krimi-Wanderung mit Birgit Sölter und einem tollen Schauspiel- und Helferteam statt. Beide Veranstaltungen waren zahlreich besucht und wurden in vollen Zügen bei gnädigen Wettergöttern genossen. Zur Stärkung, Urkunden-Ausreichung und dem geselligen Curly-Klatsch trafen sich alle danach auf dem Schulhof. Dabei wurde der ein oder andere holländische Schnapps getrunken, gelacht und weiter genossen. Man hatte wie immer das Gefühl, gar nicht genug Zeit für alle Gespräche zu finden. Aus diesem Grund gab es sowohl am Freitag als auch am Samstag ein gemeinsames Abendessen, bei dem wir zusammen das ganze See-Restaurant in Beschlag nahmen und deren leckeres Essen verschlangen. Es war so schön, mit allen zusammen zu sitzen und über die Hunde zu quatschen. Traditionell gab es natürlich auch das berühmte Curly-Quiz mit Schätzfrage. Am dichtesten an der tatsächlichen Anzahl der Gummibärchen Tüten im großen Glas und somit Gewinnerin des Abends war Annette Kuipers-Heisecke. Alle anderen bekamen einen Trostpreis: Gummibärchen und einen gravierten Kugelschreiber als Erinnerung.

Am Sonntag fand die SRA Stuhr Heiligenrode mit dem Tagestitel “Stuhr-Sieger” ebenfalls im Waldstadion statt. Richterin Gabi Orru richtete 17 Curlies an der Zahl! Sie nahm sich viel Zeit für alle Teams, die noch keine Show Erfahrung hatten und lernte nebenbei zwei Anwärter an. Best Veteran wurde mit stolzen 12,5 Jahren Queen Ibine (Zonnegroet v. Elegast, Bes. Mieke Molenaar). Best opposite Sex wurde Carl (Curly Of Blueway Carl, Bes. Sarina Schmidt) und Best of Breed sowie Best in Show wurde Leska (Infinity Curl’s Dana Aleska, Bes. Annette Kuipers-Heisecke).

Zum Abschluss blieb Frau Orru noch für einen Formwert-Nachmittag für alle Retriever-Rassen.

Wie alle Veranstaltungen, hatte auch das Curly Wochenende seine kleinen Stolpersteine. Dass wir alle unsere Zeit trotzdem so sehr genießen konnten, dass es zu jedem Stolperstein fleißige Hände gab, die das Wochenende zu einem gelungenen Event getragen haben, möchte ich hier hervorheben. Vielen Dank für alle kleinen und großen Helferlein, für die Veranstaltungsorte, für Organisation und für so tolle Seminare! Ebenfalls ein großes Dankeschön an alle, die unser Wochenende fotografisch begleitet haben, besonders Fred Bekema und Nadine Wegehaupt.

(Jennifer Trapka)

 

Fotos der Bildergalerie mit freundlicher Genehmigung von Nadine Wegehaupt, NK-Pfotografie

BLP 1.11.2025 in Idsingen

By Alle, Weser-Ems

Am 01.11 2025 fand in Idsingen bei Walsrode eine BLP unter besten Bedingungen statt. Alle Teilnehmer erschienen pünktlich um 08:30 und wurden herzlich von den beiden Sonderleiterinnen und den Prüfern empfangen. Aufgrund der Teilnehmerzahl von 10 Gespannen wurde die Prüfung in zwei Gruppen a 5 Teilnehmern geteilt. Ich durfte mit Lenny in der zweiten Gruppe starten.

Nach einer kurzen Fahrt ins Revier wurden als erstes die Chipnummern überprüft und die Hunde auf körperliche Mängel kontrolliert. Danach ging es gleich zur Überprüfung der Schußfestigkeit im Feld, was für alle Hunde kein Problem war.
Nach einer kurzen Fahrt durchs Revier begann die Prüfung der freien Verlorensuche, die alle Hunde gemeistert haben.
Es folgten die Fächer Einweisen auf zwei Stücke Wild und danach wurde in einem Walk Up die Standruhe und das Merken überprüft. Auch diese Fächer konnten alle Hunde bestehen.
Nach einer weiteren kurzen Fahrt wurden die Hunde auf der Federwildschleppe geprüft.
Abschließend ging es zu den beiden letzten Prüfungen an das Wasser. Hier konnte leider ein Hund aus unserer Gruppe die Schussfestigkeit am Wasser nicht bestehen. Alle anderen Hund haben auch das geschafft und zeigten eine sehr gute Verlorensuche.

Nach Abschluss der praktischen Fächer ging es zurück zum Treffpunkt wo im Kaminzimmer die Auswertung der Prüfung erfolgte.

Platz 1: 273 Punkte (Michael Thönes mit Aldagessem’s Just for you Lenny)

Platz 2: 271 Punkte (Markus von Ludowig mit Die Quintinina vom Gänsesee)

Platz 3: 260 Punkte  (Nadine Homfeld mit Kiamos All or Nothing)

Die knappen Ergebnisse zeigen wie hoch die Leistungen aller zehn Gespanne in den beiden Gruppen an diesem Tag waren.

Ein besonderer Dank geht an Andrea Lünebach-Hüner für die Bereitstellung des tollen Reviers und der Begleitung während der Prüfungen. Ebenso danken wir den beiden Sonderleitern Helen Tiemens und Mareike Asmus-Müller. Für Mareike war es die erste Sonderleitung und Du hast es ganz toll gemacht!!!

Letztendlich danken wir natürlich auch den Prüfern, die uns fachlich sehr kompetent und uns immer wieder motivierend durch die Prüfung begleitet haben.

Michael Thönes mit Aldagessem’s Just for you Lenny
Foto: Kathrin Thönes

Fotograf: Miriam Steinmetz

Dr. Heraeus-Gedächtnis-Prüfung in Aidhausen am 8. November 2025

By Alle, Mitte

Dr. Heraeus-Gedächtnis-Prüfung in Aidhausen am 8. November 2025

Am Samstag, den 8. November, stand für Kurt und mich wieder ein ganz besonderer Tag bevor: die Heraeus-Gedächtnis-Prüfung in Aidhausen, eine Prüfung, die uns schon vor zwei Jahren unvergessliche Momente beschert hat. Damals gewann Kurt mit dem Gesamtprädikat hervorragend und dem CACT – ein Erlebnis, das ich so schnell nicht mehr vergesse.

Dass wir so etwas noch einmal schaffen könnten, unter einem neuen Richterteam, mit komplett neuen Aufgaben in ähnlichem Gelände, erschien mir fast unrealistisch. Aber der Wunsch nach dem zweiten CACT war groß. Nachdem es bei der RGP im Vorjahr und der PnS in diesem Jahr nicht gereicht hatte, meldete ich uns zur Heraeus an – mit einem kleinen, aber hartnäckigen Funken Hoffnung. Als dann auch noch das Losglück auf unserer Seite war, war klar: Wir müssen es einfach versuchen.

Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Aidhausen. Im Revier von Manni Frank angekommen, gaben wir unsere Unterlagen ab und wurden direkt von vielen vertrauten Gesichtern begrüßt. Das Richterteam – Sigrid Semmler (Prüfungsleitung), Harald Jurkovic und Eberhardt Simon-Mathes – empfing uns gut gelaunt. Nach einer kurzen Ansprache von Miriam und Sigi ging es ohne Umschweife los mit den Schleppen.

Wir hatten Startnummer 1 gezogen, und obwohl ich inzwischen wirklich zu den „alten Hasen“ gehören müsste, war die Aufregung sofort wieder da. Alle Gespanne meisterten die erste Aufgabe mit dem Prädikat hervorragend.

Es ging weiter mit dem Fach „Marking auf dem Lande“. Die erste Markierung flog über einen Hügel hinweg ins Altgras, dahinter der dunkle Wald – die Werfer kaum zu sehen. Die zweite Markierung hingegen kam von einem gut sichtbaren Weg rechts neben dem Startpunkt, hier waren die Werfer sehr gut zu sehen und darin bestand die Schwierigkeit. Es war eine Aufgabe, die präzises Ausrichten und Aufmerksamkeit erforderte.

Sigi erklärte allem voran ruhig, fair und verständlich, was wann passieren würde und man hatte alle Zeit der Welt sich auszurichten und auf die Aufgabe einzustellen. Dennoch verloren wir bei diesem Fach zwei Teams. Das war unglaublich schade, aber so ist das leider auch bei Prüfungen, manchmal sind es die Millisekunden Unachtsamkeit oder einfach Pech und man ist raus.

Aber wie sagt man so schön? Nur wer startet, kann auch durchfallen.

Bei einer Heraeus durchzufallen, ist keine Schande…

Weiter ging es mit dem Fach Einweisen.

Eine Altgrasfläche mit Brombeeren durchziehen und Reisighaufen – ein Gelände, das gerades Lining erforderte, denn die Hunde konnte schnell außer Sicht geraten.

Bei dieser Aufgabe wurden zum ersten Mal die Unterschiede zwischen den Teams deutlicher, die Richter bewerteten streng, aber absolut fair.

Jeder erhielt im Anschluss ein ausführliches Feedback.

Nach einer kurzen Mittagspause – mit wunderbarer Verpflegung von Miriam und Christian – starteten nur noch die Teams, die sich bis dahin behauptet hatten. Die PO sieht beim Fach Standtreiben und Verlorensuche vor, dass nur noch die Gespanne bei diesem Fach antreten, die noch im Rennen sind.

Drei Teams gingen an den Start und alle drei konnten dieses Fach mit hervorragend bestehen. Es war wirklich schön, die konzentrierte und gleichzeitig freudige Arbeit der Hunde zu beobachten.

Dann kam der Moment, vor dem meine Nervosität wieder auflebte: das Wasser. „Nur noch Wasser“ dachte ich mir.

Bis hierhin lief alles hervorragend für uns – und genau das ließ meinen Puls hochschnellen.

Doch Kurt zeigte erneut, dass Wasser sein Element ist. Beim Einweisen auf die Schleppe, bei der Verlorensuche und bei der Verleitmarkierung arbeitete er mit der gleichen Ruhe, Souveränität und Leidenschaft, die ich an ihm so liebe. Ich konnte meine Anspannung kaum verbergen, und als klar war, dass wir auch diese letzte Aufgabe geschafft hatten, fiel mir ein Riesenstein vom Herzen.

Leider verloren wir am Wasser noch ein weiteres Team, sodass nur zwei Teams die Heraeus erfolgreich abschließen konnten.

Diese Prüfung zählt nicht ohne Grund zu den Eliteprüfungen des DRC – hier werden die besten Hunde herausgestellt, und die Durchfallquoten sind hoch.

Kurt gewinnt – wie vor zwei Jahren – die HP/R mit dem Gesamtprädikat hervorragend in jedem einzelnen Fach und erhält erneut das CACT.

Als die Richter das Ergebnis verkündeten, musste ich ein paar Tränen vergießen. Natürlich bin ich mit diesem Ziel angetreten – ein bisschen verrückt darf man ja sein. Aber dass es tatsächlich genauso kommt, dass mein Hund zwei Jahre später so unaufgeregt, zuverlässig und mit dieser unglaublichen Präsenz seine Leistung wiederholt, hat mich einfach überwältigt.

Das CACT war das Sahnehäubchen auf einem ohnehin perfekten Tag.

Mein großer Dank gilt dem humorvollen, immer gut gelaunten und absolut fairen Richterteam sowie Miriam und Christian für die großartige Organisation und die liebevolle Verpflegung. Bei euch fühlt man sich wirklich ein bisschen wie „zu Hause“.

Danke auch an Manni Frank für das wunderbare Revier – es ist alles andere als selbstverständlich, sein Revier für eine solche Prüfung zur Verfügung zu stellen.

Liebes Unterfranken: Wir kommen wieder. Vielleicht nicht mehr unbedingt mit Kurt, aber ich komme auf jeden Fall wieder.

Daniela Peter mit Young Spirit Keen Curtiz – „Kurti“ 🙂

Fotograf aller Bilder: Miriam Steinmetz

Libby rockt die Dummy A – Ein unvergesslicher Prüfungstag in Ihlow

By Weser-Ems

Die Nacht vor dem großen Tag war kurz. Schon am Vortag spürten meine Hunde: Es liegt etwas in der Luft! Das Auto war gepackt, Futter und Präsente, großzügig zur Verfügung gestellt von Kronch und Happy Dog, standen bereit. Doch die Daheimgebliebenen waren alles andere als begeistert – sie ahnten, dass sie diesmal nicht mit durften. Ihr Unmut zeigte sich deutlich: „Du lässt uns zu Hause!“ So verlief die Nacht unruhig, und an Schlaf war kaum zu denken.
Noch vor dem Wecker saß ich mit einer Tasse Kaffee am Tisch, bereit für den Tag. Meine beiden Labbis sprangen ins Auto und ab ging es nach Ihlow, wo die Dummy-A-Prüfung der Bezirksgruppe Ostfriesland stattfand.

Perfekte Organisation und gute Stimmung
Vor Ort liefen die letzten Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Unser Sonderleiter und erster Vorsitzender Frank de Vries sowie die gute Seele der BZG, Diana Schüßler, hatten alles perfekt im Griff. Auch die Helfer waren mit Freude und Präzision bei der Sache, die Dummies flogen zuverlässig und auf den Punkt.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Frank de Vries übernahm Richter Daniel Perick das Wort. Mit seiner ruhigen, ausgeglichenen Art schaffte er es, allen Teilnehmenden die Nervosität zu nehmen. Er erklärte geduldig jede Aufgabe und ging auf Fragen ein – eine Atmosphäre, in der sich Mensch und Hund wohlfühlen konnten.

Libby in Bestform
Dann wurde es ernst. Bei der ersten Aufgabe, der Suche, zeigte Libby sofort, was in ihr steckt. Mit Tempo und Konzentration brachte sie drei Dummies sicher zurück. Der Richter lobte ihre Arbeit – „sehr schön gemacht“.
Aufgabe zwei: Markieren. Auch hier arbeitete Libby konzentriert und sauber. Nach der Freigabe setzte sie sich zielstrebig in Bewegung, markierte präzise und brachte das Dummy sicher zurück.
In Aufgabe drei drifteten wir beim Fußgehen zwar etwas von der Linie ab, meine kleine Unachtsamkeit. Doch Libby blieb bei der Sache. Als der erste Schuss fiel, markierte sie perfekt, und beim zweiten Schuss und der Freigabe des Richters, lief sie mit voller Energie los, um es mir stolz in die Hand zu legen.
Die Wasserarbeit – ein stimmungsvoller Abschluss
Zum Schluss wartete die Wasseraufgabe. Wir standen am See, eingehüllt in den Nebel eines spätherbstlichen Morgens. Eine friedliche Stille lag über dem Wasser. Dann fiel der Schuss, Libby hob sofort den Kopf, folgte dem Flug des grünen Dummies und nach dem leisen „Frei“ des Richters sprang sie auf meinen Kommando “Apport”, ohne zu Zögern ins Wasser. Mit kräftigen Zügen schwamm sie hinaus, um „das einsame Dummy“ zu retten. Für einen Moment legte sie es am Ufer ins Gras doch dann, fast wie in Zeitlupe, hob sie es wieder auf und legte es zielsicher in meine Hand. Aufgabe bestanden!
Der Richter nickte anerkennend: „Gut gemacht.“ Einmal tief durchatmen, alle Aufgaben geschafft.

Platz 1 und Suchensieg!
Das Ergebnis: „Sehr gut“, Platz 1 und Suchensieger der Dummy-A-Prüfung!
Ein unvergesslicher Tag für uns. Mit einem breiten Lächeln und einer tief zufriedenen Libby ging es nach Hause. Nach dem Fressen fiel sie in einen wohlverdienten, tiefen Schlaf – und ich dachte nur: Wir haben’s gerockt.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben an die Organisation, die Sponsoren, die Helfer und unseren Richter. So macht Retrieverarbeit Freude!

Stefanie Karen
(08. November 2025, BZG Ostfriesland)

Bericht APD/R – Startklasse F am 8.11.2025 in Ihlow

By Alle, Weser-Ems

Der Tag begann ruhig: leichter Nebel lag über dem Gelände „Donkens Holt “ das vom PSV Ihlow zur Verfügung gestellt wurde. Es ist ein Vielseitigkeitsgelände für Pferde, das auch über zwei Teiche verfügt, die über einen Wasserdurchritt verbunden sind. 

Vormittags war ich als Helfer in der A eingeteilt. Von dort aus konnte ich viele Teams beobachten, und es hat mir richtig Freude gemacht zu sehen, wie konzentriert und harmonisch gearbeitet wurde. Diese kleinen Momente – ein gut gelungener Apport, ein zufriedenes Lächeln des Hundeführers – machen für mich immer den besonderen Reiz solcher Prüfungstage aus. Am Nachmittag ging es dann für mich und Aila in der Dummy – F weiter. 

Bei der Anmeldung hatte ich doch noch etwas Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war schon die F zu melden, aber ich habe gedacht, dass ich es einfach als einen schönen Trainingstag sehe. Vielleicht klappt es ja auch. Also Hund aus dem Auto holen – und abwarten was kommt.  Sieben Teams hatten die Dummy F gemeldet, wir waren in jeder Aufgabe als letztes dran – was das Warten nicht leichter machte und wir Ruhe bewahren mussten.
Angefangen wurde mit der Suche. Nach kurzer Erklärung von unserem Richter Daniel Perick, der uns mit seiner ruhigen Art die Anspannung etwas nehmen konnte, schickte ich Aila in die Suche und flitzeschnell waren die Dummies drin. Erste Aufgabe schon mal geschafft!
Dann ging es weiter zum Einweisen. Wir standen auf einer kleinen Erhöhung mit Baumbestand und sollten den Hund runter, durch den Wasserdurchritt und weiter voran, etwas rechts, zu einem Busch, der hinter einem Geländehindernis und dicht am Gewässerrand stand, schicken. Dort lag das für uns ausgelegte Blind.
Auch diese Aufgabe haben wir gut gelöst und somit ging es für uns weiter zur Doppelmarkierung Wasser/Land. Als uns die Aufgabe erklärt wurde, saß Aila ganz ruhig neben mir. Ich war doch deutlich aufgeregter als sie.
Dann ging es los. Ableinen – Schuss – Wassermarkierung fällt, Schuss – Landmarkierung fällt. Ich habe mich entschieden, dass Aila erst die Wassermarkierung arbeiten soll, da der Winkel zur Landmarkierung etwas enger war und die Wassermarkierung auf der linken Seite fiel. Die lag hinter einem großen Busch im Teich sehr schlecht, bzw. nicht sichtig für uns zu sehen.
Danach die Landmarkierung – Beide Dummies brachte sie zügig zu mir und wir konnten uns für die letzte Aufgabe bereithalten.
Walk Up – auch hier wurde es nochmal spannend. Wir waren wieder als letztes dran. Jetzt noch diesen einen Dummy – und ja, wir haben es geschafft!!! 

Leider konnten an diesem Tag nicht alle bestehen – manchmal sind es Kleinigkeiten, manchmal einfach Pech. Dennoch blieb die Stimmung sportlich fair und viele nahmen es als Motivation weiterzumachen und an den Herausforderungen zu wachsen.
Am Ende haben drei Teams die Dummy F bestanden. Meine herzlichsten Glückwünsche auch hier nochmal an die anderen beiden Teams. 

Ein herzliches Dankeschön gilt Sonderleiter Frank de Vries, Stefanie Karen und Diana Schüßler für die hervorragende Organisation. Ebenso bedanken wir uns ganz besonders bei Daniel Perick, der mit seiner ruhigen Art, klaren Bewertungen und Tipps für eine faire und angenehme Prüfung sorgte. Es hat bei allen dazu geführt, dass wir trotz all der Aufregung etwas entspannter wurden. Vielen Dank dafür! 

Und natürlich gilt unser Dank allen Helferinnen und Helfern, die oft im Hintergrund arbeiten, aber entscheidend dazu beitragen, dass ein solcher Tag so harmonisch verläuft. 

Am Ende blieb das Gefühl eines insgesamt sehr schönen Prüfungstages – mit netten Gesprächen und einer Atmosphäre, die trotz aller Anspannung positiv und herzlich blieb. 

Christina Saathoff mit Aila van’t Westerender Hoecht